«Krieg ist manchmal notwendig»
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«Man muss es eben nehmen wie ein Camping-Wochenende», sagte Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi und wurde dafür viel gescholten. Ein Überblick der wichtigsten Politiker-Zitate 2009.
US-Präsident Barack Obama am 9. Januar: «Ich habe während des Wahlkampfes und auch nach der Wahl klar gesagt: In meiner Amtszeit werden die USA nicht foltern.»
Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) am 9. Februar mit Blick auf den Mauerfall zu Ex-Sowjet-Präsident Michail Gorbatschow: «Wir werden dir und deinem Volk niemals vergessen, was du damals getan hast.»
US-Präsident Barack Obama am 24. Februar: «Wir lebten in einer Ära, in der zu oft kurzfristige Gewinne höher geschätzt wurden als langfristiges Wachstum. Wir schafften es nicht, weiter als an die nächste Gehaltszahlung, das nächste Quartal, die nächste Wahl zu denken.»
US-Präsident Barack Obama am 5. April in Prag: «Ich möchte heute also ganz deutlich und mit Überzeugung Amerikas Bereitschaft erklären, den Frieden und die Sicherheit in einer Welt ohne Atomwaffen anzustreben.»
US-Präsident Barack Obama am 6. April in der Türkei: «Lasst mich das so klar wie nur möglich sagen, die USA sind nicht in einem Krieg mit dem Islam, und werden es nie sein.»
Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi am 8. April nach einem Erdbeben mit rund 300 Toten in der Region Abruzzen: «Man muss es eben nehmen wie ein Camping-Wochenende.»
Nordkoreas Außenministerium am 14. April über die Sechs-Länder-Atomgespräche: «Wir werden niemals mehr an diesen Gesprächen teilnehmen.»
Veronica Lario, Ehefrau des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, am 3. Mai: «Meine Ehe ist zu Ende. Ich kann bei keinem Mann bleiben, der mit Minderjährigen verkehrt.»
Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi am 26. Juni: «Die Italiener lieben mich so, wie ich bin. Großzügig, ehrlich, zuverlässig.»
US-Präsident Barack Obama bei der Vorstellung neuer Umweltvorschriften am 19. Mai: «Wir haben Jahrzehnte lang zu wenig getan.»
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am 5. Juli: «Wir haben erstmals eine nationale Zustimmung für die Formel ‹Zwei Staaten für zwei Völker› erzielt.»
Der afghanische Präsident Hamid Karsai über Fälschungen bei der Präsidentenwahl vom 20. August: «Wenn es Betrug gab, war er harmlos - das passiert überall auf der Welt.»
Der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker am 29. September im Europaparlament zur De-facto-Ablösung der Gruppe der mächtigsten Industriestaaten (G7) durch die G20-Gruppe: «Die Weltgemeinschaft steht nicht unter dem G20-Kommando.»
US-Präsident Barack Obama nach seiner Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis am 9. Oktober: «Ich verdiene diesen Preis noch nicht.»
Der EU-kritische tschechische Präsident Vaclav Klaus am 3. November. Nachdem das tschechische Verfassungsgericht grünes Licht für den Vertrag von Lissabon gegeben hat, unterzeichnet Klaus als letztes Staatsoberhaupt der EU: «Die Entscheidung des Verfassungsgerichts habe ich erwartet und respektiere ich, auch wenn ich mit deren Inhalt und Begründung grundsätzlich nicht einverstanden bin»
Die dänische Präsidentin des UN-Klimagipfels, Connie Hedegaard, am 12. Dezember zu Vertretern der fast 100.000 Demonstranten bei der Entgegennahme ihrer Forderungen: «Ihr habt recht, es ist genug geredet. Jetzt müssen wir handeln.»
US-Präsident Barack Obama bei der Verleihung des Friedensnobelpreises am 10. Dezember: «Krieg ist manchmal notwendig.»
bjm/san/dpa
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