News am Morgen
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Zum Schuljahresbeginn fehlen laut Philologenverband bis zu 45.000 Lehrer, Stasi-Spitzel sollen bis 2019 enttarnt werden können und Hiroshima gedenkt der Opfer des Atombombenabwurfs vor 65 Jahren. Die News im Überblick.
Stasi-Überprüfung soll bis 2019 möglich sein. Die schwarz-gelbe Koalition will das Stasi-Unterlagengesetz ändern, um Regelüberprüfungen auf Stasi-Mitarbeit im öffentlichen Dienst über 2011 zu ermöglichen. Der Entwurf einer Novelle des Stasi-Unterlagengesetzes liege bereits vor und solle nach der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden, sagte der FDP-Berichterstatter im Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, Reiner Deutschmann (FDP), der Mitteldeutschen Zeitung. Auch solle untersucht werden, welche Bundestagsabgeordneten zwischen 1949 und 1990 für die Stasi tätig waren und welche Beschlüsse des Bundestages dadurch möglicherweise beeinflusst wurden.
Politiker fordern auch Spenden von deutschen Superreichen. Nach den zugesagten Milliardenspenden von US-Milliardären haben Politiker auch deutsche Reiche aufgefordert zu spenden. Die Ankündigung von 40 Milliardären in den USA, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke zu spenden, sei ein gutes Vorbild, sagte die Grünen-Chefin Claudia Roth der Passauer Neuen Presse. Auch Joachim Poß von der SPD bezeichnete das Vorhaben als eine gute Idee.
Rot-Grün erstmals wieder mit Mehrheit. In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-«Deutschlandtrends» verlieren CDU und CSU zum Vormonat zwei Punkte und kommen nur noch auf 31 Prozent. Sie liegen damit gleichauf mit der SPD, die einen Punkt hinzugewinnt. Zusammmen mit den Grünen (17 Prozent) erreicht Rot-Grün 48 Prozent
Dramatischer Lehrermangel an deutschen Schulen. An deutschen Schulen fehlen zum Schuljahresbeginn nach Berechnungen des Philologenverbands bis zu 45.000 Lehrer. Der Vorsitzende des Verbands, Heinz Peter Meidinger, sagte der Bild: «So groß war der Lehrermangel in Deutschland noch nie.» Laut Philologenverband fehlen vor allem Lehrer in den Bereichen Naturwissenschaften und Mathematik. In diesen Fächern sollten deshalb bereits pensionierte Lehrkräfte wieder unterrichten.
Hiroshima gedenkt des Atombombenabwurfs vor 65 Jahren. Die japanische Stadt Hiroshima hat des ersten Atombombenabwurfs 1945 gedacht. Erstmals nahm mit John Roos auch ein US-Botschafter an der Gedenkveranstaltung teil. Auch Ban Ki Moon kam als erster UN-Generalsekretär zu der Zeremonie, der Vertreter aus mehr als 70 Ländern beiwohnten. Haruko Moritaki von der Hiroshima-Allianz zur Abschaffung von Atomwaffen sagte, dass die Anwesenheit der USA «zu spät» komme. Die USA hatten am 6. sowie am 9. August 1945 Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen. Hunderttausende Menschen starben sofort; noch immer sterben Menschen an den Folgen der Verstrahlung. Die Gesamtzahl der Todesopfer sei auf 269.446 Menschen gestiegen, hieß es in japanischen Quellen. Niemals zuvor oder danach wurden Atomwaffen eingesetzt.
Ölleck im Golf von Mexiko jetzt auch zementiert. Dies sei ein erster Schritt zur dauerhaften Abdichtung des Lochs, heißt es von BP. Das gestopfte Leck wird weiter beobachtet. In den kommenden Tagen will der Ölkonzern die undichte Stelle zusätzlich über eine Nebenleitung verstopfen. Seit im April die Bohrinsel «Deepwater Horizon» gesunken war, sind rund 660.000 Tonnen Öl ins Meer geflossen.
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