Verschiebebahnhof der Macht
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Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner
Artikel vom 07.12.2009
Nach zähen Diskussionen haben es die Vereinten Nationen doch noch geschafft, sich in Kopenhagen an einen Tisch zu setzen. Um über das Weltklima zu verhandeln. Doch eigentlich geht es um Macht.
Während die Delegierten in Kopenhagen gemeinsame Ziele suchen, sind die Folgen des Klimawandels längst spürbar. Eisbären schmilzt der Lebensraum unter den Tatzen weg, Stürme und Überschwemmungen setzen den Menschen zu. Besonders trifft es dabei wieder einmal die Ärmsten der Armen und oft die, die sehr wenig zum CO2-Ausstoß beitragen.
Wir Reichen merken von den Auswirkungen der Klimaerwärmung wenig. In Deutschland freuen wir uns höchstens über wärmere Sommer und darüber, dass in unseren Weinanbaugebieten jetzt auch südländische Sorten gedeihen.
Jedoch: Kopenhagen könnte uns die Folgen des Klimawandels spürbar machen. Denn käme es dort zu einer Einigung, - einer gerechten wohlgemerkt - müssten vor allem die reichen Länder Tribut zollen. Sie sind die größten CO2-Verursacher und die, die die auf Kosten anderer im Wohlstand leben.
Bei den Diskussionen im Vorfeld ging es vor allem um Macht und darum, dass wir Menschen in reichen Ländern unseren Lebensstandard einschränken müssen. Das haben wir in den Industrieländern erkannt – und eingelenkt. Sogar die USA , auf der Liste der Umweltsünder ganz vorne, legte zaghafte Klimaschutzziele vor.
Kopenhagen kann somit ein Schritt sein, dass Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer ein wenig auf einander zu gehen. Und ein Beitrag dazu, die Machtverhältnisse auf der Welt ein kleines bisschen gerade zu rücken.
san/mic/news.de
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