Gute, böse Bauern
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Am Rande der Grünen Woche haben sich die Agrarminister aus 50 Ländern dazu entschlossen, den Klimaschutz stärker zu forcieren. Dabei sollen vor allem die Bauern stärker in die Pflicht genommen werden.
Der Klimaschutz in der Landwirtschaft muss nach dem Willen des Berliner Agrarministergipfels drastisch ausgebaut werden. Rund 50 Staaten einigten sich, eine weltweite Initiative anzustoßen, damit Bauern stärker gegen Klimawandel vorgehen.
Die Vereinbarung soll möglichst auch in die Klimaschutzverhandlungen in Bonn und Mexiko in diesem Jahr einfließen. «Wir Agrarminister wollen dort weitergehen, wo die Staatengemeinschaft in Kopenhagen vorerst Stopp gemacht hat», sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Die Länder hätten sich auf einen «Klima-Check» verständigt, um Aktionen je nach den Bedingungen in den Regionen zu prüfen.
Aigner räumte einen Konftlikt ein. «Um im Jahr 2050 alle Menschen auf unserem Planeten mit Lebensmitteln zu versorgen, muss das verfügbare Angebot an Lebensmitteln um 70 Prozent gesteigert werden», sagte sie. «Andererseits müssen wir aber auch alles daran setzen, die Klimabelastungen zu begrenzen. Die Landwirte sind Verursacher und Leidtragende auf der anderen Seite zugleich.» Agrarprodukte müssten möglichst klimaschonend hergestellt werden. Aigner wollte keine Empfehlung für weniger Fleischkonsum geben. Sie rief dazu auf, mit «gesundem Menschenverstand» zu entscheiden.
In der Abschlusserklärung des zweiten Agrarministergipfels heißt es: «Landwirtschaftliche Produktion führt unvermeidlich zu Treibhausgasemissionen. (...) Die Landwirtschaft steht vor der großen Herausforderung, die Produktion auf der vorhandenen Fläche in hoher Qualität deutlich zu steigern und gleichzeitig zur Begrenzung der Treibhausgasemissionen beizutragen.» Bei einer Agrarministerkonferenz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Februar soll über die Initiative beraten werden. Aigner sprach auch von einem wichtigen Schritt vor der Klimakonferenz in Bonn im Sommer.
China wies eine Blockade beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen zurück und sagte weitere Anstrengungen zu. «Ich bin der Meinung, dass die chinesische Delegation auf der Kopenhagener Konferenz verantwortungsbewusst und voll aktiv nach vorne gerichtet gearbeitet hat», sagte der chinesische Vize-Agrarminister Niu Dun auf einem Forum vor dem Gipfel. China habe «als das größte Entwicklungsland dieser Welt» ein Interesse daran, den Klimawandel aufmerksam anzugehen.
Frankreichs Agrarminister Bruno Le Maire schlug einen EU-Ausgleichsfonds für Bauern vor. Spanien als EU-Ratspräsidentschaft kündigte mehrere Initativen für das erste Halbjahr 2010 an. Das afrikanische Burkina Faso verlangte mehr Mittel. Afrika wolle seinen Anteil leisten, sagte Agrarminister Laurent Sédogo. «Dafür brauchen wir Unterstützung von der internationalen Gemeinschaft.»
Die Grüne Woche lockt auch bei ihrer 75. Auflage die Massen. Am zweiten Tag der weltgrößten Schau der Agar- und Ernährungsindustrie strömten die Besucher in Scharen in die Hallen am Berliner Funkturm. «Unsere Erwartung von rund 120.000 Besuchern bis Sonntagabend dürften sich erfüllen», sagte der Sprecher der Messe Berlin, Michael Hofer. Die Branchenschau hat 1600 Aussteller aus 56 Ländern. Russische Aussteller konnten sich über einen Vertrag in Höhe von zwei Millionen Euro mit einem deutschen Unternehmen über die Lieferung von Rentierfleisch freuen, wird die russische Ausstellungsleitung im Messebericht zitiert.
ham/kat/news.de/dpa
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Oh, da war aber einer in der Schule... Es geht aber darum, daß der Mensch sich immer mehr ausbreitet und Flächen bewohnt, die Ackerland waren. Daß sich die Wüsten unaufhaltsam ausbreiten und der Meeresspiegel steigt. Daß durch intensive Landwirtschaft der Grundwasserspiegel sinkt und das Wasser knapp wird, die Böden auslaugen, immer größerer Bedarf an neuen Anbauflächen entsteht, diese aber zB im Regenwald nur ein paar Jahre genutzt werden können, zurück bleiben öde Steppen. Ein Getreidefeld kann niemals die klimatische Funktion eines Waldes ersetzen. Das zu glauben ist Ahnungslosigkeit.
jetzt antwortenKommentar meldenAlso jetzt mal in aller Ruhe: Pflanzen sind, a) Nahrungsmittel, b) Kohlendioxidbinder oder -verbraucher und c) bäuerliche Anbauprodukte, sowie d) Co/2-Mangelwesen. Wenn Sie das nicht glauben, dann gehen Sie einmal in ein Gewächshaus eines Gärtners. Dort werden Pflanzen mit Co/2 gedüngt.Im Übrigen nennt man den Vorgang Photosynthese, bei dem Kohlendioxid in wieder brennbare Stoffe umgewandelt wird. Als Feststoff entstehen Kohlenhydrate, die wiederum Sauerstoffradikale binden können. Gegenteiliges ist politsches Dampfgeplauer nach dem Motto, war ich auf der Schule oder bin ich Politiker geworden.
jetzt antwortenKommentar meldendie Nahrungsmittelproduktion um 70% steigern? Ohne das Klima weiter zu schädigen? Hä? Am besten noch mit genmanipulierten Pflanzen? Und noch mehr Gift - äh Dünger und Schutzmittel? Wo? Auf den Restflächen des noch- Urwalds? Ja gehts noch??? Stoppt das Bevölkerungswachstum! Wenn es sein muß mit Bildung und etwas Wohlstand auch für die Armen, denn dann kriegen die auch keine 10 Kinder mehr, die unbedingt durchgefüttert werden und überleben müssen.
jetzt antwortenKommentar meldenAllerdings ist auch der sich immer gerierende Bauernpräsident Snnleitner lediglich ein seniler Dampfplauderer!
jetzt antwortenKommentar meldenJeder Landwirt auf der Welt, der etwas auf sich hält, sollte das ministeriable Pack zum Teufel jagen. Nur so wird der Ernährungsstand seiner Aufgabe gerecht. R fordert: Respekt vor Nahrung und den Leistungen der Landwirte. Reinigt den Ernährungsstand von politischen Diktaten. (Erinnert sei an BSE, dem Resultat der Verknappung von Weideflächen und dem Zufüttern von fleischlichem Kraftfutter).
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