Anti-Atom-Proteste

Demonstranten fordern Ende der Atomkraft

3000 Menschen haben zum Jahrestag der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl gegen die Nutzung von Atomkraftwerken demonstriert. Am 26. April 1986 kam es in dem ukrainischen Kraftwerk zu einer Explosion, eine radioaktive Wolke zog über Europa.

Vor dem abgeschalteten Kernkraftwerk Krümmel im schleswig-holsteinischen Geesthacht forderten nach Veranstalterangaben etwa 2000 Umweltschützer und Atomkraftgegner den Verzicht auf die geplante Wiederinbetriebnahme der Reaktoren in Kümmel und Brunsbüttel. Angesichts eines neuen Leukämiefalles in der Elbmarsch dürften die Meiler nicht wieder hochgefahren werden, sagte Jan Becker von der Anti-Atomkraft-Gruppe contrAtom auf einer Kundgebung.

Begleitet wurden die Proteste von Musik und Theater-Aktionen vor dem Werktor. In einer Live-Schaltung mit Umweltschützern in Minsk erinnerten die Teilnehmer an die Atomkatastrophe im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl, als am 26. April 1986 der Block 4 explodiert und daraufhin eine radioaktive Wolke über halb Europa gezogen war.

Rund 200 Atomgegner versammelten sich zum Gedenken an die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 23 Jahren zu einer Kundgebung vor dem Kernkraftwerk Neckarwestheim in Baden-Württemberg. «Wir wollten an die Opfer erinnern, an die Menschen, die noch heute an Krebs leiden und umgesiedelt wurden», sagte Wolfram Scheffbuch vom Bund der Bürgerinitiativen Mittlerer Neckar. Zugleich sollte mit der Aktion die Forderung unterstrichen werden, «dass alle Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden müssen». Alles andere sei «nicht verantwortbar».

Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz forderte die Verbraucher in einem Aufruf auf, einen Stromanbieter zu wählen, der keinen Atomstrom anbietet und nicht mit der Atomindustrie verflochten ist. Bereits am Samstag hatten in Münster etwa 1000 Demonstranten den sofortigen Atomausstieg in Deutschland gefordert.

mas
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Anti-Atom-Proteste: Demonstranten fordern Ende der Atomkraft » Politik » Nachrichten
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Leserkommentare (1)
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  • Kommentar: 1
  • 29.04.2009 11:38
von

Greenpeace war letzte Woche vor Ort in Tschernobyl und berichtete von dort über die Lage am Sarkophag: http://www.greenpeace.de/themen/atomkraft/atomunfaelle/artikel/rendezvous_mit_einem_monster-2/

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