Minarettverbot macht Deutschland Sorgen
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Das Schweizer Minarettverbot stößt in Deutschland größtenteils auf Unverständnis und Besorgnis. Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf den Volksentscheid im Nachbarland.
«Wir haben der Schweiz von hier aus selbstverständlich keine Ratschläge zu geben», sagte der stellvertretende Regierungssprecher Christoph Steegmans in Berlin. «Die Bundesregierung ist sich sicher, dass die Religionsfreiheit in der Schweiz ein genauso hohes Gut ist wie in Deutschland», betonte er zugleich.
Die Religionsfreiheit umfasst in Deutschland auch das Recht, Moscheen zu errichten, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte. Dies habe die Islamkonferenz im März vergangenen Jahres auch ausdrücklich festgestellt, ohne allerdings speziell auf Minarette einzugehen. Die Entscheidungen, ein solches Haus zu errichten, beträfen in Deutschland in erster Linie das Baurecht, erläuterte er.
Steegmans sagte, die Bundesregierung habe Interesse an guten Lösungen vor Ort mit allen Beteiligten mit dem Ziel von Integration und Religionsfreiheit. Das Referendum in der Schweiz habe keine Auswirkungen auf Deutschland.
Erzbischof Zollitsch in Sorge
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Freiburgs Erzbischof Robert Zollitsch, sieht die Entscheidung der Schweizer gegen den Bau weiterer Minarette skeptisch. Zollitsch sagte den Stuttgarter Nachrichten, «gerade weil wir Christen die Einschränkungen der Religionsfreiheit in muslimisch geprägten Ländern ablehnen und verurteilen, setzen wir uns nicht nur für die Rechte der dortigen Christen ein, sondern auch für die Rechte der Muslime bei uns».
Zollitsch verwies auf ein Papier der Deutschen Bischofskonferenz von 2008, in dem es heißt, dass zur Religionsfreiheit in Deutschland «auch das Recht der Muslime auf den Bau würdiger Moscheen» zähle. Bei der architektonischen Ausgestaltung müsse allerdings das sozialkulturelle und städtebauliche Umfeld beachtet werden, fügte der Erzbischof hinzu. Notwendig sei ein Dialog zwischen den muslimischen Trägervereinen, den Vertretern der Kommunen und der Bevölkerung, um «verträgliche Lösungen» zu finden.
Am Sonntag hatten sich bei einem Referendum in der Schweiz 57,5 Prozent der Teilnehmer gegen den Bau von Minaretten in ihrem Land ausgesprochen. Muslimische Verbände, Religionswissenschaftler und Politiker in Deutschland reagierten empört auf das Votum.
Bayerns Innenminister sieht «Warnsignal»
Die Schweizer Volksabstimmung gegen den Bau von Minaretten sollte nach Ansicht des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU) in Deutschland als «Warnsignal» verstanden werden. Herrmann sagte, Stimmungen in der Bevölkerung sollten nicht negiert oder verdrängt werden. Es gebe ein «emotionales Unbehagen vieler Mitbürger».
Herrmann mahnte zugleich: «Erfolgreiche Integration erfordert eben nicht nur Toleranz von Deutschen oder von Christen, sondern sie erfordert auch einen Respekt der Muslime vor der religiösen Überzeugung anderer bei uns hier.» Viele Bürger verstünden zudem nicht, warum «von Seiten der SPD oder der Grünen nach wie vor für die Aufnahme der Türkei in die Europäische Union geworben» werde, es aber «bis heute definitiv keine echte Religionsfreiheit für Christen in der Türkei» gebe.
«Zur Moschee gehört ein Minarett»
SPD-Fraktionsvize Olaf Scholz sprach von einem «falschen Signal» aus der Schweiz: «Muslime müssen Moscheen bauen können. Dazu gehört auch ein Minarett, so wie der Kirchturm zur Kirche.» Die migrationspolitische Sprecherin der Linken, Sevim Dagdelen sagte, das Ergebnis des Referendums schüre die Angst vor dem Islam: «Die Stammtischparolen haben gesiegt. Diese Stimmungsmache und Hetze sind aber auch in Deutschland erfolgreich.» Deutschland brauche eine klare Abgrenzung gegenüber rassistischen Parolen, egal von wem sie stammen.
