Der Mittwoch in Kürze News am Morgen

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Rauchen wird teuer. Das Finanzministerium plant eine Erhöhung der Tabaksteuer. Die Armee wird billiger. Verteidigungsminister Guttenberg hat drei Reformmodelle für die Bundeswehr vorgelegt. Diese und andere Nachrichten in den News am Morgen.
 

Grundsatzentscheidung über Linken-Beobachtung: Darf die Partei Die Linke vom Verfassungsschutz beobachtet werden? Diese Frage beschäftigt seit Jahren die Justiz. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig fällt dazu heute ein Urteil. Der Thüringer Linke-Fraktionschef Bodo Ramelow will grundsätzlich erreichen, dass die Verfassungsschützer die Informationssammlung über Politiker der Linken beenden. In den Vorinstanzen hat sich Ramelow bereits durchgesetzt - allerdings immer mit dem Hinweis auf seinen Einzelfall.

Finanzministerium plant Tabaksteuererhöhung: Raucher müssen möglicherweise mit höheren Preisen rechnen. Die Stuttgarter Nachrichten berichten, ein Konzept aus dem Haus von Bundesfinanzminister Schäuble sehe vor, die Tabaksteuer zum 1. Januar 2011 je Zigarette um 0,22 Cent anzuheben. Das wären rund vier Cent pro Schachtel. Der Zeitung zufolge wird erwogen, die Tabaksteuer anschließend jährlich bis 2015 weiter jeweils in ähnlichem Umfang anzuheben. Die FDP wolle die Steuererhöhung mittragen.

Schröder: Rechtsanspruch auf Krippenplatz bleibt: Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will am Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für unter Dreijährige ab 2013 festhalten. Daran werde nicht gerüttelt, sagte Schröder dem Wiesbadener Kurier. Sie erwarte von Ländern und Kommunen, dass sie jetzt klare Prioritäten setzten - so wie es der Bund auch getan hätte. Schröder legt dem Kabinett heute einen Bericht über den Ausbaustand bei der Kinderbetreuung vor. Sie plant zudem, mehr Männer für den Erzieherberuf zu gewinnen.

Guttenberg prüft drei Bundeswehr-Reformmodelle: Die allgemeine Wehrpflicht steht offenbar vor dem Aus. Von den drei Reformmodellen für die künftige Bundeswehr, die Verteidigungsminister Guttenberg von der militärischen Führung vorgelegt worden sind, sieht nur noch eines den Erhalt der Wehrpflicht vor. Nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp will Guttenberg aber dieses Modell mit 50.000 Wehrpflichtigen bei einem Gesamtumfang von gut 200.000 Mann nicht in die engere Wahl ziehen. Das radikalste Modell geht von einer Reduzierung der Streitkräfte auf 150.000 Mann aus. Die Bundeswehr bestünde dann nur noch aus Zeit- und Berufssoldaten.

Rotes Kreuz warnt vor Aus für Zivildienst: Sollte die Wehrpflicht abgeschafft werden, könnte das negative Folgen für den Zivildienst haben. Davor warnt das Deutsche Rote Kreuz. Die Zivildienstleistenden seien ein ganz wichtiger Faktor in allen humanitären Organisationen und damit in der Gesellschaft, sagte DRK-Präsident Rudolf Seiters der Augsburger Allgemeinen.

Hausärzte wollen gegen Rösler protestieren: Deutsche Hausärzte wollen gegen Gesundheitsminister Philipp Rösler protestieren - notfalls mit Praxisschließungen. Die Ärzte sind gegen die Sparpläne der Bundesregierung. Rösler höhle die Grundlage für die wohnortnahe Versorgung der Patienten aus, kritisieren sie. Hintergrund ist das Vorhaben der Koalition, den Allgemeinmedizinern keine höheren Honorarsteigerungen als den anderen Ärzten mehr zuzugestehen. Der Deutsche Hausärzteverband stellt heute in Berlin die bundesweiten Protestpläne vor.

