Das Vertrauen in die Liebe zum Fußball
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Von news.de-Redakteurin Andrea Schartner
Artikel vom 17.04.2009
Skepsis und Diskussionen begleiten die WM-Vorbereitungen in Südafrika. Die Grundprobleme scheinen inzwischen gelöst. Doch inwieweit kann das Ergebnis der bevorstehenden Präsidentschaftswahl die Pläne durchkreuzen?
Fußball ist groß in Südafrika. Als Sinnbild der allgemeinen Freude über die WM 2010 gilt Nelson Mandela. Am 15. Mai 2004 gab Fifa-Präsident Joseph Blatter den Austragungsort bekannt und Mandela stand mit Tränen in den Augen da, den goldenen Pokal in den Händen und bekundete, in einen Jungbrunnen gefallen zu sein: Er fühle sich wie ein 15-Jähriger.
Der Geschäftsführer des Lokalen Organisationskomitees in Südafrika (Lok), Danny Jordaan, bezeichnete den Augenblick der Bekanntgabe als Höhepunkt und Lohn für zehn Jahre unermüdliche Arbeit auf der ganzen Welt, mit dem einzigen Ziel, die WM ins Land zu holen.
So war der Anfang. Seitdem üben sich die Südafrikaner darin, Skepsis aus dem Ausland hinsichtlich der Vorbereitungen zu zerstreuen. Wenig vertrauenserwecked zeigt sich die Ausgangslage: Die Armut im Land ist groß, in vielen Orten ist eine kontinuierliche Stromversorgung nicht garantiert, das Verkehrsnetz ist marode. Zu tun bleibt viel bis zum WM-Beginn. Die Infrastruktur bedarf dringender Neuerung, daneben müssen Unterbringungsmöglichkeiten für Besucher geschaffen und die Sicherheitsvorkehrungen verbessert werden.
Doch es geht voran. Die amtierenden Politiker ziehen bei den Vorbereitungen mit, die Regierung investiert fleißig. Nach eigenen Angaben belaufen sich die Ausgaben für Verkehrsprojekte auf über 170 Milliarden Rand (14,5 Milliarden Euro). Der südafrikanische Verkehrsminister Jeff Radebe sprach von einer «Revolution des öffentlichen Verkehrs in Südafrika». Auch bei den Kosten für für den Aus- und Umbau von Stadien halten sich die Machthaber nicht zurück.
Die Fifa finanziert zusätzlich mit. Das Gesamt-Budget des Fußball-Weltverbandes für die WM 2010 beläuft sich auf 1,08 Milliarden Dollar (0,85 Milliarden Euro), das Budget des lokalen Organisations-Komitees, das sich aus einem Fifa-Zuschuss von 250 Millionen Dollar und den Einnahmen aus dem Ticketverkauf zusammensetzt, auf 423 Millionen.
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