Kopenhagen kurz vor dem Kollaps
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Krise beim Gipfel: Kurz vor dem Eintreffen der Staats- und Regierungschefs wollen die Dänen keinen Entwurf für ein Klimaabkommen vorlegen. Angela Merkel warnte vor einem Scheitern des Gipfels.
Die Dänen werfen offenbar das Handtuch. Wie die Nachrichtenagentur Ritzau aus der Umgebung des Konferenzpräsidenten und Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen erfuhr, will die dänische Präsidentschaft keinen Entwurf für ein gemeinsames Klimaabkommen vorlegen. Man wolle den am Gipfel in Kopenhagen beteiligten Ländern nun den Verhandlungsprozess selbst überlassen, hieß es weiter.
Zuvor hatte der TV-Senders DR noch berichtet, dass die Dänen geplant hatten, den wichtigen Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien und Südafrika ein «Ultimatum» zu stellen. Delegationskreise der Klimagipfelgastgeber bestritten zuvor Medienberichte, wonach das Ziel eines umfassenden Klimaabkommens bereits zugunsten einer relativ kurzen Schlusserklärung aufgegeben worden sei. In der Nacht waren alle Verhandlungen ergebnislos abgebrochen worden.
Hinter den Kulissen macht auch die EU Druck, möglichst schnell den seit dem Wochenende angekündigten Entwurf für einen Vertragstext vorzulegen. Aus diplomatischen Kreisen hieß es: «Die Voraussetzungen für einen Vertrag sind da, aber ohne funktionierende Verhandlungen kann es nicht weitergehen.» Im Tagesverlauf werden die ersten der etwa 120 erwarteten Staats- und Regierungschefs beim Klimagipfel erwartet.
Merkel: «Die Nachrichten sind nicht gut»
Kurz vor ihrer Abreise warnte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer Regierungserklärung vor einem Scheitern des Gipfels. «Wenn wir jetzt nicht die notwendigen Weichenstellungen vornehmen, riskieren wir dramatische Schäden», sagte Merkel am Morgen im Bundestag. «Das wird besonders die ärmsten Staaten treffen. Aber keiner wird davon verschont sein.»
Merkel betonte, wenn in Kopenhagen keine verbindliche Verpflichtung zu einer Begrenzung des Anstiegs der Erderwärmung auf maximal zwei Grad erreicht werde, wäre die Konferenz gescheitert. «Ich werde alles versuchen, zusammen mit unserem Umweltminister, dass es gelingt.» Derzeit sei allerdings «kein vernünftiger Verhandlungsprozess» in Sicht. Wörtlich sagte die Kanzlerin: «Die Nachrichten sind nicht gut.»
Merkel rief die mehr als 190 Staaten auf, in Kopenhagen Kompromisse einzugehen. Das gelte auch für die USA, deren Reduzierungsabsichten «nicht ambitioniert genug» seien. Insgesamt seien die Zusagen der Industriestaaten noch nicht ausreichend, bemängelte die Kanzlerin. Daher falle es auch den Schwellen- und Entwicklungsländern schwer, größere verbindliche Zusagen zu machen. Doch ohne deren Verpflichtungen werde es nicht gelingen, die Erderwärmung auf zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.
Röttgen: Puzzle kann zusammengesetzt werden
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) räumte ein: «Es ist eine Krisensituation der Verhandlungen.» Er betonte aber: «Die Möglichkeit, zu einer konkreten Entscheidung, die wir brauchen, zu kommen, besteht.» Hierfür bleibe noch Zeit. Alle Teile für eine Lösung lägen auf dem Tisch. «Wir brauchen den politischen Willen, aus den Puzzleteilen das Puzzle zusammenzusetzen. Das geht.» Röttgen sieht die Entwicklungsländer, auf die auch China Einfluss habe, als Ursache der stockenden Gespräche.
Andere Spitzenpolitiker wie der britische Premierminister Gordon Brown und der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg äußern sich wegen der Verzögerungen und fehlender Fortschritte bei den Gesprächen skeptisch über die Erfolgsaussichten. Die bisherige Konferenzpräsidentin Connie Hedegaard hatte bereits am Dienstagabend eindringlich vor einem Misserfolg gewarnt. Nach Ansicht des Chefs des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), Achim Steiner, ist ein Erfolg nur dann noch möglich, wenn die Industrieländer den Entwicklungsländern ernsthafte finanzielle Zusagen machen.
hav/twa/nbr/news.de/ddp/ap/dpa
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Muss hinzufügen: Der vom Menschen verursachte CO2-Ausstoß wird in wenigen Tausendstel gemessen. Das ist alles. Alles andere ist Wettersache. Also wo ist unser Einfluss? Und egal was Medien vorgaukeln, Sie glauben doch selbst nicht, der Mensch könne das Wetter machen. Dann hätte doch wohl die Weltmacht USA längst Taifune und Hurrikane abgeschafft. Bitte informieren Sie sich dort, wo niemabd Geld dafür nimmt. Fragen Sie, wem nutzt die Klimalüge? Na, die Abwrackprämie vergessen, Altwagenbesitzer zu Krediten gezwungen etc? Leute wacht auf!!
jetzt antwortenKommentar meldenWenn der Klimahysteriegipfel scheitert, ist dies kein Beinbruch. So wird die größte Geldvernichtungsmaschine um den angeblich menschengemachten Klimawandel gestoppt und das Geld könnte in real notwendige Umweltschutzprojekte gesteckt werden und nicht für ein erfundenes Problem verschwendet werden.
jetzt antwortenKommentar meldenWie mikroskopisch klein der Fortschritt auf der Konferenz auch immer seein wird. Ich glaube der Fortschritt der Erderwärmung wird immer größer sein. Ich wohne in einer stadt in der nähe der Ostsee. Wann kann man Palmen draussen pflanzen und wie lange. Ich glaube,dass ich es noch erlebe. jedenfalls eher als greifende Schritte. Joachim Busch, Lübeck
jetzt antwortenKommentar meldenBärbel Höhn ist unglaubwürdig. Erst warb sie in NRW für schwarz-grün, dann für rot-rot-grün und jetzt wirbt sie für Jamaika. Als Umweltministerin genehmigte sie den Braunkohletagebau Garzweiler II, den Steinkohlebergbau Walsum wollte sie. Jetzt kämpft sie gegen moderne Kohlekraftwerke. 10 Jahre fuhr die Frontfrau im Fond eines Audi A 8. Jetzt fordert sie umweltfreundliche Fahrzeuge. Von dieser Frau werden wir nur verhöhnt! soddemann-aachen@t-online.de
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