Herr Röttgen, mal ehrlich!
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Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner
Artikel vom 29.01.2010
Klimaschützer und Umweltminister scheinen auf keinen gemeinsamen Nenner zu kommen. Vermutlich, weil Ehrlichkeit in der Debatte fehlt.
Auch wenn alle um Höflichkeit bemüht waren: Das Verhältnis zwischen den Unterstützern Erneuerbarer Energien und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist angespannt. Da kann Röttgen sich beim Neujahrsempfang des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien (BEE) noch so lange erklären. Da kann er noch so komplizierte Rechnungen darüber aufstellen, wie wichtig es ist, dass alternative Energien sich auch wirtschaftlich lohnen müssen. Seine Kritiker glauben ihm nicht.
Und das hat sich der Umweltminister selbst zuzuschreiben. Denn seine schönen und schlüssigen Worte hat er bislang mit seinen Taten selbst entkräftet. Augenscheinlich setzt er auf konventionelle Energieversorgung. Aber warum sich der Bau neuer Kohlekraftwerke wirtschaftlich lohnen sollte, ist schwer ersichtlich. Laut schwarz-gelber Zielvereinbarung müssten sie 2050 ohnehin wieder vom Netz. Auch erklärt der Bundesumweltminister nicht, wieso Atom-Wackelmeiler wie Biblis A oder Neckarwestheim I durchaus erst einmal am Netz bleiben sollen.
Bei seinen Kritikern ist der Bundesumweltminister als einer bekannt, der im Hinterstübchen die Etablierung erneuerbarer Energien immer wieder erschwert.
Für die momentane Situation der Bundesregierung in der Wirtschaftskrise, für die schlechte Finanzlage bringen auch die Befürworter alternativer Energien Verständnis auf. Aber nur, wenn ehrlich mit ihnen umgegangen wird.
/ivb/news.de
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