FDP-Innenexperte Hartfried Wolff erklärte: «Die Minarettdiskussion muss sachlich geführt werden. Religionsfreiheit garantiert den Bau von Moscheen, ebenso wie den Bau von Kirchen - aber nicht schrankenlos. Ein Moschee-Neubau muss sich in unsere Rechts- und Gesellschaftsordnung einfügen und damit auch die geltenden Bebauungsvorschriften einhalten. Insofern gibt es ebensowenig ein übergeordnetes Menschenrecht auf Minarettbau wie auf Kirchturmbau.»
Ein wichtiger Aspekt sei immer die Akzeptanz bei der Bevölkerung und der Respekt vor ihrer kulturellen Tradition.
Der kirchenpolitische Sprecher der Grünen, Josef Winkler, hält ein Minarettverbot in Deutschland für undenkbar. Das in Deutschland grundgesetzlich garantierte Religionsfreiheit umfasse nicht nur die private Ausübung der Religion, sondern schütze auch die Religionsgemeinschaft als Ganzes und lasse «ein Verbot der Sichtbarkeit religiöser Versammlungsräume» nicht zu. Dass sich in Deutschland viele Moscheen in Hinterhöfen, Industrie- und Gewerbegebieten befinden, werde von vielen Muslimen zurecht als unwürdig empfunden.
Zugleich sei aber nicht zu leugnen, dass es gegen Moscheebauten - ob mit oder ohne Minarett - immer wieder Bedenken in der nichtmuslimischen Bevölkerung gibt, die ernst genommen werden müssten.
mac/san/news.de/dpa/ddp/ap
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Moscheen ermöglichen Gebetsversammlungen auch ohne Minarette, wie auch die vielen christlichen Freien Gemeinden ohne Kirchtürme auskommen. Auch sie befinden sich in der Regel in Hinterhöfen, Industrie- und Gewerbegebieten, werden jedoch von ihren Mitgliedern nicht als unwürdig empfunden. Etwas mehr Sensibilität der Islam-Vertreter gegenüber der nichtmuslimischen Bevölkerung wäre angebracht.
jetzt antwortenKommentar meldenMein Dank an die Schweiz. Sie hat verstanden was Erdogan meinte als er 1997 sagte "Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Kuppeln unsere Helme. Die Gläubigen unser Soldaten, Die Minarette unsere Bajonette. Die Demokratie ist der Zug auf den wir aufspringen, bis wir unser Ziel erreichen". Zitat Ende
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jetzt antwortenKommentar meldenIch weiss nicht was das soll wegen des Minarettverbotes in der Schweiz, es ging ja nur um den Bau dieser Türme nicht um die der Moschees die können immer noch gebaut werden und ich denke dass die Gläubigen nicht auf dem Turm ihre Gebete verrichten. Einer Umfrage in Deutschland hat doch auch ergeben dass der grösste Teil der deutschen Bevölkerung auch gegen den Bau von Minaretten ist. Also was soll das gezeter und Geschrei wegen dem was wir hier abgestimmmt haben und noch was viele junge Muslime die auch das Schweizerbürgerrechte haben, haben zum grossen für ein Minarettverbot gestimmt.
jetzt antwortenKommentar meldenNachdem es nun sogar eine muslimische Partnervermittlung gibt, habe ich die Hoffnung, dass die Frauen aus ihrer isolation heraus wollen. Ich bin über den sehr hohen Mitgliedereintrag ebenso überrascht.Klickt doch mal an:www.muslima.com und ihr werdet die schönsten aller Muliminnen sehen können (überwiegend sogar ohne Kopftuch oder Verschleierung. Das muss doch eine Ohrfeige für die männlichen Moslems sein, dass ihre unterdrückten Frauen nun endlich in die Öffentlichkeit drängen. Aber viele von ihnen wollen natürlich nur einen Moslem kennenlernen. Leider !
jetzt antwortenKommentar meldenLieß mal den letzten Satz,Kommentar 16,Pope. Es gibt noch einige Orden,wo die Schwesterntracht sehr darauf"trachtet",das man weder Bein noch Haar sieht.Bei der sog."Heiligen katholischen Kirche"die ganau gleichen Hintergründe wie bei einer Vielzahl konservativer Türkinnen.Die Nonnen oder Ordensschwestern sind mit Jesus verbandelt und haben so durch Verdecken von Bein und Haar ihre Keuschheit auszudrücken.Genau Gleiches gilt für die verheiratete Türkin.