Kappe bleibt vorerst weiter auf Bohrloch im Golf von Mexiko: Das Öl-Bohrloch im Golf von Mexiko bleibt weiter zu. Die Regierung habe angeordnet, dass die provisorische Kappe die Quelle noch mindestens einen weiteren Tag verschließen solle, heißt es von der Einsatzleitung. BP-Manager Kent Wells sagte, es gebe keine Hinweise, dass das Bohrloch dem steigenden Druck nicht standhalte. Alle 24 Stunden müsse allerdings neu entschieden werden, ob die Kappe verschlossen bleibe. Hintergrund sind Bedenken, dass die kilometerlange Steigleitung im Meeresboden den Druck nicht aushält.

Ermittlungen nach Brandkatastrophe in Limburg: Nach der Brandkatastrophe mit sechs Toten auf einem Bauernhof im hessischen Limburg gehen die Ermittlungen weiter. Wahrscheinlich sei ein technischer Defekt die Ursache, heißt es bei der Polizei in Wiesbaden. Die ersten Ermittlungsergebnisse weisen darauf hin, andere Ursachen kommen aber ebenso infrage. Bei dem Feuer waren in der Nacht zum Dienstag ein Ehepaar und seine drei erwachsenen Kinder sowie ein Erntehelfer aus Polen ums Leben gekommen.

US-Sheriff: Nur zwei Wochen Haft für Lindsay Lohan: Lindsay Lohan könnte bei guter Führung mit einer kurzen Haftstrafe davonkommen. Das berichtet der Internetdienst People.com unter Berufung auf ein Sheriffs-Büro. Die 24-jährige Schauspielerin hatte zwar erst gestern ihre Strafe in einem Frauengefängnis bei Los Angeles angetreten. Wegen notorischer Überfüllung der Gefängnisse in Kalifornien ist es aber üblich, Straftäter mit geringen Delikten bereits früher zu entlassen. Lohan war wegen Verletzung von Bewährungsauflagen nach vielen Alkohol- und Drogeneskapaden zu 90 Tagen hinter Gitter verurteilt worden.

Filmpremiere mit Cruise und Diaz: Die Münchner Promiszene in Aufregung: Heute werden Hollywood-Schauspieler Tom Cruise und seine Kollegin Cameron Diaz in der bayerischen Landeshauptstadt erwartet. Anlass des Kurzbesuchs ist die Deutschlandpremiere ihrer neuen Action-Komödie Knight and Day, der am 29. Juli in den Kinos anläuft. Der Rummel ist groß, neben zahlreichen Persönlichkeiten aus Film und Fernsehen werden auch viele Fans am Roten Teppich erwartet. Gefeiert wird im traditionsreichen Gloria Palast am Stachus.

Verfügung gegen psychisch kranken Fan von Jennifer Aniston: Stalker-Alarm für Jennifer Aniston: Die 41-jährige Hollywood-Schauspielerin hat vor einem Gericht in Los Angeles eine einstweilige Verfügung gegen einen psychisch kranken Fan erwirkt. Die Polizei hatte den Mann in der vergangenen Woche festgenommen, als er um Anistons Haus schlich, berichtet der Internetdienst TMZ.com. Er habe dort auf der Lauer gelegen und einen scharfen Gegenstand, eine Tüte und eine Rolle Klebeband dabei gehabt, heißt es laut TMZ.com in dem entsprechenden Gerichtsdokument.

Sonne im Osten - Gewitter im Westen und in der Mitte: In den kommenden Tagen bleibt es im Osten Deutschlands sonnig. Im Westen ziehen hingegen bereits heute Gewitter auf, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. Ab dem Nachmittag sind im Westen Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Die Temperaturen steigen bei zunehmender Schwüle auf 27 bis 35 Grad. In den Bergen und an der See werden um 25 Grad erreicht. In der folgenden Nacht kommen die Gewitterwolken bis zur Mitte voran, wobei es in der Osthälfte weitgehend leicht bewölkt bleibt. Das Thermometer fällt auf 21 bis 15 Grad. Morgen ist im Westen und in der Mitte Deutschlands mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Im Osten bleibt es noch sonnig und trocken. Die Temperaturen liegen bei 26 bis 35 Grad.

cvd/news.de/dpa/ddp

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