Polizisten warnen vor Überwachungslücke
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Die Waldbrände in Russland bedrohen nun auch radioaktv verseuchtes Gebiet. In Deutschland warnt die Polizei unterdessen davor, sie könne Schwerstverbrecher nicht rund um die Uhr überwachen. Der Morgen im news.de-Nachrichtenüberblick.
Waldbrände drohen explosiv zu werden. Die gewaltigen Waldbrände in Russland stellen die Rettungskräfte vor immer gefährlichere Aufgaben. Munitionsdepots in der Nähe von Moskau wurden von den Flammen bedroht. Soldaten brachten Raketen und Artillerie in Sicherheit, wie die Agentur Interfax meldete. Das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter befürchtet, dass die Brände radioaktiv verseuchten Boden im Gebiet von Brjansk im Südwesten Russlands aufwirbeln könnten.
HP-Chef geht nach Belästigung. Der Chef des Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP), Mark Hurd, hat Verfehlungen zugegeben und mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt erklärt. Der Vorwurf sexueller Belästigung habe eine Untersuchung angestoßen, teilte der Konzern mit. Dabei sei sei der Verdacht der sexuellen Belästigung zwar entkräftet worden, die Ermittlungen hätten aber andere Verstöße gegen die Firmenpolitik zum Vorschein gebracht.
Weniger als 4000 Verkehrstote. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) ist zuversichtlich, dass die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland in diesem Jahr auf einen historischen Tiefstand sinkt. «Ich habe große Hoffnung, dass wir dieses Jahr erstmals unter die Schwelle von 4000 Verkehrstoten kommen werden», sagte er dem Hamburger Abendblatt. «Die Chancen dafür stehen gut: Im Mai 2010 kamen zum Beispiel 316 Menschen im Verkehr um, also 21 Prozent weniger als im Mai letztes Jahr.»
Polizei kann Straftäter nicht permantent überwachen. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnt davor, bei der Überwachung gefährlicher Sexualstraftäter zu sehr auf die Polizei zu setzen. «Die Politik sollte nicht versuchen, das Problem auf dem Rücken der Polizei zu lösen», sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der Passauer Neuen Presse. «Für die Überwachung einer Person rund um die Uhr benötigt man rund 20 Einsatzkräfte. Dafür fehlt der Polizei das Personal. Wir können in Einzelfällen helfen, aber nicht alle lückenlos überwachen.»
Kommunen nehmen mehr ein. Auch bei den Kommunen kommt der wirtschaftliche Aufschwung inzwischen an. Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stiegen im zweiten Quartal 2010 um 24 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an, berichtet die «Wirtschaftswoche» vorab und beruft sich auf eine Umfrage des Deutschen Städtetages unter rund 100 größeren Städten.
cvd/news.de/ddp/dpa
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