Ohrfeigen vom Papstbruder
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Der Missbrauchs-Skandal an Schulen und kirchlichen Einrichtungen zieht weite Kreise. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will die Rechte der Opfer stärken. Papstbruder Georg Ratzinger räumt indes ein, bei Chorproben Ohrfeigen verteilt zu haben.
Die zivilrechtlichen Verjährungsfristen sollten verlängert werden, sagte Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) der Passauer Neuen Presse. Sie zeigte sich dagegen skeptisch zu Forderungen nach einer Verlängerung der strafrechtlichen Verjährungsfristen.
Der Parlamentarische Staatssekretär in ihrem Ministerium, Max Stadler (FDP), äußerte sich in einem Gespräch mit der Neuen Osnabrücker Zeitung ähnlich. Die regelmäßige Verjährungsfrist von drei Jahren für Ansprüche auf Schmerzensgeld und Schadenersatz sei deutlich zu kurz. Der FDP-Rechtsexperte Hartfrid Wolff will die Verjährungsfrist für Ersatzansprüche daher auf 30 Jahre anheben.
Im Falle der Regensburger Domspatzen hat indes der Papstbruder und frühere Regensburger Domkapellmeister Georg Ratzinger eingeräumt, bis zum Ende der 70er Jahre in den Chorproben selbst hin und wieder Ohrfeigen verteilt zu haben. Doch habe er nie jemanden «grün und blau» geschlagen, sagte er der Passauer Neuen Presse. Früher seien Ohrfeigen «einfach die Reaktionsweise auf Verfehlungen oder bewusste Leistungsverweigerung» gewesen.
Von den Prügel-Praktiken in der Internatsvorschule der Regensburger Domspatzen habe er zwar von einigen seiner Sänger erfahren, jedoch: «Das Ausmaß dieser brachialen Methoden von Direktor M. war mir nicht bekannt. Wenn ich gewusst hätte, mit welch übertriebener Heftigkeit er vorging, dann hätte ich schon damals etwas gesagt.» Heute verurteile er die Prügel umso mehr. «Gleichzeitig bitte ich die Opfer um Verzeihung.»
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) will ab 23. April einen Runden Tisch einrichten. Die Deutsche Bischofskonferenz will teilnehmen. Papst Benedikt XVI. wird sich gegen Ende der Woche die Hintergründe von deren Vorsitzenden Robert Zollitsch berichten lassen. Bis dahin hält sich der Vatikan wahrscheinlich bedeckt.
Nachdem Missbrauchsfälle bei den Regensburger Domspatzen für weltweites Aufsehen sorgen, erreicht der Skandal nach Informationen der Nassauischen Neuen Presse jetzt auch die Limburger Domsingknaben. Ein ehemaliges Chormitglied habe Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst angeschrieben und ihm von Übergriffen des damaligen Dirigenten zwischen 1967 und 1973 berichtet. Der beschuldigte Domkapellmeister und Priester ist 2002 gestorben.
Öffentliche Entschuldigung
Die reformpädagogische Odenwaldschule entschuldigte sich öffentlich für die Vergehen der 70er und 80er in ihrem Haus. «Das Leid können wir nicht mehr gutmachen», sagte die Direktorin des Internats in Heppenheim, Margarita Kaufmann. Sie rief betroffene Schüler der Jahre 1970 bis 1985 auf, sich zu melden. Die Direktorin hat drei Lehrer als mutmaßliche Täter in Verdacht.
CDU und CSU sind offen für längere Verjährungsfristen. Viele Opfer seien erst nach vielen Jahren in der Lage, sich mit ihrem Leid auseinanderzusetzen, sagte CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe.
Die Deutsche Kinderhilfe forderte, Verjährungsfristen ganz abzuschaffen. Ihr Vorsitzender, Georg Ehrmann, verwies im Fernsehsender N24 darauf, dass Mörder und NS-Verbrecher lebenslange Verfolgung fürchten müssten. «Gleiches sollte für Sexualstraftäter gelten, deren Opfer lebenslang unter den Taten leiden.»
san/reu/news.de/dpa/ap/ddp
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Es wird nicht so kommen,wir hatten auch eine Lex Kohl. Auch der hat sich über die Gesetze gestellt,und die"Onkel in den schwarzen Röcken"werden nicht bestraft!Dafür wir die katholische Mehrheit in der cdu sorgen!Amen.
jetzt antwortenKommentar meldenich bin es langsam leid was hier veranstalltet wird ! endschuldigung hin oder her, ich erwarte das die justiz endlich massiv eingreift und ermittlungen durchführt. und wenn die kirche mauert dann gleich noch ermittlungen wegen behinderung darn !! es kann nicht sein das sich einige meinen über das recht zu stellen ! egal ob vatikan oder ..... !
jetzt antwortenKommentar meldenSie konnten sich nicht auf den"Hühnern"austoben und haben dafür die "Eier"mißbraucht! Diese zölibatere Erläuterung,ob nun das Huhn oder wie die unheiligen katholischen Prister,das (Gips)Ei behüpfen,na ja! Alles muß raus!
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