Mo., 13.02.12
Klimawandel

Klimaverhandlungen Der Eisbär ist nicht das einzige Opfer

Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner

Artikel vom 07.12.2009

Der Countdown ist vorbei. In Kopenhagen beginnen heute die Verhandlungen um das Weltklima. Umweltexperten drängen auf einen Erfolg. News.de erklärt, was in der dänischen Hauptstadt passiert.

Wer trifft sich in Kopenhagen?
In Kopenhagen treffen sich Delegierte aus 190 Ländern. Der Gipfel gilt als eines der größten Treffen der Vereinten Nationen. Er dauert zwölf Tage.

Warum treffen sich die Delegierten in Kopenhagen?
In der dänischen Hauptstadt soll eine Nachfolge-Vereinbarung für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll vereinbart werden. Am Ende des Gipfels soll ein gemeinsames Konzept, bestenfalls ein bindendes Klimaabkommen, stehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verringerung von CO2-Emissionen. Die Weltgemeinschaft hat sich stark auf die Vereinbarung zubewegt, dass zwei Grad Temperaturerhöhung im Vergleich zur industriellen Zeit nicht überschritten werden sollen. Ansonsten kommt es laut Klimaexperten zu einer drastischen Erwärmung des Weltklimas. Dieser Klimawandel gilt als ernste Gefahr für jedes einzelne Land der Erde. Er bedroht die Lebensräume von Menschen, Tieren, Pflanzen und Ökosystemen.

Wie wird verhandelt?
Die rund 15.000 Teilnehmer, die nach Schätzung der Umweltschutzorganisation Greenpeace für Kopenhagen erwartet werden, müssen ihre Entscheidungen einstimmig treffen. Jedes Land hat eine Stimme. Ein kleines Land hat dabei das gleiche Stimmrecht wie ein großes Land. Trotzdem dominieren die mächtigen Industrieländer den Gipfel.

Warum ist es so schwer, ein verbindliches Abkommen zu schaffen?
Weil sich Industrieländer, Entwicklungs- und Schwellenländer untereinander nicht einig sind. Streitpunkte sind vor allem die Lastenverteilung und das Geld. Anders als bei der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls sollen diesmal auch Schwellenländer wie China und Indien oder Entwicklungsländer verbindliche Zugeständnisse zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen machen. China und Indien fordern jedoch eine Vorleistung der Industrieländer. Sie sollen ihre Emissionen bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 um 25 bis 40 Prozent senken. Die Entwicklungsländer sehen sich als Emissions-Opfer und wollen Milliardenhilfen, um Deichbau oder die Sicherung ihrer Ernährung finanzieren zu können.

Welche Rolle muss Deutschland spielen?
Deutschland hat angeboten 30 Prozent der Emissionen bis 2020 zu reduzieren, 40 Prozent, wenn andere Länder mitmachen. Regierungsberater empfehlen, die 40 Prozent anzubieten, selbst wenn die anderen Länder nicht mitmachen. Denn laut Experten braucht es Pioniere, die vorangehen. Deutschland und Europa sollten demnach hochgesteckte Ziele definieren. In der Realität hat sich die Europäische Union bislang aber nur vage zu ihren Zielen geäußert.

Und die USA?
Die USA werden eine Schlüsselrolle spielen. Lange Zeit drohte der Gipfel zu scheitern, weil Präsident Barack Obama seine Klimaziele den eigenen Leuten scheinbar nur schwer vermitteln konnte. Inzwischen haben die USA jedoch Vorschläge vorgelegt. Diese reichen zwar noch lange nicht aus, um die Klimaerwärmung zu stoppen, schaffen aber eine Verhandlungsbasis.  Als positiv werden auch die geänderten Reisepläne des US-Präsidenten gewertet. Anstatt zu Beginn, will er nun am Ende des Gipfels anwesend sein und damit die Bedeutung eines Abkommens unterstreichen. Als Entgegenkommen werten die USA, dass Schwellenländer wie China und Indien inzwischen eingelenkt haben und sich offener zeigen, für Klimaverhandlungen und für die Reduzierung von Treinhausgasen im eigenen Land.