jetzt antwortenKommentar meldenVermummung von Nonnen? Wo, bzw. wann lebst Du denn? Das ist doch schon ewig lange her, dass die so eingepackt waren, dass man nur das Gesicht sehen konnte. Und mir sind ehrlich gesagt die Bankenhochhäuser lieber als die Minarette.
jetzt antwortenKommentar meldenRussen,Juden, Itakker, Polen....bald sind alle Völker durch;Deutschland, Deutschland.... Nun beginnen wieder die Kreuzzüge! Moslems,Juden,Buddhisten,Christen,Schintoisten, Naturreligionen und sog.Heiden.Wer hat die ewige Weißheit und das Recht auf absolutes Wissen gepachtet?Die männlichen Moslems bleiben unter sich bei Gebet,die männlichen Juden tun es ebenso,Frauen ab auf die Empore.Bei den Katholiken dürfen nur die männlichen Vertreter das Amt des Pastoren ausüben. Im Iran und im Irak gibt es vermummte Frauen,bei uns haben wir uns über die Vermummung von Nonnen gewöhnt.Es ist alles relativ und die Zeit macht alles gleich.
jetzt antwortenKommentar meldenfred,die Glaubensgrundlagen,die 10 Gebote sollte man kennen,wenn man sich zu anderen Religionen äußert.1.Gebot.Ich bin der Herr,dein Gott!Es gibt keine anderen Götter neben mir.Übrigens,Glauben ist nicht Wissen.Gebetshäuser ohne Minarette sind wie Kirchen ohne Glockentürme.Stell dir mal den Dom von Venedig ohne seinen Campanile vor!Stätten zur Verkündigung von Religion müssen auch als solche erkennbar sein.Was wären wir auch kulturell ohne den Kölner Dom,den Dom zu Spayer,den Petersdom oder die Hagia Sophia in Istanbul.Eine Skyline von Minaretten wie die von den Finanzwirtschaftsinstituten in Frankfurt am Main darf es nicht geben.
jetzt antwortenKommentar melden:) Echt lesenswert die Kommentare bei der TAZ. Linke verteidigen die rückständigste Idiologie die derzeit die Welt heimsucht. Man faßt sich an den Kopf. Dazu paßt wie die Faust aufs Auge das bei der Demo für die C-Klasse von Daimler Leute mit einem Transparent von Che Guevara dabei waren. Che kämpft jetzt auch für Bonzenkarren. Ich bin weg ... mir wird übel !
jetzt antwortenKommentar meldenIch stimme Ihrer Meinung voll zu, wenn ich eine Person eingehüllt in eine Burka sehe, habe ich jedesmal ein ganz mulmiges Gefühl. Wer oder was verbirgt oder versteckt sich darunter??? ist es wirklich eine harmlose Frau??? oder ein waffentragender Binladen?? Verwendet man hier nicht ein vorgetäuschtes Recht um unsere Bürger zu provozieren? die größte Gefahr besteht aber darin, das es Parteien gibt, welche um die Stimmen der Muslime buhlen selbst um den Preis das eigene Volk in Gefahr zu bringen.
jetzt antwortenKommentar meldenNach dem Volksentscheid in der Schweiz treten in der Öffentlichkeit Reihenweise Islamisten auf und sind darüber empört. Wo ist denn die Empörung dieser Leute wenn von Ihren Glaubensbrüder in fast allen Ländern unbeteiligte Menschen, auch Frauen und Kinder weggesprengt werden. Was ist das für ein Glaube der die Leute verherrlicht die Ihr Leben wegwerfen um Unschuldige zu töten? Dass in der Welt eine Antiislamistische Stimmung herrscht ist ganz allein den Islamisten selbst zuzuschreiben, die Ihren Glauben über alles stellen - auch über das Leben anderer. Diesen Glauben kann man nicht wollen!
