Der Wüterich kommt
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Von news.de-Mitarbeiterin Denise Peikert
Artikel vom 09.03.2010
Er ist noch gar nicht da und sorgt schon für Ärger: Thilo Sarrazin diskutiert heute im hessischen Justizministerium über «Chancen und Grenzen der Integration». Die Linke schäumt: Einer, der gegen Hartz-IV-Empfänger und Muslime hetze, sei dafür der Falsche.
Hessen streitet und der Justizminister hat es so gewollt. Zu «lebhaften Diskussionen mit namhaften Persönlichkeiten» hat Jörg-Uwe Hahn (FDP) jeden nach Wiesbaden eingeladen. Heute soll es um Integration gehen und erwartet wird neben dem Medienschaffenden Kenan Kubilay auch Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin (SPD). Genau der Sarrazin, der im Herbst vor der türkischen Eroberung Deutschlands qua Geburtenrate warnte und die ständige Produktion «neuer, kleiner Kopftuchmädchen» anmahnte.
Dass so einer nun das Wort in ihrer Landeshauptstadt erhält, gar im Justizministerium, das erst seit Februar 2009 auch für den Bereich Integration zuständig ist, lässt die Linksfraktion im Landtag wüten: Sarrazin sei ein «geistiger Brandstifter» und Minister Hahn schade der Integrationspolitik Hessens, wenn er ihm ein Podium biete. Sarrazin, erlaubt sich die Abgeordnete Barbara Cárdenas dann noch einen landespolitischen Seitenhieb, stehe in der «Tradition von Koch mit seiner Warnung vor Burkas an hessischen Schulen».
«Herr Hahn, welcher Teufel hat sie geritten?»
Ganz genauso hat Hahn den Streit dann wohl doch nicht gewollt. Reichlich dünnhäutig verteidigte sich der FDP-Politiker im hessischen Landtag gegen die Vorwürfe, er diskreditiere den demokratischen Diskurs, wenn er Sarrazin daran teilhaben lässt. «Keine der Äußerungen von Thilo Sarrazin sind Äußerungen von Jörg-Uwe Hahn», postulierte er steif und gegen einen Vorwurf, den ihm eigentlich gar niemand gemacht hatte.
Das Bedürfnis, sich von Sarrazin abzugrenzen, ist in Hessen ein parteiübergreifendes Phänomen. «Herr Sarrazin ist bedauerlicherweise immer noch Mitglied der SPD», sagte Gerhard Merz, eigentlich Parteikollege des so Gescholtenen. Sarrazin spreche nicht für die hessische Sozialdemokratie, schob er eilig hinterher, nervös angesichts der befürchteten populistischen Eskapaden des Berliner Genossen und froh darüber, den Wüterich nicht ins Land geholt zu haben. «Herr Hahn, welcher Teufel hat sie geritten?», fragt er dann noch, rhetorisch zwar, aber fast scheint es, als erwarte Hessen ebendiesen in Persona.
Sarrazin kann der Debatte durchaus gut tun
Dabei ist das, was Hessen erwartet, eigentlich nur das, was sich der Justizminister gewünscht hat: Eine «namhafte Persönlichkeit, die Stellung bezieht.» Und ungeachtet des Inhaltes seiner Aussagen kann Sarrazin der öffentlichen Debatte durchaus zuträglich sein, sagt Tim Richter, Präsident des Verbands der Debattierclubs an Hochschulen (VDCH). «Die Debattenkultur in Deutschland ist sehr diskursiv angelegt und geht schnell in Richtung Konsensfindung. Das schadet einer Meinungsbildung in der interessierten Öffentlichkeit.»
Sarrazin sei Vertreter einer anderen, auf Abgrenzung zu gegenteiligen Positionen und Darstellung verhärteter Fronten zielenden Debattenkultur. Allerdings stelle seine populistische Art zu debattieren hohe Anforderungen an ihn. «Es ist legitim, überspitzte Thesen zu formulieren. Sie dürfen aber nicht falsch sein, denn das ist wiederrum schlecht für die Debatte», sagt VDCH-Präsident Richter.
