Start für «gigantisches Datenmonstrum»
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Erst sollte sie 2006 kommen, dann wurde sie auf 2007 verschoben. Nun startet die elektronische Gesundheitskarte am 1. Oktober - zunächst nur in der Region Nordrhein. Bis Ende 2010 soll sie dann bundesweit eingeführt sein.
Kommen sollte sie schon vor Jahren, doch erst jetzt ist es so weit: Der Startschuss für die elektronische Gesundheitskarte fällt. Am Ende sollen 80 Millionen Deutsche die neue Karte für Besuche beim Arzt nutzen, um «elektronische Rezepte» einzulösen oder Notfalldaten zu speichern. Das kleine Plastikrechteck im Scheckkartenformat soll die Patientenversorgung in Deutschland revolutionieren. Ziel ist letztlich die Schaffung einer umfassenden elektronischen Patientenakte, auf die jeder Arzt mit Genehmigung des Patienten zugreifen kann.
Befürworter der Karte gehen davon aus, dass dadurch künftig etwa Arzneimittelunverträglichkeiten vermieden und Doppeltherapien verhindert werden können. Kritiker wie der Präsident der Freien Ärzteschaft, Martin Grauduszus, sprechen allerdings von einem «gigantischem Datenmonstrum» und fordern eine rasche Beerdingung des Projekts.
Doch erfolgt die Einführung der neuen Gesundheitskarte ohnehin sozusagen «mit angezogener Handbremse»: Zunächst wird die neue E-Card nur in der Region Nordhrein ausgegeben. Maximal 120.000 Patienten sollen die Karte bis zum Jahresende erhalten. Bis alle 70 Millionen gesetzlich Versicherten eine Karte in Händen halten, dürfte es Ende 2010 werden - mindestens, heißt es bei den Versicherungen.
Online-Funktion wird vorerst nicht genutzt
Und die umstrittene Online-Funktion, mit der ganze Krankengeschichten dokumentiert werden könnten, wird vorläufig noch gar nicht genutzt. Die Kassen hoffen derzeit, sie Mitte 2010 einsetzen zu können.
Im ersten Schritt sind damit die Veränderungen für Kassen, Ärzte und Patienten eher gering. Im Gegensatz zur normalen «Versichertenkarte» ist auf der Gesundheitskarte ein Foto des Versicherten aufgedruckt. Davon erwarten die Versicherer spürbare Fortschritte im Kampf gegen den Kartenmissbrauch.
«Erfahrungsgemäß müssen die Krankenkassen im Jahr rund eine Milliarde Euro für Fälle ausgeben, in denen sich Patienten mit fremden oder abgelaufenen Karten behandeln lassen», berichtet Ruth Bahners von der Kassenärztlichen Vereinigung Nordhrein. Versichertenkarten ließen sich derzeit praktisch an jedem großen Bahnhof kaufen. «Das Foto auf dem Ausweis, wird dem Missbrauch einen gewissen Riegel vorschieben», meint sie.
Positiv für den Patienten ist eine andere Neuerung. Auf der Rückseite der E-Card seit künftig der Auslandskrankenschein zu finden, berichtet Tanja Koch von der Barmer Ersatzkasse. Er muss damit nicht mehr vor jeder Reise extra beantragt werden.
Privatversicherte machen nicht mit
Doch einem Siegeszug der neuen Karte stehen noch etliche Hindernisse im Weg. So haben selbst im Pilotgebiet Nordrhein bisher laut Barmer nur rund 50 Prozent der Ärzte die notwendigen Lesegeräte zur Nutzung der Karte. Deshalb rät die Kasse auch den E-Card-Besitzern weiterhin auf jeden Fall auch die normale Versichertenkarte einzustecken. Nach wie vor haben etliche Ärzte Datenschutz-Bedenken.
Und noch schlimmer vielleicht: Eine der aus Sicht der Ärzte wichtigsten Gruppen bleibt bisher beim Thema Gesundheitskarte völlig außen vor - die Privatpatienten. Denn die Privaten Krankenversicherungen machen bei dem Projekt Gesundheitskarte nicht mit. Die Kosten von über 360 Millionen Euro erscheinen ihnen eine zu riskante Investition. Schließlich gebe es «keine Garantie dafür, dass Ärzte und Kliniken die neuer Karte überhaupt anwenden».
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Ich sehe das genauso! Dass wir Schritt für Schritt in die Totalüberwachung geführt werden sollen! Ich hoffe nur, dass viele Bürger und auch die Ärzte diesen Forderungen nicht nachkommen!ein Foto habe ich meiner Krankenkasse aber nicht geschickt! Aber wie kann man die Steuernummer verweigern? Ich habe einfach nicht darauf reagiert und auf meine Lohnsteuer die alte Nummer benutzt. Sollte man lieber aktiv sich da verweigern?
jetzt antwortenKommentar meldenDie Einführung dient im Grunde der Vorbereitung der Totalüberwachung. Dies zusammen mit digitalen Kennkarten und Ausweisen oder der lebenslangen Steuernummer. Die Politik pflegt ihr Grundmisstrauen gegen die Bürger. Apropos Steuernummer: Wer hat sie zurück gegeben? Oder Krankenkarte: nie mit mir. Basta!
jetzt antwortenKommentar meldenDie Einführung der E-Karte ist absoluter Schwachsinn, sie dient doch nur dazu, daß wieder mehr Daten über jeden Patienten, nicht nur von Ärzten, sondern mit Sicherheit von allen Behörden und wahrscheinlich auch der Pharmaindustrie, unter Umgehung des angeblichen Datenschutzes gelesen und gespeichert werden. Die Daten des Patienten gehen nur den behandelnden Arzt etwas an und niemanden sonst. Hier soll die Schweigepflicht des Arztes ausgehebelt werden. Wer trägt die immensen Kosten für diesen Schwachsinn, natürlich der Versicherte, indem die Kassenbeiträge erhöht werden.
jetzt antwortenKommentar meldenDer Arzt mussganz einfach zum Kassenausweis den Peronalausweis zeigen lassen . Sofern derKassenausweis ohne Bild ist danist alles Geregelt
jetzt antwortenKommentar meldenDiese Einfuehrung dieser elektronischen Gesundheitskarte ist unueberlegt und ja auch viel zu teuer und fuehrt sicher in kurzer oder laengerer Zeit zu einer Art des Kommunismus der nicht einzudaemmen ist. Denn der "Glaeseren Patient" ist nicht einsehbar und das geht niemden etwas an; denn den Aerzten geht es jetzt schon schlecht und mit Einfuzehrung dieser "Spezialgeraete" zu dieser karte ist nichts gewonnen im Gegenteil es wird Gebiet verloren. Ich habe das innerhalb von 50 Jahre am eigenen Leib erlebt in denen ich aus der medizin komme und das miterlebt habe diese karter mus nicht eingefuehrt werrden soe muss draussen blaieben!
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