Bilderrätsel à la Westerwelle
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Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Artikel vom 12.03.2010
Folgt Guido Westerwelle (FDP) auf seinen Reisen vor allem privaten Interessen? Um den Chef zu schützen, greift das Auswärtige Amt zu obskuren Mitteln: An die Presse schickt es verschwommene Fotos, die Westerwelles Unschuld beweisen sollen. Was genau darauf zu sehen ist, weiß das Amt selbst nicht.
Könnte es der Herr mit der Brille ganz links am Rand sein? Oder dieser da im Hintergrund? So ganz genau ist nicht festzustellen, welche der abgebildeten Personen der Unternehmer Ralf Marohn sein soll. Denn das Foto ist ein Schnappschuss und mehr als zehn Jahre alt. Dem Auswärtigen Amt dient es in einer obskuren PR-Schlacht als Beweis dafür, dass Guido Westerwelle Mahron nicht nur aus privaten Interesse mit nach Lateinamerika genommen hat, sondern wegen der außenpolitischen Expertise des Unternehmers.
Das Foto wurde gestern ohne weitere Erklärung vom Auswärtigen Amt an die Presse versandt und soll wohl Marohn als Teil einer China-Delegation des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD) zeigen. Aber so genau ist auch das nicht festzustellen: Wer von den dunkel bis überbelichtet abgebildeten Personen Herr Marohn ist, wisse sie nicht, sagt eine Sprecherin des Ministeriums zu news.de und schlägt vor, andere Fotos von Marohn mit den verschwommenen Aufnahmen zu vergleichen.
Das ist der vorläufige Höhepunkt einer Verteidigungsschlacht, die das Auswärtige Amt mit reichlich unkonventionellen Mitteln führt. Gegner Nummer eins: Kurt Beck. Der bestreitet, jemals mit Ralf Marohn in China gewesen zu sein. Damit zerstört er den einzigen Beweis, den das Auswärtige Amt dafür hat, dass Marohn seit vielen Jahren einen «hervorragenden Ruf als China- und Asienexperte» genieße.
Auswärtiges Amt reagiert nervös auf neue Attacken gegen den Chef
Gegner Nummer zwei: die anhaltend miesen Schlagzeilen. Nach seiner Hartz-IV-Schelte ist es nun der Vorwurf der Klüngelei, der Westerwelle medial zu schaffen macht. Zwar stellte sich inzwischen auch die Kanzlerin an seine Seite, doch die Art und Weise, wie das Auswärtige Amt reagiert, spricht für gewaltige Nervosität.
Nicht nur, dass das Ministerium sich gezwungen sieht, mit alten Fotos und der angeblichen Liste einer Indien-Delegation des Mainzer Wirtschaftsministeriums von 2006 den Ruf von Marohn als außenpolitischem Experten zu verteidigen. Es übernimmt auch die Öffentlichkeitsarbeit von Far Eastern, Marohns Beratungsgesellschaft, und verbreitet deren Stellungnahme. Ja, er habe an der China-Delegation von Kurt Beck im Oktober 1999 teilgenommen, beteuert der Unternehmer darin. Das Mainzer Wirtschaftsministerium kündigte ihm daraufhin die Zusammenarbeit.
Im ZDF-Morgenmagazin verteidigte FDP-Generalsekretär Christian Lindner seinen Chef nicht nur mit dem Argument, die Diskussion um Westerwelle beschädige die Demokratie. Er prognostizierte auch eine Debatte über die Frage, ob Westerwelles Vorgänger Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seinen Auslandsreisen Vertreter von Firmen mitgenommen habe, die zuvor der SPD gespendet hätten. Bleibt zu hoffen, dass das Auswärtige Amt nicht schon nach alten Beweisfotos dafür sucht.
mac/reu/news.de/dpa
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wenn es nicht so traurig waere, könnte man sich totlachen über den "......Welle" zirkus! Immerhin tolle Propaganda zum "Nulltarif" Aber Kommentator 1 hat recht und wenn dieser FDP Psychopath nicht bald verschwindet ist die ohnehin schon ledierte Reputation der BRD, die in der Welt gleich "0" ist, nicht mehr aufzuwerten! Und bei so einer extremen Impertinenz die sich dieser Typ von Aussen-Minister erlaubt, ist eine Verteidigung ein Hohn! Er geht in die "Verteidigung"? Gut, das waere ja der richtige Mann fuer die Afghanistan Front! Also schickt ihn dorthin!!!! Gruss
jetzt antwortenKommentar meldenDanke Alex,ganz in meinem sinne!!!! Dann sollte eine Westerwelle bei so viel Reform-Eifer mal den Mut aufbringen und auf die Misstände in der EU aufmerksam machen und vorallem die Ausbeutung seines Landes Einhalt zu gebieten. Immerhin hat dieser Polit - Möchtegerngrosser es geschafft seine Parteimitstreiter ihn mit serviler Unterwürfigkeit zu huldigen und zu verteidigen! Das nennt man Karma!!!! Er hat einen "Freibrief" man kann es auch bald "Jagdschein" nennen, denn bei "GegenSturm" sieht er sofort die Demokratie gefährdet! Zur Profillierung zum qualifizierten internationalen Politiker, sollte er ruhig beim "Gregor Gysi" Nachhilfe Untericht nehmen!!!
jetzt antwortenKommentar meldenHerr Westerwelle, ich denke, es ist Zeit zu gehen. Ich glaube Ihnen nicht mehr, dass sie Ihren Geliebten nur mitnehmen, weil dieser angeblich wirtschaftliche Interessen für Deutschland vertreten würde. Ihre ganzen Verpflechtungen mit Spendern und Familienangehörigen lassen den Schluss für mich aufkommen, dass hier nur Vetternwirtschaft vorherrscht. Sie müssen gehen, denn Sie haben mein Vertrauen verloren. Treten Sie von der Außenministerbühne ab. Ich denke, es war einmal ein Außenminister, der hatte viel gutes vor, verlor das Gute aus den Augen und liess sich korruptieren.
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