So., 12.02.12
Bundestagswahl 2009

Kommentar zur Wahl Hoffen auf Profil

Von news.de-Redakteurin Rieke Havertz

Artikel vom 27.09.2009

Angela Merkel und die Union dank FDP obenauf, die SPD am Boden. Eines ist nach der Wahl sicher: Langes Koalitionsgeplänkel wird es nicht geben. Die Rollen sind klar verteilt. Die SPD ist gezwungen, sich neu zu ordnen - und sollte diese Chance nutzen.

Deutschland wird in den kommenden vier Jahren von einem bürgerlichen Lager regiert. Nicht wenige hatten auf eine Fortsetzung der Großen Koalition gehofft. Auf das vermeintlich kleinere Übel, nachdem die Umfragen Rot-Grün keinerlei Chance einräumten.

Die Fortsetzung der Großen Koalition wäre jedoch alles andere als ein «kleineres Übel» gewesen. Bequem wäre es gewesen. Deutschland hatte sich eingerichtet in einer Großen Koalition, in der es so schlecht ja nicht lief. Doch Bequemlichkeit allein reicht nicht, um den Folgen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise, dem Klimawandel oder dem gigantischen Haushaltsdefizit in Deutschland zu begegnen. In diesen Fragen braucht es keine mühsam ausgehandelten Kompromisse zwischen zwei Volksparteien.

Nicht allen wird die Politik schmecken, die das bürgerliche Lager unter Angela Merkel wählen wird. Doch allzu heftig dürfte der Ruck von der Mitte nach rechts nicht ausfallen. Eine stets abwartende Kanzlerin, die auch am Wahlabend die Politik der Mitte beschwört, wird den Weg, den sie vier Jahre lang erfolgreich bestritten hat, nicht ohne Not aufgeben. Und auch einen noch so selbstbewussten Guido Westerwelle wird Merkel - gestählt durch vier Jahre Querelen sowohl mit Parteigenossen als auch politischen Gegnern - in seine Schranken weisen können.

Die Opposition wird sich reiben an der neuen Regierung – allen voran die SPD. Das schlechteste Wahlergebnis in der Geschichte der Volkspartei spricht eine deutliche Sprache. Die Partei wird sich neu ordnen müssen – und dafür bietet die Oppositionsrolle die beste Chance.

Als Juniorpartner in einer erneuten Großen Koalition wären Kompromisse und Zugeständnisse gefragt gewesen. Jetzt kann die SPD in den kommenden Jahren zeigen, wo sie inhaltlich steht. Sie muss den notwendigen Schritt nach links wagen – auch in Richtung der Linkspartei. Nur so besteht die Hoffnung, dass die Partei wieder ein klares Profil erhält. Dies wird dann auch die CDU zwingen, sich wieder mehr Kontur zuzulegen. Denn deutsche Politik muss endlich wieder an inhaltlicher Schärfe gewinnen.

news.de/san
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Merkel und die FDP (Foto)
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Kommentar zur Wahl: Hoffen auf Profil » Politik » Nachrichten

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Schlagworte:
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Leserkommentare (12)
  • Kommentar: 12
  • 11.10.2009 12:49
von
CANDO
Antwort auf Kommentar 11

Das Bürgerdumm wählte die Koalition aus Merkel,Seehofer und Westerwelle,sich den Herausforderungen der Zeit zu stellen.Zum Bürgerdumm gehört jeder,der nicht in der Bevormundung seinen Lebenssinn sucht. Und darum bevormundete Frau Merkel vor der Wahl das Bürgerdumm nicht mit ihren politischen Zielen,hielt die Bürger dumm.Nun haben sie die Freiheit zu glauben,was sie wollen.Der 14,6prozentige Guido versprach viel,was nun sein"Otto"Solms,Finanzfachmann,zurück nahm,da Merkel zu viel Schulden hinterließ.Die neue Mitte,keine Utopien,keine Gleichmacherei,dafür Lügen und brutalsmögliches Vergessen machen.

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  • Kommentar: 11
  • 03.10.2009 13:37
von
ragnaroekr

Die einzige produktive Klasse, das Bürgertum, findet nun in der Koalition zwischen CDU/CSU und FDP das politische Profil sich den gegebenen Herausforderungen zu stellen. Zum Bürgertum gehört im Übrigen jeder, der nicht in der Bevormundung seinen Lebenssinn sucht. Diese neue Mitte verrückt den Zentralwert der Linken, die Ausbeutung der Leistungsfähigen, in das Abseits. Das Hirngespinst der Gleichmacherei hat keine Machtbasis mehr. Sozial war der Gedanke der Gleichmacherei noch nie, seine Verwirklichung in linken wie rechten Szenarien die tötliche Utopie für die Gleichgeschalteten.

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  • Kommentar: 10
  • 03.10.2009 10:47
von
Cando
Antwort auf Kommentar 6

Wer so oft den"Wortverdreher"benutzt,wie diese "Nordeinbildung",und immer bei den Anderen fündig wird,ist schlicht ein Demago!Geistiger Unrat ist bei den Menschen allgemein und natürlich auch bei Parteien,Richtungen und deren Anhängern zu finden.Es gibt Dumme,die es nicht merken,aber es gibt auch einen ewig gestrig Dummen,der auch nicht mehr merkt als selbsternannter "Oberdummschwätzer"mittendrinn zu sitzen,und nicht nur darüber!

