Air Force One über New York Obama fuchsteufelswild

Nachdem der Tiefflug der Präsidentenmaschine Air Force One für Panik in New York gesorgt hat, beginnt die Suche nach den Gründen des Irrfluges. Nicht einmal Barack Obama soll in die Aktion eingeweiht gewesen sein.

Air Force One (Foto)
Das Weiße Haus entschuldigte sich später für den nicht angekündigten Flug. Bild: ap

Eine Boeing 747 von US-Präsident Barack Obama ist im Tiefflug über New York gekreist und hat die Bewohner in Angst und Schrecken versetzt. Das plötzliche Auftauchen der Air Force One zwischen den Wolkenkratzern von Manhattan rief bei vielen Menschen Erinnerungen an den 11. September 2001 wach. Zahllose Angestellte rannten in Panik aus ihren Bürotürmen auf die Straße.

Das Weiße Haus entschuldigte sich später für den nicht angekündigten Flug. Obama selbst soll Verlautbarungen zufolge wütend reagiert haben, als er davon erfuhr. Die Daily News berichtet von einem Insider, der Obama angeblich fuchsteufelswild erlebt hat. Der Schrecken legte sich erst, nachdem ein Sicherheitsbeamter über Megafon Entwarnung gegeben hatte.

Die Air Force One war am Montag gegen 10 Uhr Ortszeit im Auftrag des Verteidigungsministeriums für einen Fototermin und einen Übungseinsatz unterwegs, wie eine Sprecherin der Luftwaffe mitteilte. Klar ist nicht, um was für einen Fototermin es sich gehandelt haben könnte. Dabei wurde die Boeing 747 von einem Kampfjet begleitet. Nach Angaben der New Yorker Polizei wurde der Flug von der Bundesluftfahrtbehörde genehmigt. Die örtlichen Behörden seien vorher unterrichtet worden, hätten die Information aber nicht an die Öffentlichkeit weitergeben dürfen.

Der Chef der Militärabteilung im Weißen Haus, Louis Caldera, übernahm die Verantwortung für die Aktion. Er habe den Tiefflug genehmigt und zumindest die zuständigen Behörden in das Vorhaben eingeweiht. Ihm sei jedoch klar, dass der Tiefflug vielerorts Verwirrung ausgelöst habe, räumte Caldera ein. Dafür entschuldige er sich.

Die New York Post berichtet von zahlreichen Menschen, die panisc ihre Büros verlassen haben. «Ich sah das große Flugzeug ganz tief fliegen... und dachte, um Gottes Willen, jetzt kommt wieder ein ‹9/11›» , sagte die Verkaufsleiterin Kate Geraghty, die in Jersey City am anderen Ufer des Hudson-Flusses gegenüber Manhattans, arbeitet. Mit «9/11» («September 11») bezeichnen die Amerikaner die Terroranschläge von 2001.

bjm/ruk

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