Herausforderer von Karzai droht mit Boykott
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Die geplante Stichwahl um das Präsidentenamt in Afghanistan könnte platzen: Der Herausforderer von Amtsinhaber Karzai, Abdullah Abdullah, will die Wahl boykottieren - wenn er keine verbindlichen Zusagen für einen fairen Ablauf der Abstimmung erhält.
Der frühere Außenminister Abduallah Abdullah wolle an diesem Wochenende bekanntgeben, ob er den Wahlgang am 7. November boykottiere, sagte ein Mitarbeiter des Abdullah-Lagers am Morgen in Kabul. Die Drohung fußt auf gescheiterten Gesprächen zwischen Abdullah und dem Amtsinhaber Hamid Karzai. Bei diesen Gesprächen sollten verschiedene Bedingungen für einen glaubwürdigen Ablauf der für 7. November geplanten Wahl gestellt habe, sagte ein Gewährsmann.
Karzai und Abdullah hatten dem Gewährsmann zufolge in den vergangenen Tagen intensive Gespräche geführt, die am Freitag ergebnislos abgebrochen wurden. Abdullah habe dabei ein Abkommen über eine Machtteilung anstelle der zweiten Wahlrunde gefordert, der Amtsinhaber habe jedoch auf der Abstimmung beharrt, sagte der Gewährsmann, der anonym bleiben wollte.
Die Stichwahl wurde angesetzt, nachdem tausende zugunsten Karsais manipulierte Stimmen bei einer Revision der Wahl vom 20. August für ungültig erklärt wurden. Karzais Ergebnis fiel damit unter die für den Sieg notwendige 50-Prozent-Marke. Dennoch lag Karsai auch nach Abzug gefälschter Stimmen noch fast 20 Prozentpunkte vor Abdullah.
Vor wenigen Tagen hatte Abdullah die Entlassung des Vorsitzenden der umstrittenen Wahlkommission (IEC) gefordert. Um eine «freie und faire» Stichwahl zu ermöglichen, müssten IEC-Chef Asisullah Ludin sowie drei Minister abgelöst werden. Abdullah macht die Kommission sowie Teile der Kabinetts für massive Wahlfälschungen zugunsten von Amtsinhaber Karzai verantwortlich. Die IEC hat die Vorwürfe zurückgewiesen und lehnt einen Wechsel an ihrer Spitze ab.
Unsicher ist, ob viele Afghanen überhaupt an der zweiten Runde teilnehmen. Schon im August war die Wahlbeteiligung mit knapp 38 Prozent gering gewesen. Vielfach hatten die Taliban mit Überfällen und Anschlägen für ein Fernbleiben der Bürger von den Urnen gesorgt. Auch die Stichwahl wollen die Taliban behindern. Bei einem Angriff der Aufständischen auf ein UN-Gästehaus in Kabul waren am Mittwoch auch fünf Mitarbeiter der Vereinten Nationen getötet worden.
hav/news.de/ap/dpa
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Lesters Kommentar, einzigartig. Er hat Strucks Freiheit nach Deutschland zurück geholt. Abdullah kneift vor Karzai, was würde er gegen die Taliban veranlassen? Diese Feigheit wird in Deutschland honoriert, insbesondere durch die Linke, dem chronischen Irrtum über politisches Personal. Mao, Stalin, Honecker, alles von den Linken hoffierte Gestalten geschichtlicher Verwerfung. Dies mahnt den Gerechten zur Frage, wie groß ist der Irrtum der Linken über die Führer der Linken in unserem schönen Deutschland?
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