Stichwahl in Afghanistan abgesagt
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Nach dem Rückzug von Ex-Außenminister Abdullah Abdullah wird die umstrittene Stichwahl in Afghanistan abgesagt. Das teilte der Vorsitzende der Unabhängigen Wahlkommission, Daud Ali Nadschafi, in Kabul mit. Hamid Karzai wurde zum Wahlsieger erklärt.
Nach Abdullahs Rückzug am Sonntag hatte Karzai zunächst angekündigt, als einziger Kandidat bei der für kommenden Samstag geplanten Stichwahl anzutreten. Abdullah hatte unter Verweis auf erneut drohende Manipulationen bei der zweiten Runde der Präsidentenwahl seine Teilnahme abgesagt.
Die Internationale Gemeinschaft war dem Vernehmen nach strikt gegen eine Stichwahl mit Karzai als einzigem Kandidaten. Ein westlicher Diplomat, der ungenannt bleiben wollte, sagte, es wäre «lächerlich», für eine Wahl mit klarem Ausgang Geld auszugeben und Leben zu riskieren. Die Taliban hatten bereits die erste Wahlrunde am 20. August massiv mit Anschlägen und Angriffen gestört.
Am Vormittag war überraschend UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kabul eingetroffen. Er kam zu getrennten Gesprächen mit Karzai und Abdullah zusammen. Ban sagte nach den Treffen, er sei sich sicher, dass die umstrittene IEC «verfassungsrechtlich korrekte Vorgehensweisen» für den weiteren Wahlverlauf anwenden werde. Zuvor hatte Abdullah erfolglos gefordert, dass Karzai den IEC-Chef und drei Minister wegen Wahlbetrugs ablöst.
Die afghanische Verfassung sieht weder den Rückzug eines Kandidaten noch eine Absage der Stichwahl vor. Artikel 61 bestimmt, dass der Präsident im ersten Wahlgang mit mehr als 50 Prozent der Stimmen gewählt werden muss, was Karzai nicht gelungen war. Damit wurde die Stichwahl zwischen ihm und dem Zweitplatzierten Abdullah notwendig. Nach offiziellen Angaben waren bereits rund 15 Millionen Wahlzettel für die Stichwahl zwischen Karzai und Abdullah gedruckt worden. Nach Abdullahs Rückzug war eine extrem geringe Wahlbeteiligung befürchtet worden.
Herausforderer Abdullah waren bei der Stichwahl wenig Chancen eingeräumt worden. Nach dem um gefälschte Stimmen bereinigten Endergebnis der August-Wahl hatte der Ex-Außenminister in der ersten Runde fast 20 Prozentpunkte hinter Karzai gelegen. Der Amtsinhaber hatte die absolute Mehrheit mit 49,67 Prozent der Stimmen knapp verfehlt.
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Karzai, ein ehem. Talban, dteht auf der Gehaltsliste der Ölmultis. Welchen echten Demokraten interessiert diese Verfassung , welche die Scharia zum Inhalt hat, denn wirklich? Abdullah hat es vollkommen richtig gemacht. Zu viele Menschen seines Volkes sind und werden bei Betrugswahlen, getötet.
jetzt antwortenKommentar meldenDie Geschichte wirds weisen, dass wieder einmal der CIA die Finger im Spiel hatte. Einen besseren Lakaien wie Meister Karsei konnte man nicht bekommen.
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