Ohrfeigen für die Sonnenanbeter
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Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner
Artikel vom 01.03.2010
Manche Menschen träumen davon, Energie so zu produzieren, wie die Sonne es tut. Ein Forschungsprojekt in Greifswald soll den Traum realisieren helfen. Doch es lässt auch einen alten Zwist neu aufleben.
Die Kanzlerin hat Physik studiert und sie liebt den Gedanken: «Das Max-Planck-Institut für Plasmaphysik befasst sich damit, Energie auf eine ganz besondere Art und Weise zu erzeugen. Man könnte vereinfachend sagen: Wir wollen die Art, wie die Sonne Energie gewinnt, auf die Erde holen», betonte sie in ihrer Videobotschaft vor wenigen Wochen.
Mit ihrem Besuch im Greifswalder Institut packt Angela Merkel ein altes Thema neu auf den Tisch. Über Kernfusion als Alternative zur Atomkraft wird schon Jahrzehnte diskutiert, in die Forschung flossen bereits Millionen. Im Gegensatz zur Atomkraft, die Kerne spaltet, soll ein Fusionskraftwerk Energie aus der Verschmelzung von Atomkernen gewinnen. Laut Experten gelingt dies auf der Erde am leichtesten mit den Wasserstoffsorten Deuterium und Tritium, die überall vorhanden sind.
Die Forschung an der Kernfusion ist ein internationales Projekt. Am Experimentalreaktor Iter im französischen Cadarache sind sieben Partner beteiligt. Außer Europa gehören Russland dazu, Japan, die USA, China, Südkorea und Indien. Ein weiteres Projekt lenkt nun den Fokus auf Deutschland. In Greifswald entsteht derzeit «Wendelstein 7-X», eine Fusionsanlage vom Typ «Stellarator». Es wird weltweit das größte Experiment seiner Art.
Viel Geld, wenig Ergebnisse
Auch wenn bislang viel Geld investiert und wenig Ergebnisse sichtbar wurden, unterstützt die Bundesregierung das Großprojekt. Dazu Angela Merkel: «Diese Möglichkeit der Energieerzeugung ist eine Zukunftstechnologie. Wir wissen, dass die Energiegewinnung auf neue Füße gestellt werden muss. Deshalb sagt die neue Bundesregierung, dass wir das Zeitalter der regenerativen Energien erreichen wollen.» Die klassischen Formen der Energiegewinnung - der Verbrauch von fossilen Brennstoffen zum Beispiel - seien endlich und auch die Kernenergie könne nur als Brückentechnologie funktionieren.
Kritiker indes sehen das anders. Die Grünen beispielsweise haben sich schon 2005 gegen die Förderung der Kernfusionsforschung ausgesprochen. Einer der Hauptkritikpunkte ist, dass Kernfusion - wenn überhaupt - frühestens in 50 Jahren zur Verfügung stehen wird.
Windenergie da, wo Kernfusion in 50 Jahren sein wird
«Damit käme sie für die Lösung der drängenden globalen Energieprobleme um Jahrzehnte zu spät», bilanzierte der Energiepolitische Sprecher der Grünen, Hans-Josef Fell, schon vor geraumer Zeit in einem Schreiben. Damit die Technologie überhaupt eine Chance hat, müssten laut seiner Rechnung bis 2050 rund 80 Milliarden Euro in die Forschung fließen. Zudem bemerkt Fell: «Bereits heute liegt die Windenergie da, wo die Kernfusion in 50 Jahren sein wird.»
Dazu kommt laut den Grünen, dass es sich bei der Kernfusion um einen Forschungszweig handelt, bei dem es keine Arbeitsplätze außerhalb der Forschungsanlage geben wird.
Aktuell spricht sich der Medienmacher Franz Alt auf seiner Homepage «Sonnenseite» gegen die Kernfusion aus. «Zurück in die Zukunft» titelt er den Text, in dem er auch auf den hohen finanziellen Aufwand der Forschung hinweist.
Als ungefährlich sehen Kritiker den Forschungszweig ohnehin nicht an. Tritium sei kein ungefährlicher Stoff. Zudem entstehe atomarer Restmüll.
san/hav/ivb/news.de
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Warum protestieren wir eigentlich gegen AKW's ? Wir haben doch die Kernkraft-Protagonisten zum Wahlsieg verholfen, oder ? Nein, ziehen wir mit, lasst uns die alten Mähren mit unzertifizierten Notkühl-System-Rohren weiter werkeln, mit den in die Asse reingeträufelten Atommüllfässern, da paassen noch einiges rein, mit Atommüll ins Gorleben-Salz, auf dass die Salzlake die Castoren zerfrisst, lasst uns das Ganze hocherfreut begrüssen, und weiter Frau Dr.Merkel mit ihren wohlmeinenden Freunden wählen, und nicht protestuieren, das geziemt sich nicht, deshalb artig bleiben. Der CDU wird's erfreuenh
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