jetzt antwortenKommentar meldenIhr Kommentar Nr.7 ist wohl verfehlt,Sie sind ein Moslem und kein Christ.Es wäre gut wenn Sie mal das Buch kaufen würden"Der Islam -Wie er wirklich ist". Hochachtung für die Schweiz.Sie Herr Josef Winkler der Grünen Sie sind kein Christ sonder ein Moslem, Minaretten gehören keine in Deutschland zugelassen, Gebehtshaüser kann man zulassen doch nicht mehr!Übrigens die Glaubensgrundlagen der Musleme heist:Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist der Gelalbte Allas.Wo bleibt der Christliche Glaube,Christust Gottes-Sohn,die Drei Einigkeit? Gottvater,Gottes-Sohn und Gottes-Heiligergeist,Deutschland geht den Abrund entgegen.
jetzt antwortenKommentar meldenWer in der Schweiz seine Meinung sagt ist ein aufrechter. Wer dies in Deutschland tut, ist ein Rechter. Das kann nicht gerecht sein.
jetzt antwortenKommentar meldenDie Schweiz macht das, was Deutschland denkt. Einfach mutig und ehrlich die Schweizer. Wie viele Kirchenglocken läuten wohl in der Türkei? Keine, verboten.
jetzt antwortenKommentar meldenAber wie die Abstimmung hier zeigt haben zumindest die Leser von NEWS.DE mehr Verstand als Politiker und Medien zusammen. :)
jetzt antwortenKommentar meldenHallo, ich stimme Ihnen voll zu. Bei der nächsten Wahl werde ich mir überlegen, ob ich nicht die Partei wählen werde, die sich gegen eine Islamisierung in Deutschland einsetzt.Solche Typen wie den "Roteschalträger" von den Grünen brauchen wir nun wirklich nicht.Ich lebe heute schon Abends und Nachts in Ängsten vor den Messerstechern. Wie sollen erst meinen Enkeltöchter leben? Vermummt mit einer Scharia? Nein Danke.Der Bau dieser Moscheen ist ein Anfang.
jetzt antwortenKommentar meldenSoll die Überschrift ein Witz sein ? halten Sie etwa die Bedenkenträger und Volksverdummer in der POlitik für "Deutschland"?Das Volk hat sich in der SChweiz anders entschieden als die Pseudodemokraten´von oben das gern gehabt hätten , kein Zweifel das man uns in Deutschland eine solche Möglichkeit auf keinen Fall geben wird.
jetzt antwortenKommentar meldenEndlich ein Land das dem Islamismus Parole bietet. Unsere Poltitiker die gerne das gleiche machen wollten haben nicht den schneid dazu. Die Minerette sollen da gebaut werden wo sie auch hingehören. Eine Katoliche oder Evangeliche Kirche dürfte nie dort gebaut werden. Mit welcher Frechheit und selbstverständlichkeit wird das von uns verlangt.
jetzt antwortenKommentar meldenJetzt gehts doch erst richtig los. Die Schweizer wollen jetzt auch durch ein Volksbegehren die Burka verbieten. Jepp ! Eine gute und notwendige Initiative. Das Kopftuch dabei nicht vergessen. Ist auch ein Symbol des radikalen Islam und zur freien Religionsausübung genau so unnötig wie ein Minaret. Ich wünsche den Schweizern viel Erfolg damit. Weitere Länder werden folgen.
jetzt antwortenKommentar meldenHerzlichen Glückwunsch an die Schweizer und dessen Regierung, die unserer Regierung erst einmal zeigen, was Demokratie ist und nicht Willkürentscheidungen, mit denen das Volk entmündigt wird. Der Deutsche darf nämlich keine eigene Meinung mehr haben. Die Schweizer Regierung ist eben nicht nur eine Marionette anderer Länder.
jetzt antwortenKommentar meldenIch bin CHRIST und ich brauche KEINE KIRCHE um meinen Glauben zu leben. PUNKT! Warum brauchen andere Menschen sowas um IHREN Glauben auszuleben? Man könnte ja mal einen gewagten Vergleich anstellen... viele sind gegen Killerspiele, weil sie angeblich aggressiv machen und angeblich Leute deswegen Amok laufen...
jetzt antwortenKommentar meldenDas Recht geht vom Volk aus.... ...aber offensichtlich nur in der Schweiz!! Armes Deutschland, armes Österreich - aber Eure dummen Politpfeifen habt Ihr selbst gewählt!
jetzt antwortenKommentar meldenWas wäre denn wenn Deutsche (oder Schweizer) nach einem islamistischen Land auswandern würden und wollten dort eine christliche Kirche gebaut haben?????
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