«MSC Melody» war im Risikogebiet unterwegs
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Das italienische Kreuzfahrtschiff «MSC Melody» befand sich entgegen der Schilderung der Reederei MSC Kreuzfahrten gefährlich nah am Aktionsradius somalischer Piraten, als es mit Schüssen angegriffen wurde. Das geht aus einem Bericht der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» hervor.
In ihrem Bericht beruft sich die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) auf eine Meldung des Maritime Security Center Horn of Africa (MSCHOA). Laut der Meldestelle des EU-Marineverbandes vor Somalia befand sich die «MSC Melody» am Sonnabend nur 19 Kilometer außerhalb des Seegebietes, das inzwischen von internationalen Marineverbänden als gefährlich bezeichnet wird. Dieses Gebiet war in Absprache der vor der Ostküste Afrikas operierenden Verbände zuletzt immer weiter ausgeweitet worden.
In einer erst am 12. April von der britischen Marine herausgegebenen Warnmeldung heißt es, alle Schiffe, die nicht zwingend das Horn von Afrika passieren müssen, sollten sich mindestens 1100 Kilometer von der Küste des ostafrikanischen Landes fernhalten. Formal hat sich der Kapitän damit an die Warnung gehalten, da er sein Schiff laut MSCHOA 1119 Kilometer von der somalischen Küste entfernt hielt. Es befand sich damit aber nicht weit außerhalb der Risikozone, wie der Geschäftsführer der Reederei, Falk-Hartwig Rost, erklärt hatte. Tatsächlich haben somalische Piraten ihren Radius schon weit über das Risikogebiet ausgeweitet.
mas
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