Die Erde vom Weltall aus betrachtet. Der Klimawandel verändert ihr Gesicht. Menschen, Tieren und Pflanzen macht das Probleme.
Die Erde vom Weltall aus betrachtet. Der Klimawandel verändert ihr Gesicht. Menschen, Tieren und Pflanzen macht das Probleme.
Wer im Dezember segeln geht muss hart sein, oder verrückt. Oder er muss ein Ziel vor Augen haben. Wie die 80 Klimapiraten. Mit den Schiffen Lovis und Petrine schippern sie dem Weltklimagipfel entgegen. Eindrücke vom Seeweg nach Kopenhagen.
Tag 1, Samstag, 5. Dezember:
Endlich ist der Tag gekommen: angefangen bei einem gutbesuchten Hafenfest, Klavierspiel mit spontaner Begleitung und vielen freudig tanzenden Piraten, haben wir um 12 Uhr mit einer spektakulären Performance den Greifswalder Museumshafen verlassen. Bejubelt von der Greifswalder Bevölkerung ist die entschlossene Meute mit Sack und Pack aufgebrochen. «Auf nach Kopenhagen – Klimaschutz wagen!» tönte es durch den Greifswalder Hafen.
Nach Passieren der Wiecker-Brücke hissten wir die Segel, auf denen in großen Lettern «Act the f**ck now!» prangt. Die erfahrene Loviscrew half den Landratten unter uns das Piratenhandwerk aufzufrischen. Denn nicht Allen sind die Künste der Seefahrt in die Wiege gelegt worden. Um der Kälte zu trotzen, packten wir uns in den folgenden Stunden dicker und dicker ein. In Stralsund angekommen erwartete uns das zweite Piratenschiff die Petrine. 21 wild entschlossene Piraten enterten das Schiff auf der Stelle. (...)
Tag 2, Sonntag, 6. Dezember:
Bei Nebel stechen die zwei Schiffe Petrine und Lovis in See. (…) Also Frühstück um sieben, ablegen und Segel hissen um acht Uhr. Hartes Brot für alle nach einer durchzechten Nacht. Unter Land ist der Wind schwach, Windstärke zwei-drei vielleicht. Auf jeden Fall haben wir eine ruhige, ja fast zu ruhige See. Steuerbord lassen wir Hiddensee liegen, der Wind nimmt zu, Seeadler sind zu sehen. Mit sechseinhalb Knoten geht’s in Richtung Dänemark. Ein sportlicher Auftritt der deutschen Küstenwache erinnert uns an unseren Grenzübertritt. Die Stimmung in den Mannschaften ist gut. Viele genießen den Wind, die steife Brise im Gesicht, die Seile in den Händen, den weiten Blick übers Meer, nachdem sie eine so lange Zeit auf Land verbringen mussten. Gegen Mittag haben wir Windstärke drei-vier. Als die Wellen fast bis an die Reling schäumen haben wir die ersten Seekranken zu beklagen. (...) Bevor wir in Klintholm einlaufen, müssen wir noch einmal in dramatischer Aktion die Segel einholen.(...)
Tag 3, Montag, 7. Dezember:
Und wieder sehr zeitig, um 7:00 Uhr, gab es Frühstück, dafür allerdings ein längeres. Zum wach werden einen Energizer und dann wurde die
DongEin Unternehmen, das im Ausland, auch in Deutschland, Kohlekraftwerke plant. Die Klimapiraten wollen bei der Niederlassung in Kopenhagen demonstrieren.-Aktion weiter geplant. Unser nächstes Ziel, Falsterbo, war um die 30 Seemeilen entfernt. Mit zwei bis drei Knoten waren wir aber nicht sonderlich schnell und mussten gegen Abend unter Motor laufen. Der Wind hat kontinuierlich abgenommen, was uns einen wunderbar ruhigen Tag beschert hat. Viel schlafen, sich ausruhen und gegenseitiges Geschichten erzählen war angesagt. Es war entsprechend ruhig und seekrank wurde heute keiner. (…)
Tag 4: Dienstag, 8. Dezember: Wieder ist frühes Aufstehen angesagt, aber der Tag verspricht ruhig zu werden. Das erzählt die Pressekoordinatorin der Piraten Ines Blank news.de am Telefon, bevor die Klimapiraten ersteinmal für mehrere Stunden in den Weiten des Meeres verschwinden.
«Klimapiraten» ist eine offene Kampagne junger Menschen, mehrheitlich zwischen 20 und 30 Jahren. Sie wollen, dass sich Deutschland in Kopenhagen gemeinsam mit der EU für ein starkes und faires Abkommen zum Weltklimaschutz einsetzt. Die Segeltörn nach Kopenhagen ist die letzte Aktion einer mehrmonatigen Kampagne für den Klimaschutz. 80 der insgesamt 240 Mitglieder sind mit dabei. Mit der Piratenpartei haben die Klimapiraten nichts zu tun.
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