Israelin darf nicht nach Dubai einreisen
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Der Krieg im Gazastreifen hat das Verhältnis zwischen Juden und Arabern zusätzlich belastet. Gekämpft wird auch auf diplomatischem Gebiet. Der israelischen Tennisspielerin Shahar Peer wurde nun vor dem WTA-Turnier in Dubai die Einreise verweigert.
Die Damen-Profi-Vereinigung WTA reagierte mit Enttäuschung und Bedauern auf die Entscheidung der Behörden der Vereinigten Arabischen Emirate. WTA-Chef Larry Scott betonte in einer Erklärung, Peer sei als 48. der Weltrangliste direkt qualifiziert gewesen und solle nun entschädigt werden. Konkrete Angaben machte Scott nicht.
Das mit zwei Millionen Dollar äußerst lukrativ dotierte Turnier, das am 15. Februar begann, soll nach einem Beschluss der WTA wie geplant über die Bühne gehen. Allerdings behalte man sich Sanktionen für die zukünftigen Austragungen vor. Nach den Damen treten die Herren ab dem 23. Februar zu ihrem traditionell stark besetzten ATP-Turnier im Emirat am Persischen Golf an.
Ähnliche diplomatische Verwicklungen, jedoch mit umgekehrten Vorzeichen, löste im Oktober 2007 der deutsch-iranische U21-Nationalspieler Ashkan Dejagah aus. Der Fußballer vom VfL Wolfsburg weigerte sich, gegen Israel zu spielen und sagte seine Teilnahme an der Reise des DFB nach Israel ab. Daraufhin forderte der Zentralrat der Juden, ihn aus der U21-Nationalmannschaft auszuschließen.
«Jeder weiß, dass ich Deutsch-Iraner bin», hatte der Spieler des VfL Wolfsburg damals zu seiner Rechtfertigung gesagt. Irans Staatschef Mahmud Ahmadinedschad, der Israel mit der nuklearen Vernichtung droht, ermahnt iranische Sportler, nicht gegen israelische Sportler anzutreten. Offenbar befürchtete Dejagah Sanktionen des iranischen Staats gegen sich oder seine im Iran lebenden Verwandten.
mac
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