Welches Echo hat der Gipfel?
Begleitet wird der Gipfel von zahlreichen Aktionen und Protesten von Umweltschützern. Kopenhagen soll ein friedlicher Gipfel werden. Trotzdem gibt es auch gewalttätige Demonstranten. Viele Klimaschützer bringen jedoch ihre Ziele friedlich zum Ausdruck. Dies zeigen schon Aktionen im Vorfeld. Umweltaktivistien von Greenpeace zum Beispiel wanderten CO2-neutral zum Gipfel, die «Klimapiraten» befinden sich derzeit auf hoher See. Sie reisen per Segelschiff in die dänische Hauptstadt. Am kommenden Samstag ist eine große Demonstration geplant. Laut einigen Klimaschützern reichen die bislang geäußerten Ziele der Länder immer noch nicht aus, um den Klimawandel vollständig zu stoppen. 

jan/news.de
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Klimaverhandlungen: Der Eisbär ist nicht das einzige Opfer » Politik » Nachrichten

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Leserkommentare (13)
  • Kommentar: 13
  • 10.12.2009 07:47
von
romeo

Trotz der angeblich meschengemachten Erderwärmung gibt es gegenwärtig so viele Eisbären wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Insofern ist das Ausgangsfoto pure Manipulation. Außerdem hat es in den vergangenen Jahrtausenden mehrere Wärmeperioden gegeben, in denen es deutlich wärmer als heute war. Die Eisbären sind trotzdem nicht ausgestorben.

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  • Kommentar: 12
  • 08.12.2009 12:40
von
ragnaroekr
Antwort auf Kommentar 11

Sehr gut! Das will jedoch niemand wissen. Die Politik will den Menschen Lebensführungsschuld einreden. Um Ablass zu erteilen. Der Ablass von heute ist die Steuer auf das Verschmutzungsrecht oder die Lizenz auf Verschmutzung. Vielleicht bereiten sie jedoch auch einen Klimakrieg vor. Denn es lässt sich sehr leicht rechtfertigen, dass wegen des Klimawandels massenhaft Chemie versprüht werden muss. Und daher gilt: R braucht keinen Klimawandel. Er sagt den Klimafundamentalisten "Prima Klima".

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  • Kommentar: 11
  • 08.12.2009 12:26
von
Wolfer

Meinung zum Klimawandel Ich bin für den Umweltschutz, aber ist der Mensch allein für den Klimawandel verantwortlich? Ich glaube nein, denn - Warum heißt Grönland eigentlich Grönland, also grünes Land? Sicherlich nicht weil es schon immer mit Eis bedeckt war, oder? - Warum hatten wir in Mitteldeutschland eine Eiszeit? - Warum wird der Urwald gerodet um Pflanzen, wie Raps, für deutschen BIOKRAFTSTOFF anzubauen? - Warum waren die heutigen Wüsten einmal fruchtbar? - Warum entstehen bzw. verschwinden seit tausenden von Jahren in der Südsee eigentlich Inseln? Dies sind nur einige Fragen. Vier Ereignisse meiner Fragen passierten ohne den Menschen! Ist doch komisch, oder?

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  • Kommentar: 10
  • 08.12.2009 09:02
von
ragnaroekr

Wer geozeitliche Schwankungen in Zyklen von zig-tausend Jahren (Klima genannt) mit seiner 80-jährigen Lebenserfahrungen rechtfertigt, verdient für ebendiese das Prädikat erstaunlich. Und wenn einer 105 Jahre alt ist, bleibt er Metrodramaturg, wenn er an den Klimaschwindel glaubt. Es gilt: Ohne den Treibhauseffekt wäre die Erdtemperatur ca. 35 Grad niedriger, also bei uns ca. 20 G minus. Und wer sagt, damit könne er wie bisher leben, der ist Staatsbeamter oder Hartzler. Der Klimaschwindel ist daher unverschämte Lebensplanungskritik. Pol. Unverschämtheit begegnet R mit Weisheit: Prima Klima.

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  • Kommentar: 9
  • 08.12.2009 03:40
von
Pro LIbertate

Steuern auf CO2 werden gar nichts ändern, außer Verarmung im Norden und künstliche Bereicherung im Süden = dicke Autos für die Diktatoren & viel stark verschmutzende Industrie, millionen neue, billige und also sehr schmutzige Autos, welche viel mehr CO2 und andere - tatsächlich schädliche - Abgase produziren werden. Für jede Tonne "gesparten" CO2s bei uns werden 20 zusätzliche Tonnen in der Dritten Welt produziert, durch die Gelder, die zwangstransferiert werden.

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  • Kommentar: 8
  • 08.12.2009 03:38
von
Pro LIbertate

Die Erwaermung dauert seit 1750, der kleinen Eiszeit; wir kehren nur zu "normalen" oder "optimalen" Temperaturen zurück. Bis 1850 war es nämlich immer noch bitter kalt und das war gar nicht gut. Niemand hat im geringsten belegt, dass wärmer schlecht ist; warm = gut, kalt = schlecht! Sibirien ist fast 2x so gross wie die USA und im Moment meist viel zu kalt. Ein paar Grad mehr würde diese Region in ein Wunderland verwandeln, wie auch grosse Teile Kanadas.

