Razzia gegen mutmaßliche Spione
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Von Norbert Demuth
Artikel vom 24.11.2009
Einsatz in München: Wohnungen von vier mutmaßlichen Agenten der chinesischen Regierung sind von der Polizei durchsucht worden. Sie sollen unter Verdacht stehen, die deutsche Uiguren-Gemeinde ausspioniert zu haben.
Einem Bericht von Spiegel Online zufolge und nach Informationen der Nachrichtenagentur ddp stehen sie unter Verdacht, die deutsche Uiguren-Gemeinde ausspioniert zu haben.
Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft bestätigte lediglich, dass Objekte bei vier Beschuldigten wegen «Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit» durchsucht worden seien. Ihnen werde vorgeworfen, die Uiguren-Gemeinschaft ausgespäht zu haben. Festnahmen habe es bislang nicht gegeben. Am Nachmittag liefen die Vernehmungen der Beschuldigten, über deren Nationalität sich der Behördensprecher nicht äußerte.
Spiegel Online berichtete weiter, dass nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft die mutmaßliche Agentengruppe aus dem Generalkonsulat in München heraus von einem Diplomaten gesteuert werde.
Die Uiguren sind eine islamische Volksgruppe in China. In ihrer Heimatprovinz Xinjiang gab es in diesem Jahr blutige Auseinandersetzungen mit den chinesischen Behörden. Dabei kamen mindestens 150 Menschen ums Leben. In München ist mit dem Uigurischen Weltkongress die wichtigste Exilorganisation angesiedelt. In Deutschland leben nach Einschätzung der der Gesellschaft für bedrohte Völker 500 bis 600 Uiguren. Rund 95 Prozent davon sind im Großraum München angesiedelt.
hav/news.de/ddp
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