Doppelspitze statt Personaldilemma?
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Karl-Josef Laumann oder Armin Laschet? Die Frage, wer die Geschicke der CDU in NRW künftig lenken soll, könnte in einer Kampfkandidatur enden. Um der zu entgehen, werden Stimmen laut, die eine Doppelspitze fordern.
Nach dem Rückzug von Jürgen Rüttgers aus allen Parteiämtern ist die CDU in NRW auf der Suche nach einem Nachfolger. Wegen der drohenden Kampfkandidatur der bisherigen Landesminister Karl-Josef Laumann und Armin Laschet um den Fraktionsvorsitz gibt es nun Forderungen nach einer Doppelspitze. Wenn «beide zum Zuge kämen, wäre das eine gute Lösung», sagte der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Kamieth der Berliner Zeitung. Die CDU-Abgeordnete Ilka von Boeselager sagte: «Ein Duo könnte eine Lösung aus dem Personal-Dilemma sein.»
Nach übereinstimmenden Medienberichten wollen Laumann und Laschet am kommenden Dienstag, 6. Juli, für den Vorsitz kandidieren. Beide Politiker hatten dies nicht dementiert. Bislang wird die Fraktion vom kommissarischen Vorsitzenden Christian Weisbrich geführt.
Ein CDU-Fraktionssprecher wollte sich nicht zu der Forderung nach einer Doppelspitze äußern. Aus Fraktionskreisen hieß es, es handele sich um «humorvolle Einzelmeinungen aus den hinteren Reihen der Abgeordnetenbänke».
Die NRW-CDU hatte bei der Landtagswahl am 9. Mai eine herbe Schlappe einstecken müssen. Mitte Juli soll Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) von einer geplanten rot-grünen Minderheitskoalition im Landtag abgewählt werden. Die CDU bereitet sich deshalb auf die Rolle als Opposition vor. Rüttgers und NRW-CDU-Generalsekretär Andreas Krautscheid hatten erklärt, dass sie für den Posten des Fraktionschefs im Düsseldorfer Landtag nicht antreten wollen.
hav/reu/news.de/ddp
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