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  • Kommentar: 7
  • 08.12.2009 03:14
von
Pro LIbertate
Antwort auf Kommentar 5

Haha, also Sie sind ca. 85 Jahre alt und debattieren hier wie ein 20 jaehriger Gruenschnabel? Glaube ich bestenfalls mit Geburtsurkunde :p Außerdem: ihre persoenliche Erinnerung waere ohnehin bedeutungslos. Sie sind ja wohl vor 80 Jahren nicht über den ganzen Globus gereist (wie ich seit 30 Jahren). Sodann hätten Sie zuerst mal eine ABKUEHLUNG bemekrt, von ca. 1950 bis 1975. Damals sagten die Unken eine neue Eiszeit vorraus.

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  • Kommentar: 6
  • 07.12.2009 18:59
von
kato
Antwort auf Kommentar 2

es ist mir wesentlich lieber, wenn mit Klimabeschützern... Geld gemacht wird. Landminen, Waffen jeglicher Art und Kriegsspiele sind die schlimmeren Geiseln. Ansonsten empfehle ich den Film "Home.de". Dieser ist zu diesem Thema wirklich beeindruckend und übrigens im Internet ohne Kosten einsehbar (Youtube). Ein besonders eindruckender Schlusssatz "Für Pessimismus ist es zu spät" In diesem Sinne, hoffe ich sehr dass endlich auch greifbare Ergebnisse geliefert werden. Übrigens mit grünen Marken an Autos wird man 40 % nicht erreichen. Hier sind auch die Unternehmen gefragt.

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  • Kommentar: 5
  • 07.12.2009 17:49
von
basba

Wer wie ich die letzten 8o Jahre erlebt hat kann an der Erd-Erwärmung nicht zweifeln. Ich komme mir vor wie auf der sinkenden Titanik. Unten dringt Wasser ein und oben spielt die Kapelle.Ragnarökr tanzt dazu. nomen est omen.

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  • Kommentar: 4
  • 07.12.2009 16:39
von
Pro Libertate

Antwort: Climategate Die Erderwaemung ist natuerlich, wenn ueberhaupt. Den Eisbaeren geht es blendend . Winter ist wie gehabt. Die Maldiven auch. Geht nur Macht und Geld

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  • Kommentar: 3
  • 07.12.2009 15:57
von
ragnaroekr

Zunächst vielen Dank für news, den Bericht und den Hinweis auf die Eisbären. H. Meyer - K 1 - danke für die Hinweise auf Vernunft. Den Ansprüchen des Forums gemäß verwirft R alles, den Klimawandel und insbesondere die Vernunft. Wie js ausführt, bedarf die Population der Eisbären auch keines Schutzes, sie wächst und gedeiht auch so. Ich pers. bin auch mit dem viel geschähten Treibhauseffekt zufrieden und widerspreche der versammelten Empörung in Kopenhagen und ihrem Schlachtruf: wir wollens kälter. R hat ein ungestörtes Verhältnis zu C02 und gönnt den Pflanzen die Photosynthese. Prima Klima!

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  • Kommentar: 2
  • 07.12.2009 14:42
von
js

Ich kann das nicht mehr hören, die von den öffentlichen Meinungsmachern propagierte KLIMMA- LÜGE. Das nicht eingehen wollen auf Fakten, wie z.B. die Zunahme an Eisbären (1950 ca.5000, heute ca. 25000!!!) oder das jährlich ganz normale Wegbrechen von Eis in der Arktis und keine Veränderungen in der Antarktis, ist höchst fragwürdig und nicht tolerierbar. Es gibt keine KLIMMAKATASTROPHE, sie wird von den Medien und Lobbyisten gemacht, denn nur mit Angst Verbreitung kann ordentlich abgeschöpft werden.

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  • Kommentar: 1
  • 07.12.2009 12:40
von
Hartmut Meyer

Die Welt war sich noch nie so uneinig wie jetzt. Nationale Interessen überwiegen jede Vernunft,auch wenn Sie selbst,beweisbar,spürbar,negativ vom Umweltgeschehen, betroffen sind. Keine Regierungsform führte bislang zu Frieden und dauerhafter Solidarität zwischen allen Menschen.Im Gegenteil,der eigene Reichtum ist das wichtigste geworden. Es gibt global keine Einigung.

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