Und Thilo Sarrazin? Der Bundesbankvorstand und Ex-Finanzsenator aus Berlin will sich vor der Veranstaltung heute Abend nicht zu dem Ärger äußern, den er macht. «Vielleicht», sagt sein Gastgeber Hahn, «sieht Herr Sarrazin ein, dass Populismus nichts mit Integrationspolitik zu tun hat». Angesichts der Wortwahl seines Parteikollegen Hans-Christian Mick ist allerdings fraglich, ob tatsächlich die Heilung vom Populismus Ziel des Justizministers ist. «Hahn wird sich mit Sarrazin duellieren», kündete Mick eine wenig zimperliche Veranstaltung an.
hav/reu/news.de
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Ich verstehe die Aufregung um die Aussagen auch nicht. Allerdings habe ich das Buch auch nicht gelesen. Grundsätzlich befürworte ich das Recht auf freie Meinungsäusserung und Herr Sarrazin scheint mit seinen Äußerungen mal wieder in ein Wespennest gestochen zu haben. In New York, wo es die Bewegung gegen den Bau einer Moschee gibt, werden die Gegner nicht ins rechte Lager abgeschoben, als Rassisten diffamiert oder Politiker zum Rücktritt aufgefordert. Also ist dies wieder nur ein Problem der deutschen Politik und 1-2 Gruppen die sich auf die Füße getreten fühlen.
jetzt antwortenKommentar meldenwieso anzeigen? wieso hetzte? der gute mann hat recht auch wenn er sich sagen wir mal unschön ausgedrückt hat im deutschen grundrecht steht das er ein recht hat zu sagen wann, wo und wie er es will ohne einschränkung
jetzt antwortenKommentar meldenOb dieser Sarazin sich nur für "höhere Aufgaben" qualifizieren will oder aus Interesse an der Sache engagiert ist relativ egal,da er ein bedingungsloser Mitspieler dieser kanken Republik ist.Das Aufspringen auf den antiislamischen Zug,der von der "Broderhood of Schmu" und anderen aus den selben Eck mit recht heftigen Angriffen gestartet wurde,gestattet nun einem Sarazin mit vergleichsweise "milden" Äußerungen die Konfrontation in der BRD voranzutrieben.Interessant,daß keiner der Kommentatoren versucht die Intentionen dieses Sarazin zu ergründen sondern nur an dessen Äußerungen herumkratzt.
jetzt antwortenKommentar meldenSarrazin ist ein Mensch,der in der Öfendlichkeit erst mal nicht´s zu suchen hat.Schlimmer noch was er sagt ,dass es soweit kommen konnte.Die Schuldigen sind die Partein/CDU;DSU;FDP und SPD/Die SPD ist eine Partei die sich auflösen sollte.Sie haben in der Geschichte schon einmal die Arbeiterklasse veraten und nun wieder.Es sind heuchler,die nur auf Profit aus sind.Leute lasst euch nicht teuschen.
jetzt antwortenKommentar meldendas stimmt. die einreise gesetze sind eindeutig zu lasch. dennoch bin ich dafür das wir flüchtlingen die hilfe brauchen auch welche geben. ABER!! man muss sie sofort nach lösung bzw. beendigung des krieges, unruhe oder ähnlichem zurück schicken. und bei menschen die hier schon länger wohnen und kinder haben usw. muss man knall hart sein. entweder die andere staatsangehörigkeit abgeben oder ausweisen. bei anderen, jugendlichen die hier geboren sind, sollte man ähnlich verfahren. fest steht das multi kulti einfach nur schrott ist. und sarrazin gehört angeglagt! wegen hetzte!
jetzt antwortenKommentar meldenWir brauchen einen G.Wilders wie in Holland!!!Herr Sarrazin hat vollkommen Recht wenn es um die Schmarotzenden Zuwanderer und Sozialbetrüger geht. Sofortige Streichung sämtlicher Sozialleistung an Nichterwerbstätige Ausländer( es sind unsere Steuergelder).Einwanderungsbedingungen wie in Kanada u.Australien schaffen!!Sofortige Ausweisung von Scheinasylanden und Krimminelle Ausländer mit Familie. Danke Herr Sarrazin , weiter so.Die Politiker waren schon immer die größten Verräter am eigenen Volk. Wir brauchen keine Vorzeige moslems, die von unseren krimminellen Volkszertretern hofiert werden.
jetzt antwortenKommentar meldender mensch sarrazin gehört verhaftet und angezeigt wegen rechtsextremer hetze gegen das eigene volk! verfassungswidrig! wer hat den multi kulti gefördert? SPD, CDU, CSU, FDP, Grüne & co! wer hat auf "greencard" für indische IT experten gesetzt? SPD unter schröder! wer verweigert bis heute eine rechtliche verhandlung gegen schröder wegen volksbeschiss? SPD, CDU/CSU, FDP! also? wer hat und veraten? mal wieder sozialdemokraten!
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