Mo., 13.02.12

Westerwelles Reisen Protegiert der Minister die eigene Familie?

Artikel vom 11.03.2010

Neue Vorwürfe gegen Westerwelle: Der Außenminister soll auf Reisen stärker als bislang bekannt die Interessen seiner Familie befördert haben. Nicht nur nach Südamerika, auch nach Asien begleiteten ihn Geschäftspartner von Verwandten.

Im Januar soll ihn die Ludwigshafener Firma seines Bruders Kai Westerwelle nach Asien begleitet haben. Zu der damaligen Wirtschaftsdelegation habe außerdem ein Geschäftspartner von Westerwelles Lebensgefährten Michael Mronz gehört, wie die Berliner Zeitung berichtet. Am 13. Januar war der FDP-Chef zu einer viertägigen Auslandsreise nach Japan und China aufgebrochen. Er wurde von einer kleinen, nur zehn Unternehmer umfassenden Wirtschaftsdelegation begleitet.

Westerwelle hat auf seiner Südamerika-Reise neue Vorwürfe einer Vermischung privater und dienstlicher Anliegen zurückgewiesen. «Da der Opposition die politischen Argumente ausgehen, versuchen sie es jetzt mit persönlichen Attacken gegen mich und meine Familie», sagte der FDP-Politiker am Donnerstag in Sao Paulo. Beim brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva warb er für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen.

Bruder von Westerwelle mit im Spiel

Dem Bericht der Berliner Zeitung zufolge war bei der Auslandsreise nach Asien  auch Ralf Marohn dabei, Mehrheitseigner und Geschäftsführer der Firma Far Eastern Fernost Beratungs- und Handels GmbH. Anteilseigner des Ludwigshafener Unternehmens sei neben Marohn auch Kai Westerwelle, der Bruder des Außenministers. Ein weiterer Miteigentümer der Firma sei die Mountain Partners AG aus der Schweiz. Das Unternehmen gehöre dem Westerwelle-Freund und FDP-Großspender Cornelius Boersch, der im Januar ebenfalls zusammen mit dem Außenminister in Asien weilte. Boerschs Mountain Partners AG unterhalte seit Jahren geschäftliche Kontakte mit den Westerwelle-Brüdern.

Die 1992 gegründete Firma von Kai Westerwelle habe sich der «aktiven Förderung» der Beziehungen zwischen Ostasien und Deutschland verschrieben. Die Far Eastern GmbH, die in den vergangenen Jahren Umsätze zwischen anderthalb und zwei Millionen Euro gemacht habe, betreibt nach eigenen Angaben vier Büros in China und arbeitet eng mit dem Wirtschaftsministerium in Rheinland-Pfalz zusammen. Der Far-Eastern-Miteigner Cornelius Boersch sei zudem Geschäftspartner von Westerwelles Lebensgefährten, dem Sportevent-Manager Michael Mronz.

Im vergangenen Jahr übernahm eine der Schweizer Boersch-Firmen die Mehrheit an der Mainzer Technologiefirma Arygon AG. Zu deren Aktionären und Aufsichtsratsmitgliedern zählte 2009 auch Michael Mronz. Die Arygon AG hatte zur Fußball-WM in Deutschland nach eigenen Angaben Lesegeräte für die Zutrittssysteme zu den Stadien geliefert.

Fachliche Expertise für Reisebegleitung entscheidend

Der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Peschke, erklärte in Sao Paulo, Marohn genieße seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf als China- und Asienexperte. Deswegen berate Marohn unter anderem die Landesregierung von Rheinland-Pfalz und habe bereits Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) und Landesminister auf Auslandsreisen begleitet. Mit Westerwelle sei er «allein auf der Grundlage der fachlichen Expertise» gereist.

 

Das Auswärtige Amt verteidigte nochmals auch die Mitreise von Westerwelles Lebensgefährten Michael Mronz. Dieser nehme «als Lebenspartner» an dem Besuch teil.

mac/hav/mat/reu/news.de/ddp/dpa
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Leserkommentare (8)
  • Kommentar: 8
  • 11.03.2010 20:37
von
Arschibald
Antwort auf Kommentar 5

Na,und du? Eine arme Seele?

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  • Kommentar: 7
  • 11.03.2010 20:35
von
Eduard Graf Siebe
Antwort auf Kommentar 4

An deinem minnimal gequältem Text fehlt auch noch ein Komma! Das ist echte "Nazi-Schule",große Fresse und nichts dahinter!

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  • Kommentar: 6
  • 11.03.2010 20:29
von
Karl Mai
Antwort auf Kommentar 3

Solltest mal wieder einen "heben",anstatt ewig "zu Senken"!

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  • Kommentar: 5
  • 11.03.2010 19:45
von
klaus k
Antwort auf Kommentar 1

Oles laberrabarber beachtet doch eh keiner mehr.

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  • Kommentar: 4
  • 11.03.2010 19:42
von
keinelinkenphantasten
Antwort auf Kommentar 2

Lieber Ole, auch Dummschwätzer wie du sollten bestraft werden.

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  • Kommentar: 3
  • 11.03.2010 19:40
von
klaus zu senken

Wieder mal der schlaue, linke O l e! Die FDP ist doch die einzige Partei die ein vernünftiges Programm hat. Vetternwirtschaft ist doch Sache von Linken und SPD.

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  • Kommentar: 2
  • 11.03.2010 19:10
von
Ole

Wozu sitzen eigentlich die fdp Gilp-Chaoten in einer Regierung? Haben doch ständig mit sich und ihrer Unfähigkeit zu tun!Ob der selbsauflösende Dirk N ebel,das mandeläugige Rössl,das weinselige Brüderle vom Schwesterle,Guido,dem Ministranten für das Äußerste!Alles die fdp"Finanzhuren"und"Hotelbettvorleger".Die Krönung in Europa, fdp-Hartz IV-Schmarotzerin auf allerhöchstem Niveau,Frau Koch-Mehrin wurde durch ganz Europa das Zertifikat"faulste Abgeordnete"verliehen!Passt doch!

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  • Kommentar: 1
  • 11.03.2010 12:33
von
Ole

Warum sollte es bei Westerwelle anderns sein als bei Möllemann?Der hatte seiner Familie doch auch für die Einkauswägen etwas"zugetschipppppt! Nur hat sich der"GILP"der fdp in Guidos Adern weiter fortgefressen,und der Guido weis gar nicht was"Rücktritt"ist.Es glaubt an sich und das Ministrantentum fürs Amt des Äußersten auf immer bekommen zu haben und nicht vom Volk,denokratisch auf Zeit!und inallem ist er auch nicht wie Möllemann,der Fallschirmspringer;dafür hat er den"August N ebel",auch ein Fallschirmspringer ohne doppelten Boden!

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