100.000 «rote Hände» für Horst Köhler
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Aus Protest gegen den Einsatz von Kindersoldaten hat Bundespräsident Horst Köhler die Abdrücke von mehr als 100.000 Händen überreicht bekommen. Die EU betonte, dass sie weiter gegen die Rekrutierung von Kindern vorgehen will.
Die «Roten Hände» wurden Horst Köhler in Berlin vom Sänger der Rockgruppe BAP, Wolfgang Niedecken, und einer Gruppe von Jugendlichen übergeben. Der «Red Hand Day» soll jedes Jahr am 12. Februar auf das Schicksal von rund 250.000 Kindern aufmerksam machen, die als Soldaten missbraucht werden.
Die Europäische Union hat unterdessen dazu aufgerufen, Kinder auf allen Ebenen vor Kriegsfolgen, darunter den «Missbrauch als Soldaten, Sexsklaven oder Diener», zu schützen. «Die EU bleibt tief besorgt über die Situation von Kinder, die durch bewaffnete Konflikte weltweit beeinträchtigt wird», hieß es weiter in einer heutigen Mitteilung der tschechischen EU-Ratspräsidentschaft.
Die EU wolle in Zusammenarbeit mit den UN weiterhin gegen die Rekrutierung von Minderjährigen vorgehen, hieß es in Prag unter Verweis auf internationale Vereinbarungen. Besondere Bedeutung im Kampf gegen Kindersoldaten komme dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag zu. Auch Menschenrechts- und Hilfsorganisationen würden von der EU unterstützt. Neben den 27 EU-Mitgliedsländern stellten sich auch Kroatien, Mazedonien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Island, Liechtenstein, Norwegen, Moldawien, Armenien, Georgien und die Ukraine hinter die EU-Erklärung.
Der heutige Gedenktag erinnert an das Inkrafttreten eines entsprechenden Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002. Auch in anderen Ländern überreichten Kinder und Jugendliche Politikern «rote Hände». In New York stand dazu außerdem ein Termin bei UN- Generalsekretär Ban Ki Moon auf dem Programm. In Deutschland waren an der «Aktion Rote Hand» unter anderem die Organisationen Terre des Hommes, Amnesty International und das Jugendrotkreuz beteiligt.
jan/ruk
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