Industrie wehrt sich gegen Sparpläne
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Das war zu erwarten: Deutschlands Arzneimittelhersteller kritisieren die Sparpläne von Gesundheitsminister Rösler (FDP) scharf und weisen Angriffe gegen ihre Preisgestaltung zurück. Rösler hatte angekündigt, das «Preisdiktat» der Konzerne beenden zu wollen.
Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) warnte vor dem Abbau von Arbeitsplätzen. BPI-Vorsitzender Bernd Wegener verwahrte sich am Nachmittag dagegen, die Pharmabranche pauschal als Kostentreiber darzustellen. «Ich habe es satt, als Buhmann der Nation dazustehen, als Schmarotzer und Gewinner zulasten kranker Menschen», sagte Wegener. Innovative Medikamente hätten dazu beigetragen, dass sich die Lebenserwartung in Deutschland in den vergangenen 100 Jahre in etwa verdoppelt habe.
Wegener lehnte das von Rösler kurzfristig erwogene Preismoratorium ab. Seit 2002 hätten die Hersteller zudem mehr als 7 Milliarden Euro an Zwangsrabatten geleistet. Eine Erhöhung der Zwangsabschläge sei der falsche Weg. Bei Nachahmerpräparaten (Generika) gebe es eine ruinöse Preisspirale. Inzwischen würden Preise bezahlt, die unter den Herstellungskosten lägen. Die Firmen in Deutschland könnten «nicht länger tatenlos zusehen, wie die Auftragsbücher von ostasiatischen Herstellern gefüllt werden». Eine einmal abgewanderte Produktion kehre nicht mehr zurück.
Angesichts des sich in diesem und im nächsten Jahr abzeichnenden Milliardendefizits bei den gesetzlichen Krankenkassen räumte der BPI-Chef jedoch Handlungsbedarf ein. Er verwies dazu auf Sparvorschläge seines Verbands. Danach sollen die Hersteller die Preise für neue Medikamente weiter allein festlegen können. Eine Nutzenbewertung könne dann innerhalb von fünf Jahren nach Markteinführung vorgenommen werden.
mac/ivb/news.de/dpa
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Tja Lästermaul, ist schnell erklärt. In der Krankenindustrie soll es nun ähnlich wie in der Rentenversicherung werden. Zauberwort=privatisieren. Christian Weber (53) wird Chef der Grundsatzabteilung bei Rösler.Seit 20 Jahren ist dieser CH. Weber fest mit de Verband der PKVersicherungen verbandeld und deren Spitzenlobbyist. Er hat das Wissenschaftliche Institut der PKV aufgebaut und war zuletzt deren Verbandsvize. Das Weber ein Parteifreund von Rödler ist, erklärt vieles. Da stört ein Prof. Sawiki nur. Wie war es noch damals bei der Einführung von Hartz? Ich ahne nichts gutes...
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