Der Premier, ein Monster?
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Von Annette Reuther
Artikel vom 23.02.2010
Rumpelstilzchen oder Gentleman: Der britische Premier Gordon Brown kämpft um sein Image. Das leidet derzeit durch Enthüllungen eines Journalisten - kurz vor der Parlamentswahl im Frühjahr ein weiterer Tiefschlag für Brown.
Ein angeblich jähzorniger und tobender Regierungschef Gordon Brown, der seinen Mitarbeitern Angst und Schrecken einjagen soll: Zwar weist Downing Street alle Vorwürfe kategorisch zurück. Doch für Brown - der öffentlich oft mürrisch, aber nie emotional wirkt - sind die Vorwürfe kurz vor der Parlamentswahl im Frühjahr ein neuer Tiefschlag fürs Image. Die Enthüllungen stammen aus einem Buch, das der Journalist Andrew Rawnsley veröffentlichte. Die Details erinnern eher an Rumpelstilzchen als an einen britischen Gentleman.
Demnach soll Brown eine Sekretärin aus dem Stuhl gezerrt haben, weil sie angeblich nicht schnell genug tippte. Einen anderen Mitarbeiter, der einen Empfang für EU-Botschafter organisieren wollte, soll der Premier geschubst und angeschrien haben, warum er denn «diese verdammten Leute» treffen müsse. Einen weiteren packte Brown angeblich am Kragen und schnauzte ihn an, nachdem eine CD mit den Daten von Millionen Kindergeldempfängern verloren gegangen war.
Rawnsley - der für den linksliberalen Observer arbeitet - behauptet auch, dass der Top-Beamte des Landes, Sir Gus O'Donnell, Brown aufgefordert hatte, sein Temperament zu zügeln - ein Vorwurf, den O'Donnells Büro vehement bestreitet.
Fühlten sich Mitarbeiter gemobbt?
Die gewohnt aggressive britische Presse stürzte sich dennoch mit Vergnügen auf die Enthüllungen. «The Prime Monster» titelte das Massenblatt The Sun am Montag in Anspielung auf die englische Bezeichnung «Prime Minister». Öl ins Feuer goss auch die Chefin eines Sorgentelefons. Diese behauptete, dass sich mehrere Mitarbeiter der Downing Street Nr. 10 an die Mobbing-Hotline gewandt hätten. Beweise hatte sie dafür nicht. Und es hieß auch, die Mitarbeiter hätten sich nicht über einen mobbenden Brown beschwert. Pikant ist zudem, dass die Hotline von einer Abgeordneten der oppositionellen Konservativen unterstützt wird.
Brown selbst war schon in die Offensive gegangen, da einige Anschuldigungen bereits in den vergangenen Wochen durchgesickert waren. «Wenn ich wütend werde, dann bin ich es vor allem über mich selbst», sagte der 59-Jährige dem Sender Channel 4. Zwar werfe er dann auch mal «Zeitungen oder so» auf den Boden. Aber er habe «niemals» in seinem Leben jemanden geschlagen oder seine Mitarbeiter angegriffen.
Der Premier ist Tumult in seiner Regierung zwar gewöhnt. Die Regierungskrise nach dem Spesenskandal überstand er vergangenen Sommer mit Müh und Not, auch folgende «Putschversuche» wehrte er ab. Doch in dem jetzigen Kampf geht es besonders rau zu, sind die Vorwürfe doch extrem persönlich - und ob sie wirklich hieb- und stichfest sind, ist auch nicht klar.
«Wollen Sie ein schüchternes Pflänzchen an der Regierungsspitze?»
Brown hat dieses Mal also allen Grund, wütend zu sein. Vor allem auch deshalb, weil ihm die Enthüllungen die Freude über die derzeitige Aufholjagd seiner Labour-Partei vermiesen. In aktuellen Umfragen lag die nur noch sechs Prozentpunkte hinter den konservativen Tories - ein Riesensprung, nachdem Labour im vergangenen Jahr zeitweise bis zu 20 Punkte hinterherhinkte. Und die Wut-Vorwürfe stehen auch im Kontrast zu dem Fernsehauftritt, bei dem Brown zuletzt weinend von dem Tod seiner kleinen Tochter vor vielen Jahren erzählt hatte.
Zur Hilfe eilten Brown dann auch Parteimitglieder und Wirtschaftsminister Peter Mandelson, Labours auserkorener Heilsbringer. Brown sei zwar «fordernd» und auch «eine gewisse Ungeduld» könne man beim Premierminister ausmachen, ein Tyrann sei er jedoch nicht, sagte er. «Aber was wollen Sie denn - ein schüchternes Pflänzchen an der Regierungsspitze?».
hav/tno/reu/news.de/dpa
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Für die BRD wird es immer vollkommen gleich sein wer in irgendeinem Land dieser Welt regiert, speziell in Frankreich, England, Israel, Polen, Tschechei usw. da sich diese um deutsche Interessen nur dann kümmern wenn sie ihnen im Weg sind und alle die Pranken aufhalten zum Kassieren, also warum irgend einen Gedanken an diesen Bobbie Brown verschwenden?
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