Die Mit-Mach-Kampagne-09
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Von den news.de-Redakteuren Sebastian Haak und Anja Guhlan
Artikel vom 27.04.2009Die Wahlen werfen ihre Schatten voraus, vor allem im Internet. Dabei gewinnen auch die sozialen Netzwerke, die am Mittag über ihre Rolle bei politischen Entscheidungen sprechen, an Bedeutung. Experten aber relativieren die Rolle des Netzes für die Wahlen. Ein Blick hinter den Quellcode.
Es ist Vorwahlkampf in Deutschland. Also die Zeit vor der Zeit, in der Politiker aller Parteien händeschüttelnd durch die Republik reisen und dabei von einer Holzbühne in der Provinz auf die nächste hasten, um eine einfache Botschaft zu verkünden: «Mit uns wird alles besser.» Doch harmlos ist der Vorwahlkampf nicht, nur weil er nicht auf der Straße geführt wird. Er wird anderswo ausgetragen: Auf den Interview- und Feuilletonseiten der Tageszeitungen, in der Werkshalle von Opel und im Internet.
In der virtuellen Welt haben sich die großen politischen Organisationen der Republik längst aufgestellt. Egal ob große Volks- oder kleine Oppositionspartei – sie alle blasen im Netz schon seit Wochen und Monaten zum Wahlkampf. Auf spd.de dürfen die Genossen von SPD-Spitzenkandidat Frank-Walter Steinmeier über die vermeintliche Führungsschwäche von Bundeskanzleriln Angela Merkel (CDU) herziehen. Und im Gegenzug posaunt CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla auf der CDU-Seite, die SPD spalte mit ihrem Wahlprogramm die Gesellschaft. Sticheleien zwischen in der virtuellen Welt, wie sie in wenigen Monaten durch die ganze Republik schallen werden. Die Linken übrigens schmücken ihre Seite ironischerweise mit einem Verkehrsschild, das vor einer Kurve nach links warnt.
Die Internet-Auftritte der Parteien weisen viele strukturelle Gemeinsamkeiten auf. Vor allem, dass Web-2.0-Elemente die klassische Vermittlung von Wahlprogrammen und parteipolitischen Inhalten im Netz unterstützen (sollen), ist ein deutliches Symbol dafür, wie sehr sich die Parteien bemühen, mit der Zeit Schritt zu halten. Die sozialen Netzwerke Facebook und Flickr fallen dabei ebenso ins Gewicht wie das Videoportal Youtube oder der Microblogging-Dienst Twitter. Wo Web 2.0 drauf steht, da wollen die deutschen Parteien drin sein – über alle möglichen Kanäle will man die eigenen Botschaften streuen; und zuhören.
«In den sozialen Netzwerken finden auch politische Gespräche statt, bei denen wir dabei sein und die wir befördern wollen», bekennt Dietrich Boelter, Geschäftsführer von A&B Face2Net ganz offen. Die Berliner Agentur hat den Internetauftritt für die SPD und den kommenden Wahlkampf konzeptioniert und umgesetzt. Er spricht damit für seine ganze Branche, die es den Parteien ermöglicht, mit einem zeitgemäßen Webdesign in die politische Auseinandersetzung um Wählerstimmen zu gehen.
Unter den Internetauftritten der bundespolitisch relevanten Parteien sind vor allem jene von SPD und Grünen hervorzuheben - auch wenn die Seiten allgemein wegen der unterschiedlichen Ziel- und Wählergruppen schwer miteinander vergleichbar sind. Warum ausgerechnet diese beiden Websites? Wer sich in Blogs auf die Suche nach Meinungen zu den virtuellen Auftritten macht, der findet besonders viele Einträge zur Seite der Sozialdemokraten. Die Macher von gruene.de wurden für den Relaunch der Seite vor wenigen Wochen von Kritikern der Medienbranche fast schon überschwänglich gelobt.
Die SPD versucht, den Nutzer durch ein zentrales Bild in der Mitte der Seite zu fesseln, das gleichzeitig die wichtigsten Botschaften transportiert und als Navigation durch die Seite führt. Hinter der großen Schrift und den dreidimensionalen Elementen findet der Nutzer alles, was die Partei für wissenswert über ihren Spitzenkandidanten Frank-Walter Steinmeier und ihre europa- und bundespolitischen Ambitionen hält.
Bei den Grünen sieht das anders aus. Hier dominiert nicht ein Bild, sondern viele, unterschiedlich große Boxen über- und nebeneinander die Startseite, die mit knalligen Farben und teilweise frechen Sprüchen offenkundig ein deutlich jüngeres Publikum ansprechen wollen. «Wums an jede Wand», werden wohl nur wenige der Generation 40+ verstehen. Und noch weniger von ihnen würden sich wohl an der Graffiti-Aktion beteiligen, die ganz umgangssprachlich beworben wird. Für die Zielgruppe der Seite aber sei das der richtige Ton, zeigt sich Benjamin Minak überzeugt. Und nicht nur solche Aktionen, das ganze politische Geschäft wollen er und sein Team von der Agentur Resourcenmangel für die grüne Wählerschaft so erklären, dass sie auch wirklich jeder verstehen kann: «Eine der wichtigsten Grundideen hinter unserem Konzept war: Weg vom Parteisprech. Hin zu menschenlesbaren Inhalten – als Text, Video oder Audio-Slight-Show», sagt er.
