Tauchen gegen den Untergang Unterseesitzung für das Klima

Maldives Underwater Cabinet (Foto)
Das maledivische Kabinett unterzeichnete unter Wasser einen Aufruf an die Staaten der Welt, dem Klimawandel entgegenzutreten. Bild: ap

Die Malediven versinken im Meer, dem Klimawandel sei Dank. Um mehr Aufmerksamkeit für das Problem und den Kampf gegen den Klimawandel zu erhalten, tagte das maledivische Kabinett medienwirksam unter Wasser - in Taucheranzügen.

Die in Taucheranzüge gekleideten Minister und ihr Präsident Mohamed Nasheed verbrachten eine halbe Stunde auf dem Meeresboden. Sie verständigten sich per Hand und Schriftzeichen, wie der britische Sender BBC berichtete. Der für Dezember in Kopenhagen geplante Weltklimagipfel dürfe nicht scheitern, forderten sie. Bei einer späteren Pressekonferenz sagte Nasheed auf die Frage, was dem Land in diesem Fall drohe: «Wir sterben.» Er fügte hinzu: «Wenn die Malediven jetzt nicht gerettet werden können, dann glauben wir kaum, dass es für den Rest der Welt noch Hoffnung gibt.»

Die Inseln des kleinen Staats am Äquator mit dem blühenden Tourismusgeschäft würden im Wasser versinken, wenn sich der Meeresspiegel durch den Klimawandel weiter anhebt, befürchten die Malediven. Nach Vorhersagen der Vereinten Nationen kann der Meeresspiegel bis zum Jahr 2100 um bis zu knapp 60 Zentimeter steigen. Damit würden weite Teile der rund 200 bewohnten Koralleninseln überflutet. Insgesamt besteht der kleine Staat mit seinen rund 385.000 Einwohnern aus 1190 Inseln. Tourismus und Fischerei sind Haupteinnahmequellen.

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kab/news.de/dpa

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