Nato schickt weitere 7000 Soldaten
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Die Verbündeten der USA in Afghanistan haben nach Angaben von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen 7000 weitere Soldaten für das Jahr 2010 zugesagt. Es lägen Angebote aus «mindestens 25 Ländern» vor.
«Sie haben 7000 angeboten und es werden noch mehr kommen», sagte Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel nach Beratungen der Nato-Außenminister. Zusammen mit den von US-Präsident Barack Obama angekündigten US-Soldaten würden daher mindestens 37.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan geschickt. Die von der Nato geführte Afghanistan-Schutztruppe Isaf hat derzeit 83.500 Soldaten. Davon stellen die USA 44.600.
Deutschland hält sich bedeckt. «Wir sind bereit, mehr beim zivilen Aufbau zu tun, insbesondere beim Aufbau der Polizei, der Schulung der Polizei», sagte Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Rande des Nato-Treffens. Es müsse «eine selbsttragende Sicherheit in Afghanistan durch die Afghanen selbst geben». Deutschland werde jedoch erst nach der internationalen Afghanistankonferenz Ende Januar über mögliche Truppenverstärkungen entscheiden und wolle eine «Abzugsperspektive» noch innerhalb der nächsten vier Jahre erarbeiten.
Nato-Diplomaten sagten, Deutschland sei um 2000 zusätzliche Soldaten gebeten. «Wir werden über die Ziele reden», sagte Westerwelle. «Aber eine Debatte, die sich lediglich auf die Frage verkürzt, wie viele Soldaten - ob mehr oder nicht - das ist aus unserer Sicht weder zielführend noch angemessen.»
Zufriedene USA
Die USA indes sind nach dem Beschluss zur Entsendung von zusätzlichen 30.000 eigenen Soldaten nach Afghanistan zufrieden mit der Reaktion der Nato-Partner. «Die Antwort war positiv», sagte US-Außenministerin Hillary Clinton vor Beginn über Beratungen der Nato-Außenminister in Brüssel. Clinton sagte, die Isaf brauche nicht nur Ausbilder. «Es geht um das ganze Spektrum von Kampftruppen und um mehr Ausbilder.»
Der britische Außenminister David Miliband sagte: «Jeder einzelne Minister, der an diesen Beratungen teilnimmt, sollte sich selbst fragen, ob er militärisch und zivil das Größtmögliche für den Erfolg in Afghanistan tut».
Nach Angaben eines Isaf-Sprechers gibt es von 103 im kommenden Jahr benötigten Ausbildungsteams für die Armee bisher nur 62. Für die Polizeiausbildung sind bisher lediglich 16 von 180 Ausbildungsteams an Ort und Stelle.
san/ruk/news.de/ap/dpa
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