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  • Kommentar: 9
  • 03.10.2009 09:46
von
Cando
Antwort auf Kommentar 3

Und was hat sie die letzten 4 Jahre gemacht?Spricht von sich selbst und der großen Koalition von guter Arbeit.Sie war Chefin der Regierung und hat auch gegenüber dem Deutschen Volke einen Eid abgelegt,sowar ihr Gott helfe.Was hat es geholfen? Die Aufgabe in der Position als Regierungschefin, die Richtlinen der Politik zum Wohle des Volkes und nicht nur derer,die sie gewählt haben,zu bestimmen und durchzusetzen.Kols-Mädchen hat rumgesessen,ausgesessen,einen Fototermin im Waschkorb (G8),das war"der Gipfel"und einen Fototermin bei der "schwitzenden Polkappe.Wie das Vorbild alles"Kohl-pappe",aber zum Wohle des Volkes.

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  • Kommentar: 8
  • 29.09.2009 11:33
von
ragnaroekr
Antwort auf Kommentar 7

R hat genau eine Frage nicht beantwortet. Damals war mein Internet plötzlich weg. Da ich auch noch arbeiten muss, blieb dann keine Zeit zum Zurückverfolgen. Entschuldigung, ich hätte diese Frage, die ja dann noch angemahnt wurde, aufschreiben sollen. Dies ist unterblieben, weil ich nicht dachte, dass man mich elektronisch aus dem Internet weg putzen kann. Dies ist eine andere Gesichte, über die ich mich sehr geärgert habe. In der Hoffnung künftigen Herausforderungen gewachsen zu sein, empfehle ich mich freundlichst. R.

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  • Kommentar: 7
  • 29.09.2009 08:45
von
Longus
Antwort auf Kommentar 6

Das sagt der Richtige...LOL. Du konntest mir ja bei einigen Themen noch nicht mal auf meine exakten Fragen antworten. Es kommen wie immer nur aufgeblasene, geschwollene Sätze ohne Erleuchtung. Im übrigen werden deine Elaborate in letzter Zeit immer hohler. Wenn jemand auf Fakten nicht antworten kann oder will, kommt wie bei Politikern nur noch Geschwafel.

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  • Kommentar: 6
  • 28.09.2009 18:05
von
ragnaroekr
Antwort auf Kommentar 4

Nicht einschüchtern lassen, diese Linken sind Wortverdreher. Geschichtchen der Parteien: Wer waren die ersten, die Sex mit Kindern zum Politikum machten. Forderung: Sex ab sechs. So Die Grünen. Longus gräbt und gräbt nach Schmutz in der Hoffnung, dass andere den geistigen Unrat der Linken und ihrer Ableger vergessen. Ich vergesse nie.

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  • Kommentar: 5
  • 28.09.2009 17:44
von
Longus
Antwort auf Kommentar 4

kann ich Dir sagen...weil ich, wenn ich Deinen Kommentar lese, weiss, dass du scheinbar nicht die nötige Intelligenz besitzt, A: Politiker zu durchschauen, B: nicht den Ernst der Lage in Sachen Atom begreifst, und C: dich nicht mit der Geschichte der Parteien ausführlich befasst hast.

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  • Kommentar: 4
  • 28.09.2009 17:06
von
debema

Warum wird der neuen Koalition so viel Nachteiliges angehängt? Es ist der Frust der Wahl-Verlierer, die die eigene Profilierungssucht vor den Gemeinnutz stellten, z.B. die Grünen mit dem Atomausstieg, den keiner so richtig vertseht, den LINKEN, die noch viel sozial gerechter sein wollen, als erträglich ist, und die SPD, die den linken Mist nicht abschütteln kann, auch nicht in den eigenen Reihen.

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  • Kommentar: 3
  • 28.09.2009 10:45
von
ragnaroekr

Aufgaben der bürgerlichen Politik sind: Politische Modetorheiten (Klimakatastrophe, Pandemien, usw.) zurück bauen; Bildung von Humankapital; Sicherung des Wissenschaftsstandort Deutschland; Bürokratieabbau; Rückbau des öffentlichen Konsums; Föderalismusreform (6 Länder); Informationsfreiheit und Autonomie des Bürgers; Einführung des Mehrheitswahlrechts; dezentrale und bürgerfreundliche Verwaltungen; Aufgabenkritik der öffentlichen Hand, deren Transparenz sichern; Eigentumserwerb als Lebensplanung; Haushaltsdisziplin, usw. Die Aufgaben der CDU: Die Kompetenz der Kanzlerin zur Führungsstärke machen.

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  • Kommentar: 2
  • 28.09.2009 07:22
von
Longus

Nein, wird er nicht ! Dafür ist er zu unbedeutend.

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  • Kommentar: 1
  • 27.09.2009 21:30
von
Hermann Huber

Lester, sie werden leider in Ackermanns Cabrio fahren!

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