Im Kopf des Attentäters
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Von news.de-Korrespondent Gil Yaron
Artikel vom 23.01.2010
Im Kampf gegen den Terror waren Attentäter bisher im Vorteil: Sie konnten sich unerkannt ihrem Ziel nähern. Eine israelische Firma behauptet, dem ein Ende zu machen. Ihr Gerät soll Terroristen bereits im Vorfeld identifizieren können - indem sie ihre Gedanken liest.
Es hört sich an wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film: Dem jungen Mann ist nicht anzusehen, dass er das Flugzeug entführen will. Er trägt keine Waffen, stammt aus Europa. Doch kurz nach dem Check-In am Flughafen nehmen ihn zwei Sicherheitsbeamte in Gewahrsam, während die anderen Passagiere ins Flugzeug steigen, ohne aufgehalten zu werden. Im Verhör stellt sich heraus, dass der Mann einer Terrororganisation angehört, das Attentat wurde verhindert.
Dieses fiktive Szenario soll schon bald Realität werden. In Israel haben Feldversuche mit einem Detektor begonnen, der angeblich die Gedanken potenzieller Terroristen aus zwei Metern Entfernung ausmachen kann. Ehud Givon, Geschäftsführer der israelischen Firma «weCU» (ein Wortspiel für das Englische: «We see you», «Wir sehen Dich»), ist sich sicher: «Wir werden die Flugsicherheit bedeutend verbessern.»
Das neue System basiert auf einem altbekannten Phänomen: «Menschen reagieren ständig auf äußere Reize. Dabei gibt es einen Unterschied, ob uns der Reiz etwas sagt oder ob er aus unserer Sicht neutral ist», sagt Givon. Säße beispielsweise ein Deutscher zwischen mehreren US-Amerikanern in Texas am Flughafen, könne man sie anfangs nicht unterscheiden. «Jetzt stelle man sich vor, ich spiele ganz leise im Hintergrund ein paar Töne der Nationalhymne», sagt Givon. Den Amerikanern sagt der erste Takt von Josef Haydns Melodie wenig, der Deutsche wird aber unbewusst darauf reagieren.
Reize gezielt einsetzen
«Es handelt sich um minimale Veränderungen», sagt Givon. «Aber sie sind messbar.» Über die Mechanismen, die das neue Gerät verwendet, schweigt Givon sich aus. Die meisten Vorgänge dürften aber bereits seit langem bekannt sein. Bei Erregung steigt die Temperatur der Haut minmal an, da mehr Blut an die Oberfläche strömt, die Atemfrequenz steigt, Pupillen weiten sich, die Stimme vibriert in einer anderen Frequenz. Dies sind nur wenige der vielen bekannten Reaktionen auf Reize, die mit herkömmlichen Methoden messbar sind. «Die eigentliche Arbeit war weniger, neue Messgeräte zu entwickeln. Vielmehr konzentrierte sich unsere Forschung auf die Frage: Wie platziere ich spezifische Stimuli unauffällig so, dass nur die erwünschte Zielgruppe darauf reagiert?», sagt Givon.
Sechs Jahre lang erprobten führende israelische Psychologen und Anti-Terror-Experten das neue Reizsystem, das nun helfen soll, Terroristen bereits im Vorfeld zu entdecken. «Wir können aus einer Entfernung von etwa zwei Metern beobachten, wie der Mensch auf Stimuli reagiert, wenn er beispielsweise seinen Check-In macht», sagt Givon. Innerhalb von zweieinhalb Minuten wird die Person so bis zu sechs verschiedenen Reizen unterworfen, ohne dies zu bemerken. «Es könnte beispielsweise ein Symbol sein, das nur Mitgliedern einer bestimmten Terrorgruppe etwas sagt», sagt Givon.
Entdeckt das System von «weCU» eine Reaktion, wird ein Alarm ausgelöst. «Unser System kann keine Gedanken lesen», betont Givon. «Es kann nur feststellen, ob gewisse Reize einem Menschen bekannt sind oder ihm emotional etwas bedeuten. Es gibt deswegen eine neutrale Warnung. Sicherheitsbeamte müssen später feststellen, woher der Verdächtige diese Reize kennt.» Ein Anti-Terror-Experte könnte also auch im Netz der Fahnder landen.
Wo genau «weCU» zum Einsatz kommt ist vorerst geheim. Laut Givon ist das System aber universell einsetzbar. «Die Stimuli können beliebig ersetzt werden. Man kann die Maschine theoretisch dazu nutzen, um Weinkenner oder Pädophile auszumachen», sagt Givon. Auch in Europa soll man sich für das neue Sicherheitssystem bereits interessiert haben.
hav/ped/news.de
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Mir wird ganz schlecht wenn ich so etwas lese. Wieso müssen denn immer nur die schlimmsten Szenarien aus Science Fiction Filmen Wirklichkeit werden? Da war die Stasi und die DDR ja Kindergarten dagegen! Nicht auszudenken, wofür man so eine Technik alles mißbrauchen kann! Und jeder, der Geld hat, kommt dran. Daß es ausgerechnet aus Israel kommt, ist auch so ein Thema. Übrigens: die Atomkraft wurde ursprünglich auch nur für einen guten Zweck entwickelt und was ist es jetzt? Eine weltweite Bombenbedrohung und ein unverantwortlich gefährliches Werkzeug zur Abzocke von Stromabhängigen Verbrauchern.
jetzt antwortenKommentar meldenSo ein Gerät bräuchten wir schon längst! Und als erstes dürfte es an George W.Busch, CIA und Konsorten getestet werden!
jetzt antwortenKommentar melden*Ja Klasse! So was braucht man in diesen gefährlichen Zeiten* (sarkassmus aus). Es geht doch gar nicht um diesen Terrorismus. Wie ich bereits des öfteren angedeutet habe, glaube ich nicht an islamistischen Terror! Und das ein solches Gerät aus einer Nation kommt, die ihre Nachbarn seit Jahren mit Terror überzieht, ist ja kein Wunder... Mal ganz ehrlich, auch wenn es jetzt noch nicht so weit ist, es geht doch nur darum die gesamte Menschheit in die Sklaverei zu verfrachten. Es fängt damit an das immer mehr kleine Einschnitte in den Menschenrechten gemacht werden und endet in einer Welt voller Sklaven des Kapitals...
jetzt antwortenKommentar meldenDie Gedanken sind nicht mehr Frei.
jetzt antwortenKommentar meldenSolche Geräte benötigen wir! Das schlechte Gewissen des nicht-demokratischen Teils der Welt - endlich wird es sichtbar! Genügt der Check für eine Verurteilung oder für den finalen Rettungsschuss? Kann jedoch auch der scheue Liebhaber gesondert werden, wenn er eine Angebetete sieht? Oder kennt die Messtechnik nur die terroristische Erregung. Aber ein Verkaufsschlager wird’s schon werden, das Gerät. Hoffentlich!
jetzt antwortenKommentar meldenSchoene neue Welt! Bald wird man verhaftet und eingesperrt, weil man nach Meinung eines Detektos moeglicherweise einen Diebstahl begehen wuerde. Die Gedankenpolizei kommt. Aber nach allem was bereits passiert ist an Anschlaegen wird man das wohl ueber sich ergehen lassen muessen. marty
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