Altersbezüge Für die Rentner kommt es immer härter

Zwei Nullrunden, nun auch steigende Beiträge für die Krankenkasse: Die Senioren in Deutschland müssen in diesen Tagen eine Schreckensmeldung nach der anderen verkraften. Sozialverbände schlagen Alarm.

Auf die Rentner kommen höhere Belastungen zu. (Foto)
Auf die Rentner kommen höhere Belastungen zu. Bild: dpa

Auf die 20 Millionen Rentner in Deutschland kommen voraussichtlich neue Zusatzbelastungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu. Darauf hat der Präsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, hingewiesen. Der Grund: Die neue Bundesregierung will den Arbeitgeberbeitrag zur GKV einzufrieren. Weil damit auch der Beitrag der Rentenkassen zur Krankenversicherung der Rentner festgeschrieben würde, müssten Ruheständler steigende Beiträge allein tragen, sagte Rische. Vor allem für die Bezieher niedriger Renten würden die finanziellen Spielräume enger.

Zuvor war bereits bekannt geworden, dass sich die Rentner in den nächsten zwei Jahren auf Nullrunden einstellen müssen.  Da die für die Rentenberechung maßgebliche Lohnsumme wegen der Wirtschaftskrise schrumpft, müssten die Renten eigentlich sogar sinken. Das verhindert jedoch die von der Großen Koalition eingeführte Rentengarantie. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung, Alexander Gunkel, hatte am Dienstag gesagt, erst 2012 sei wieder mit einer geringen Rentenerhöhung zu rechnen.

Wohlfahrtsverbände zeigen sich angesichts der Negativmeldungen für die Rentner alarmiert. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) fordert Korrekturen bei der Berechnung. «Das Kurzarbeitergeld muss aus der Lohnsumme verschwinden, die der Rentenberechnung zugrunde liegt. Derzeit senkt das Kurzarbeitergeld die Lohnsumme und wirkt sich damit negativ auf die Renten aus», sagte SoVD-Präsident Adolf Bauer zu news.de. Zudem warnt der SoVD vor künftigen Dämpfungen bei der Rentenerhöhung. «Was jetzt nicht gekürzt wird, darf später nicht durch gedrosselte Rentenerhöhungen wieder reingeholt werden. Wenn der Staat eine Rentengarantie abgibt, muss das auch eine echte Garantie sein», sagte Bauer.

Auch der Sozialverband VdK fordert von der Bundesregierung, auf das Nachholen der entgangenen Kürzungen zu verzichten. VdK-Präsidentin Ulrike Mascher sagte der Bild: «Halbierte Rentenanpassungen sind den Rentnern nicht zuzumuten, da diese bereits 2004 bis 2006 Nullrunden zu verkraften hatten.»

twa/jan/news.de/dpa

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Leserkommentare (5) Jetzt Artikel kommentieren
  • Hans
  • Kommentar 5
  • 12.05.2010 11:22

Was tut der VDK für seine Mitgl.die sind fast alle Rentner.???? Ich sehe nur für Kinder und Harzt 4, wo bleiben die Rentner die den VDK Beitrag zahlen.???

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  • sputnik1506
  • Kommentar 4
  • 17.03.2010 16:44

Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber.... Dieser uralte Spruch stimmt immer noch.

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  • Elster
  • Kommentar 3
  • 17.03.2010 07:50

Für den Staat sind wir Rentner sehr gut ,wenn wir im Sarg liegen . Da brauchen die nicht mehr zu zahlen .Weil Du arm bist mußt Du früher sterben ,daß ist die reine Wahrheit . Man kann sich ja dann nicht mehr leisten ,alle Anwendungen zu bezahlen ,wo Zuzahlungen verlangt werden .

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