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@A.Schauer,[um einer evl. falschen Interpretation deiner Meinung vorzubeugen:] das war wohl ein klein wenig daneben zitiert ("(Friede den Palästen)". Richtig muss das heissen: "Frieden den Hütten, Krieg den Palästen" (oder, wie die Punks das in den 60ern so schön formuliert haben: "Sei Feuer und Flamme für diesen Staat". Das war zu der Zeit, wo exAussenminister Joschka "Der Grüne" Fischer noch mit Pflastersteinen und Mollies nach den Jungs vom Establishment geschmissen und der Grüne Christian Ströbele die BM's verteidigt hat. [Kleiner Politkundekurs]
jetzt antwortenKommentar meldenMich "ver-Kohlt"keiner mehr.Die sogenannten Volksparteien sind so weit weg vom Volk,das sie nicht merken (oder merken wollen)was im Volk Realität ist.Von der CDU will ich garnicht erst reden und wenn Bebel seine SPD sehen würde,er würde sich im Grab umdrehen.-Es wird wie immer sein bei Wahlen,großmundige Versprechungen und Absichtserklärungen.Und-danach die Erklärung:"Was schert mich mein Geschwätz von gestern". Ich hoffe nur das die genannten Parteien ihre Quittung erhalten.FDP und andere erwähne ich garnicht erst,der Name reicht.(Friede den Palästen) Allerdings nicht wählen wäre genau so falsch wie NPD wählen.
jetzt antwortenKommentar meldenDie etablierten machen solange rum bis zum Schluß die Rechten mit 5 % belohnt werden und dann im Bundestag sitzen. Sie sollten vielleicht noch vor der Wahl an das große Potential der Arbeitslosen und ALG II Empfänger denken. Die Unterstützungssätze auf auf erträgliches Maß heraufsetzen und weitere Lockerungen in Bezug auf Zuverdienstgrenzen sowie Übernahme der Nebenkosten bei den Wohnungskosten (Vollübernahme), dann dürften sie es auch von der Unterschicht gedankt bekommen. Aber ohne etwas anzubieten geht garnicht bzw. geht nach Rechts und nach Links. Ist doch klar. Oder sind die Betroff.z blö
jetzt antwortenKommentar meldenEgal wer sich die Wahl hier in Deutschtland gewinnt, die Kneifzange mit der Hose zieh ich mir trotzdem nicht an. Egal was versprochen wird umgesetzt wurde genau das Gegenteil, ...
jetzt antwortenKommentar meldenWahljahre lassen das Schlechteste an Polittikern offen zu Tage treten.Poster+Schilder schießen aus den vorstädtischen Böden wie Unkraut.Das TV unterbricht den steten Fluss des weltvergessenden Morphiums,um die Fotos der Politiker zu zeigen,die ihre verlogenen Berichte mit Zuckerguss überziehen.Der dumme deutsche Michel hängt gutgäubig in obrigkeitsgetreuer Gewohnheit an den feisten Lippen dieser Lügenbolde.Und Deutschland wird weiterhin von unfähigen Berufslügnern+heuchlerischen Schmarotzern regiert,die ihre eigenen Taschen füllen,indem sie noch die schmalen Beutel der Armen schamlos plündern.
jetzt antwortenKommentar meldenLiebe Freunde der Politik und auch liebe Gegner, obwohl manche eigentlich garnicht wissen,warum sie gegen etwas sind. Jeder sucht die passende Lösung für ein akutes Problem und wie wir ja alle wissen, ist das leichter gesagt als getan. Die allumfassende Lösung kann nur gemeinsam gefunden werden, wenn alle an einem Strang ziehen. Hier herrschen Zustände wie bei den Unruhen und Kriegen zwischen den Nord- und Südstaaten in Amerika, nur dass es hier in Deutschland die Rechten, die Linken, die Mitte und alle anderen kleineren Parteien sind,die die Verantwortung für unser Land übernehmen müssen.
jetzt antwortenKommentar meldenDie großen Volksparteien machen zwar ihre Internet-Auftritte "2.0 Salonfähig", weisen aber nach wie vor große hinhaltische Lücken auf. Gerade wenn es um aktuelle Kampagnen geht, findet man bislang nur bei der SPD die Wahlplakate. Andere Parteien erwähnen zwar in der Pressemitteilung ihr Wahlplakat, aber zum Download steht es nicht bereit. Das ist schade, denn genau darüber möchte DeutschlandZweiPunktNull.blogspot.com bereichten. Vieleicht kommt ja noch was.
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