Die Erde vom Weltall aus betrachtet. Der Klimawandel verändert ihr Gesicht. Menschen, Tieren und Pflanzen macht das Probleme.
Die Erde vom Weltall aus betrachtet. Der Klimawandel verändert ihr Gesicht. Menschen, Tieren und Pflanzen macht das Probleme.
Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner
Rund 50.000 Protestierende wollen ihre Botschaften in Kopenhagen deutlich machen. Doch nicht alle verfolgen das selbe Ziel. Während die einen das Klima retten wollen, kommen andere zum Randalieren.
Wie rettet man das Klima? Das Klima rettet uns liebe Leute oder auch nicht. Irgendwann wird der letzte von uns sagen: «Sorry Klima.» Und das Klima wird antworten: «Ach, halb so schlimm. Aber, lass dich nicht aufhalten.»
Die Delegierten diskutieren schon in Kopenhagen. 80 Klimapiraten schippern noch auf hoher See. Irgendwo zwischen Greifswald in Deutschland und der dänischen Hauptstadt sind die jungen Aktivisten derzeit unterwegs. Ihr Ziel: «Kopenhagen muss der Einstieg in eine Kehrtwende werden. Nach jahrelangem Reden und Nichtstun muss endlich etwas passieren», sagt Projektkoordinator David Wagner news.de.
Protest wollen die jungen Klimaschützer aber auch ganz konkret bei Dong anbringen. Einem dänischen Unternehmen, dass im Ausland neue Kohlekraftwerke errichten will. Eins davon in Lubmin, Mecklenburg-Vorpommern.
80 Mann vor einer Firmenniederlassung fallen sofort auf. Schwieriger wird es für sie bei den Protesten für den Klimagipfel werden. Zur großen Demonstration am Samstag werden 50.000 Menschen aus der ganzen Welt erwartet, von einfachen Friedensaktivisten bis hin zu professionell organisierten Verbänden.
Manche haben sich zusammengeschlossen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace zum Beispiel ist Teil des Climate Action Network (Can). Can vereinigt international rund 500 Nichtregierungsorganisationen unter sich, die alle für ein Nachfolgeprotokoll von Kyoto protestieren. Mit dem «Fossil des Tages» planen sie, regelmäßig eine Nation beim Gipfel auszuzeichnen, die einem Kyoto-Nachfolgeprotokoll aktuell besonders im Wege steht. Greenpeace Deutschland wird dann am nächsten Tag die Botschafter der jeweiligen Regierungen in Berlin aufsuchen und sie mit dem «Klimakiller des Tages» küren. Als erstes Land wurde Österreich mit dem Negativpreis bedacht.
Steinwerfer unter den Klimaaktivisten
Obwohl das Hauptziel viele eint, herrscht kein Friede unter den Umweltaktivisten. Die «Kleinen» werfen den «Großen, Professionellen» mitunter vor, von Regierungen beeinflusst zu sein. Auf der Internetseite des Magazins Wir Klimaretter schreibt Brick Medak, Referent für Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland: «Den ‹etablierten› Umweltverbänden wird gerne vorgeworfen, dass sie sich gemein machen mit den Mächtigen der Welt und zu einer echten Opposition gar nicht mehr fähig seien (...).» Und weiter: «Anstatt sich zu unterstützen, beäugt man sich gegenseitig mit Misstrauen. Und schwächt damit die Zivilgesellschaft und ihren Einfluss vor dem Klimagipfel von Kopenhagen ganz erheblich.»
Noch schwieriger wird es, wenn auch die Ziele nicht mehr gemein sind. Die dänische Polizei ist längst gerüstet, in Erwartung zahlreicher Linksextremisten, die mit Klimaschutz wenig am Hut haben, sondern allein der Randale wegen nach Kopenhagen reisen. Für Unruhe sorgte auch der Aufruf des klima!bewegungsnetzwerks auf dem Berliner Mc Planet Kongess im Sommer dieses Jahres. Aktivisten forderten dort, Kopenhagen «massiv zu stören». Tadzio Müller, Aktivist bei gegenstromberlin und Redakteur der Zeitschrift Turbulence versteht diesen Standpunkt und erklärt auf Wir Klimaretter : «Der UN-Gipfel wird diese Vorschläge nicht diskutieren oder gar umsetzen können, viel zu sehr ist er in die Strukturen eingebunden, welche die Klimakrise erst produziert haben.» Und weiter: «Was wir brauchen ist ein Bruch, ein Neuanfang, eine wirkliche Klimabewegung. Um diesen Bruch zu erzeugen brauchen wir massenhafte, auch ungehorsame Aktionen. Gegen den Gipfel (…) - und gegen den zivilgesellschaftlichen Schmusekurs mit Regierungen, den zu viele NGOs seit zu langem fahren.»
Indes: Menschen wie die jungen Klimapiraten lassen sich trotz allem nicht abhalten, für ein stichhaltiges Klimaschutzkonzept zu protestieren. Und auch nicht vom Wirrwarr verschiedener Protestgruppen. Dazu Projektkkordinator David Wagner: «Wir treten dort nicht allein als Klimapiraten in Erscheinung, sondern in einem Netzwerk mit anderen Klimaaktivisten. Und wenn dann am Ende 50.000 Leute zusammenkommen, können sie schon Druck machen». Klar ist für ihn auch, dass dieser Druck friedlich ausgeübt wird. «Friedlich, aber nachdrücklich.»
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Leserkommentare (2)
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jetzt antworten Kommentar meldenDie Welt braucht den Klimawandel durch CO2 verursacht sonst sind alle Aktivisten und Experten arbeitslos und das können wir uns nicht leisten.
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