Explosive Lage am Horn von Afrika
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Von Elizabeth Kennedy
Artikel vom 11.04.2009Seit 17 Jahren hat Somalia keine effektive Regierung. Waffenschmuggler und Extremisten ziehen die Fäden in dem Land, in dem Menschen für Nahrung zu Allem bereit sind. Terror zermürbt alle sechs Länder am Horn. Auch die Piraten werden von langer Hand gelenkt.
Die Piraterie vor Somalia wirft ein Schlaglicht auf Anarchie und Gesetzlosigkeit in dem afrikanischen Land - aber auch auf die Schwäche und Anfälligkeit einer riesigen Region am Horn von Afrika. «Das Besorgniserregende ist, dass ein ursprünglich auf Somalia beschränktes Problem übergegriffen hat», sagt Pottengal Mukundan von der Internationalen Schifffahrtsbehörde (IMB) in London.
Somalia, das seit 1992 keine funktionierende Regierung mehr hat, könne nichts unternehmen, beklagt der Direktor des Londoner IMB-Büros. «Und den Nachbarländern fehlen die Ressourcen.» Weil die Piraten Schiffe immer weiter von der somalischen Küste entfernt angriffen, würden Piratenüberfälle zu einem globalen Problem.
Weite Teile des Horns von Afrika, zu dem neben Somalia noch Äthiopien, Eritrea, Dschibuti, Kenia und auch der Sudan zählen, kämpfen mit Schwierigkeiten, die zum Nährboden für Gewalt und Chaos werden können. Hunger und Mangel bedingen Korruption, und die durchlässigen Grenzen öffnen die Region nicht nur Piraten, sondern auch Waffenschmugglern und Extremisten.
«Die Lage am Horn ist die explosivste des Kontinents», sagt François Grignon, Leiter des Afrikaprogramms der unabhängigen Konfliktforschungsorganisation International Crisis Group (ICG) in Brüssel. Rund 165 Menschen leben in den sechs Ländern der Region, die manche Fachleute als mögliche nächste Front im Kampf gegen den Terror betrachten.
Bereits 1998 wurden die US-Botschaften in Kenia und dem südlich angrenzenden Tansania Ziele von fast zeitgleichen Terroranschlägen. Mehr als 250 Menschen wurden getötet, fast 5500 verletzt. Vier Jahre später richteten Terroristen bei einem koordinierten Doppelanschlag in Kenia ein Blutbad unter israelischen Urlaubern an.
16 Menschen kamen bei einem Angriff auf das Hotel Paradise in Kikambala nahe Mombasa ums Leben, darunter die drei Selbstmordattentäter, 80 weitere Menschen wurden verletzt. Zugleich wurde ein israelisches Flugzeug der Charterfluggesellschaft Arkia mit 262 Menschen an Bord nach dem Start in Mombasa mit Raketen beschossen, die ihr Ziel jedoch verfehlen.
Hinter den Terrorakten wurde al-Qaida vermutet. Die Anschläge sollen von Somalia ausgegangen sein, wo mangels einer effektiven Regierung islamische Fundamentalisten an Einfluss gewonnen haben. Die USA haben wiederholt Bedenken geäußert, dass Somalia ein Schlupfwinkel für Terroristen sein könnte, zumal der al-Qaida-Chef Osama bin Laden seine Unterstützung für die dortigen Extremisten bekundet hat. Bin Laden lebte zeitweise selbst im Nachbarland Sudan.
Als die Schiffsüberfälle im vergangenen Jahr einen neuen Höhepunkt erreichten, bemühten sich die USA verstärkt, die Geldströme zu verfolgen, um herauszufinden, ob Extremisten oder gar al-Qaida ihre Gewalt durch Piraterie finanzieren. Direkte Beziehungen zwischen Terrorgruppen und den Piraten vor Somalia konnten die Ermittler bislang aber nicht nachweisen.
Allerdings wird angenommen, dass die Seeräuberei von einem internationalen Netzwerk unterstützt wird, das sich bis nach Nordamerika erstreckt und hauptsächlich aus ausgewanderten Somaliern zusammensetzt. Diese sollen nach Angaben von Analysten, Regierungsmitarbeitern und Insidern des Piratengeschäfts Geld, Ausrüstung und Informationen zur Verfügung stellen und dafür einen Teil des Lösegeldes erhalten. Mit Hilfe dieses Netzwerks sollen somalische Piraten im vergangenen Jahr umgerechnet mindestens 60 Millionen Euro eingefahren haben.
Beobachter befürchten auch, dass die zunehmend dreisteren Überfälle auf Handelsschiffe die Preise auf dem Weltmarkt nach oben treiben könnten. Zudem passieren rund zehn Prozent der Erdöltransporte die Gefahrenzone vor Somalia und durch den Golf von Aden.
iwi
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Und wieviel Geld wird Terroristen überwiesen aus Europa das hier anwesenden Asylanten-Islamisten und Terroristensympatisanten über Sozilhilfe ausbezahlt wird? Das dürfte jährlich in die Milliarden gehen. Somit müssen die Terrororganisationen sicher nicht über die Finanzen nachdenken. Diese dürfte mit europäischen Steuergelder noch über längere Zeit mehr als gewährleistet sein.
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