Globale Erderwärmung Schlechtes Klima in der Wissenschaft

Wissenschaftler streiten, warum sich das Klima wandelt.  (Foto)
Wissenschaftler streiten, warum sich das Klima wandelt. Bild: ap

Andrea SchartnerVon news.de-Redakteurin
Trotz aller Unstimmigkeiten in Kopenhagen waren sich die Staatschefs und Wissenschaftler in einem Punkt einig: Der Klimawandel ist menschengemacht und Auslöser sind die hohen CO2-Emissionen. Doch es gibt auch andere Theorien.

Schmelzende Pole, Überschwemmungen, Stürme und ein Lebensraum, der dem Eisbären unter den Pfoten wegschmilzt - beispielhaft stehen diese Faktoren für die globale Erderwämung und ihre Folgen. Wissenschaftler unterstützen im allgemeinen die Theorie, dass der Klimawandel menschengemacht ist.

Der amerikanische Politiker und Umweltschützer Al Gore machte die Folgen umweltschädlichen Handels per Film («An Inconvenient Truth» - deutsche Fassung: Eine unbequeme Wahrheit) und Buch weltbekannt bekannt. Rechnungen über CO2-Bilanzen machen die Runde, und Rankings der größten Klimasünder werden aufgestellt.

Skeptische Stimmen bleiben. Gerne wird etwa das Argument angeführt, dass in den 1970er Jahren alles noch ganz anders gewesen sei. Damals nämlich prognostizierten Wissenschaftler noch das genaue Gegenteil. Sie sahen eine Abkühlung der Erde, gar eine zweite Eiszeit auf die Menschen zukommen. Gegen Ende des Jahrzehnts verkehrte sich die Argumentation ins Gegenteil. Plötzlich sollte sich die Menschheit vor der selbstgemachten Erwärmung des Weltklimas in Acht nehmen.

Klimawandel
Ein Planet stellt sich um

Bevor das CO2 zum beherrschenden Umweltthema avancierte, beschäftigte viele Jahre das Ozonloch Politik und Medien. Statt um Kohlendioxid ging es damals um die sogenannten Fluorchlorkohlenwasserstoffe, kurz FCKWs, die das Ozon in der Atmosphäre vernichteten. Die UV-Strahlung der Sonne würde bei einem Verlust dieser Schutzschicht das gesamte Leben auf unserem Planeten bedrohen, hieß es. Doch mittlerweile ist es still geworden um dieses Thema, es ist fast ganz aus der öffentlichen Diskussion verschwunden.

Einer der Skeptiker des menschengemachten Klimawandels ist der US-Physiker Fred Singer. In seinem Film «der Klimaschwindel» erklärt er seine Bedenken. Bis 2003 zweifelte er, dass eine globale Erderwärmung überhaupt messbar sei. Weil zu viele Fakten gegen seine Theorie sprachen, hat er seine Position inzwischen revidiert. Viele Skeptiker streiten indes gar nicht ab, dass sich das Klima auf der Erde erwärmt. Uneinigkeit herrscht oft darüber, warum das so ist. Die These, das Klima auf der Erde unterliege schon immer Schwankungen, hält sich ebenso wie jene, dass die Sonne der eigentliche Verursacher der Erderwärmung ist.

Klimawandel
Die Erde verändert ihr Gesicht

Dass hinter den Kulissen Diskussionen toben, zeigte sich auch im Zusammenhang mit dem Weltklimagipfel. Kurz vor dessen Beginn machten Schlagzeilen über den „«climate gate» die Runde. Hacker hatten Emails führender Klimaforscher aus mehr als zehn Jahren veröffentlicht. Unter anderem sollen Wissenschaftler darüber beratschlagt haben, wie kritische Studien zum Thema unterdrückt werden könnten. Die betroffenen Forscher wehrten sich, witterten einen gezielten Sabotage-Akt gegen den bevorstehenden Gipfel.

Wechselseitig werfen sich Skeptiker und Befürworter des menschengemachten Klimawandels vor, aus Eigeninteresse zu handeln, mit unwahren Angaben Geld für Forschungsprojekte erkämpfen zu wollen oder aber das Interesse einzelner Lobbygruppen zu vertreten. Auch Industrieunternehmen haben ein hohes Interesse daran, die CO2-Theorie als unwahr darzustellen, ist doch der Handel mit Emissions-Zertifikaten mit teilweise hohen Kosten verbunden.

mac/news.de/dpa

Leserkommentare (2) Jetzt Artikel kommentieren
  • mafiaskeptiker
  • Kommentar 2
  • 15.03.2010 17:42

Die Bildauswahl mit den Weltuntergangstexten zu diesem klugem Beitrag verwundert. Zu den Bildern steht immer noch der ganze Schwachsinn, mit der der größte - als Gutmennschentum daherkomende - Raubzug aller Zeiten gerechtfertigt werden sollte.

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  • Doc1971
  • Kommentar 1
  • 15.03.2010 14:10

Zu den Malediven: Ein weltweit einheitliches Meeresspiegel-Niveau gibt es nicht. Die Malediven liegen (ebenso wie Tuvalu) in einem Gebiet, in dem der Meeresspiegel seit Jahrzehnten konstant, ja sogar leicht gesunken ist(!), siehe http://tinyurl.com/yatxxsv , hier: http://tinyurl.com/yd7parw , hier:http://tinyurl.com/ygol8jq und hier: http://tinyurl.com/ydb6dx7 Wenn man sich vor diesem Hintergrund dann einmal diese Seite anschaut: http://www.thesinkingoftuvalu.com , wird deutlich, dass es bei den Hilferufen der Inselbewohner offenbar hauptsächlich um eins geht: GELD

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