Mo., 13.02.12

Reaktionen der Kleinen Jubel bei der FDP, lange Gesichter bei den Grünen

Artikel vom 27.09.2009

Die drei kleinen Parteien konnten bei der Wahl kräftig zulegen: Doch wirklich freuen dürfen sich nur die Liberalen. «Wir wollen jetzt Deutschland mitregieren», sagte FDP-Chef Westerwelle. Grüne und Linke landen trotz Stimmengewinnen in der Opposition.

FDP-Chef Guido Westerwelle hat das Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl als «herausragend» gewürdigt. Die FDP konnte im Vergleich zu 2005 um rund fünf Prozentpunkte zulegen. Dies bedeute aber auch Verantwortung, sagte Westerwelle vor jubelnden Anhängern. «Wir wollen jetzt Deutschland mitregieren.» Notwendig seien ein faires Steuersystem, bessere Bildungschancen und die Respektierung der Bürgerrechte.

Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und bayerische FDP-Chefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger führt den Erfolg der Liberalen vor allem auf die «Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung» zurück. Ihre Partei habe ein «klares Profil» gehabt und die richtigen Themen in den Vordergrund gestellt. Als Beispiele nannte sie «Steuern, Bildung und Bürgerrechte».

Grüne: Wir nehmen unseren Oppositions-Auftrag an

Die Grünen haben ein Rekordergebnis erzielt - knapp elf Prozent bei einer Bundestagswahl erreichte die Partei noch nie. Trotzdem war die Stimmung nicht ungetrübt, weil der Umweltschutz bei einer schwarz-gelben Koalition nicht mehr die Hauptrolle spielen dürfte. Trotzdem ist Grünen-Fraktionschef Fritz Kuhn «nicht unzufrieden» mit den vorläufigen Ergebnissen seiner Partei bei der Bundestagswahl.

Die Grünen hätten hart gekämpft und zulegen können, sagte Kuhn in der ARD. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Renate Künast, bekräftigte, die Partei werde ihren Auftrag in der Opposition annehmen. Das Ergebnis zeige, dass die Grünen in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise etwas zu bieten hätten, sagte Künast auf der Wahlparty ihrer Partei. Dafür hätten die Wähler sie zweistellig in den Bundestag gewählt, so Künast.

Die Linke sieht sich nach der Wahl als starke soziale Kraft im Bundestag, die Partei konnte etwa vier Prozentpunkte zulegen. «Wir haben den Auftrag, mehr Demokratie zu wagen», sagte der Spitzenkandidat Oskar Lafontaine bei der Wahlfeier seiner Partei in Berlin. Sein Partner Gregor Gysi ergänzte: «Wir haben die ganze Gesellschaft durcheinander gebracht - und das wurde auch höchste Zeit.» Auch der Partei-Vorsitzende Lothar Bisky sieht für seine Partei Grund zum Feiern. Wenn es gelinge, die Gemeinsamkeiten in der aus zwei Teilen entstandenen Partei weiter herauszustellen, werde man in Zukunft noch erfolgreicher sein.

Die Linken-Politikerin Petra Pau äußerte sich ebenfalls zufrieden über das Wahlergebnis. «Das soziale Gewissen in der Bundesrepublik wurde gestärkt», sagte sie in der ARD. Ihre Partei habe ihr Wahlziel zehn plus x «sehr gut erreicht». Sie erwarte jetzt, dass sich die Sozialdemokraten wieder auf ihre Wurzeln besännen. Dabei bremste sie aber die Hoffnung auf Zugeständnisse von Seiten ihrer Partei. «Es geht jetzt nicht ums Kuscheln», sagte sie.

jan/twa/news.de/dpa/ap/ddp
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Leserkommentare (4)
  • Kommentar: 4
  • 28.09.2009 22:06
von
Pope
Antwort auf Kommentar 3

bernhard,nicht der"Löwe von Münster",Bischof gegen die Nationalsozialisten,es ist bernard,der "Wissende"!Grün und SPD sind Kriegstreiber(und Schröder?).Die fdp wird nicht mal 2Jahre in der Politik überleben;sind die denn neu?Das Ausland denkt nicht liberal;193 Staaten!Das euphemistische Wortspiel Schwulität oder Schwelibus bedeutet:Verlogenheit,Bedrängnis,Schwierigkeit oder Angst.Niederdeutsch schwul:drückend heiß.Im Rheinischen Schwallität für Aufregung!Was will uns bernard sagen?Fragen über Fragen!Das Wetter.

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  • Kommentar: 3
  • 28.09.2009 18:55
von
bernard

Die Grünen haben es nicht besser verdient, die Kriegstreiber, wie die SPD auch, aber die FDP wird hoffentlich nicht einmal 2 Jahre in der Politik überleben. Sind wir jetzt ein Schwulen und Lesbenstaat? Nichts gegen die persönliche Entscheidung, aber im Ausland, dass nicht Liberal denkt, wobei die FDP wenig noch von der Liberalität hat, ausser vielleicht Schwulitäten. Verlierer sind in jedem Fall die Nichtwähler, die haben am wenigsten begriffen, wenn man bei denen überhaupt von Begreifen sprechen darf! mfg

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  • Kommentar: 2
  • 28.09.2009 18:41
von
Uwe Schenke

Nach dieser Wahl wird es in Deutschland ausserparlamentarisch wieder interessant werde. Französische Verhältnisse lassen grüssen. Die SPD und Grünen werden sich nach ihrem asozialem und Militärischem Regierungsbündnis wieder neu orientieren, in Richtung Linkspartei und soziale Gerechtigkeit, schon aus diesem Grund bereue ich nicht, die LINKE gewählt zu haben. Uwe Schenke

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  • Kommentar: 1
  • 28.09.2009 17:34
von
Longus

Schon mal Gedanken darüber gemacht, wie ein schwuler Aussenminister im Arabischen Raum ankommt wenn er auf gleicher Ebene mit einem Moslem verhandeln soll ? Man wird den Hansel garnicht ernst nehmen und verächtlich hinter vorgehaltener Hand über ihn reden. Aber es gibt auch ultra Konservative und andere sehr gläubige Regierungen, die dann ein Problem mit ihm haben werden. Abgesehen davon ist Frau Westerwelle sowieso keine Aussenpolitikerin. Sich wie die Merkel vor Eisbergen fotografieren lassen, wird nicht ausreichen.

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