Die Macht der Umfragen
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Von news.de-Redakteur Michael Kraft
Artikel vom 22.09.2009
Mit Umfragen wird Politik gemacht. Umgekehrt lässt die Politik Umfragen machen. Welchen Einfluss hat die Meinungsforschung inzwischen? Und wie verlässlich sind ihre Ergebnisse? Eine Bestandsaufnahme.
Peinlich war das damals. Für alle Beteiligten. Außer für Dieter Köstritz selbst. Acht Prozent der Befragten gaben in einer Umfrage im September 1993 an, schon einmal vom gleichnamigen sächsischen Staatssekretär gehört zu haben. Von den höher Gebildeten sagten sogar 18 Prozent, dass sie ihn kennen. Das Problem war nur: Dieter Köstritz gibt es gar nicht. Die sächsische Staatskanzlei hatte die Umfrage nach dem fiktiven Politiker in Auftrag gegeben um «einfach mal zu wissen, wie verlässlich Meinungsumfragen sind», erklärte damals ein Regierungssprecher.
Die Frage, wie ehrlich, kompetent oder vollständig die Menschen antworten, wenn bei ihnen plötzlich ein Meinungsforscher mit einem ganzen Katalog von Fragen vor der Tür steht oder (immer öfter) nur anruft, ist nach wie vor aktuell. Und sie lässt sich auch mit real existierenden Politikern belegen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) war zu Beginn der großen Koalition laut Umfragen beispielsweise einer der unbekanntesten Politiker – aber zugleich einer der beliebtesten.
Auch die Blamage der Branche bei der vergangenen Bundestagswahl hat Zweifel an der Aussagekraft der Demoskopie hervorgerufen. Alle großen Institute hatten damals einen klaren Erfolg für Schwarz-Gelb vorhergesagt. Bis zu 43 Prozent der Stimmen sollte die Union laut Prognosen bekommen – bei der Wahl waren es 35 Prozent.
Noch bedeutender als die Frage nach der Verlässlichkeit von Umfragen ist aber die Frage, welche Macht sie inzwischen im politischen Leben erlangt haben. Ob es um die grandiosen Beliebtheitswerte von Angela Merkel geht, um die Einstellung zur Ganztagsschule oder die Frage, wie die Bundesbürger zur Atomenergie stehen: Zu jedem Thema wird dem Volk aufs Maul geschaut.
Immer öfter kann man den Eindruck haben, dass einige Parteien und Politiker ihr Fähnchen stets in den aktuellen Umfrage-Wind hängen. Kurt Beck ist nicht beliebt genug? Dann braucht die SPD einen anderen Kanzlerkandidaten. Viele Menschen fordern härtere Strafen für prügelnde Ausländer? Dann ist das ein geeignetes Wahlkampfthema. Eine Emnid-Befragung ergibt, dass die Mehrheit der Deutschen keinen Mindestlohn will? Dann müssen die Gewerkschaften schnell eine Infratest-Studie in Auftrag geben, die das Gegenteil belegt. Doch damit geht nicht nur die Nachhaltigkeit der Politik verloren, sondern auch ihre Glaubwürdigkeit.
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Der nix kommentiert schon immer zu Anfang,wohl aus Angst,es könne anders kommen.Nun schau mal auf die Abstimmungen!cdu seit Tagen zwischen 33 und 35 %. Scheinbar hat das Nasivin Profalla und der gelbe N ebel alles mobil gemacht,was selber weder laufen noch denken kann.Er nix schimft auf die Linke und nennt sie Trümmerhaufen:na gut,er kennt sie alle. Ergo,was nix tut,is nix und tut nie nix zur Sache. Wo das Gehirn weggelasert ist,helfen auch keine drei Ausrufezeichen;da muß man Zeichen setzen.Schickt ihm mal ne Binde mit drei schwarzen Punkten. Ein ungeistiger Lümmel.Punkt.
jetzt antwortenKommentar meldenICH WÄHLE CDU - Marktschreier gehören auf den Markt und nicht in die Politik!
jetzt antwortenKommentar melden"Wir wissen nichts und sie wissen auch nichts Herr Lüg"!, so die berühmten Worte von Herbert Wehner an einem Wahlabend. Die Wahlen werden nach der Auszählung gewonnen oder verloren. Lassen wir uns überraschen.
jetzt antwortenKommentar meldenNicht ernst nehmen.Der "NIX"ist ein kleiner Heckenschütze,der nach dem Verlust seiner linken Gehirnhälfte zu allen Themen bellt.Andere sind die Trümmerhaufen und er meldet sich regelmäßig mit; "nein danke!!!",ab.Beim nächsten Thema erscheint er dann wieder als"Möchtegernochsenfrosch"und quaaaakt, bläht die Backen auf und...heiße Luft.Er ist nicht schlau...ne arme...gelbe Binde mit drei schwarzen Punkten.
jetzt antwortenKommentar meldenHallo "ichnixlinks"! Sind Sie nun gegen Linke? Oder gegen Kommentare? Oder gegen News? Oder gegen Demokratie? Und was hat das mit diesem Beitrag zu tun? Ich freue mich über erhellende Beiträge wie diesen. In der Tat schielen die Politiker viel zu sehr auf die Meinungsforschung. Und ich freue mich, wenn man (so wie hier) seine Meinung sagen darf.
jetzt antwortenKommentar meldenWelches Klientel sich hier bei News tummelt, sieht man schon an den Abstimmungen in der Umfrage auf dieser Seite. Stärkste Partei Die Linke, zweite Die Piratenpartei, unglaublich zwei Trümmerhaufen, führen die Umfragen an. News Kommentare von solchen Herrschaften, Nein Danke!!!
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