EU warnt Jugendliche vor sorglosem Surfen
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Von news.de-Redakteur Michael Kraft
Artikel vom 28.01.2009Jugendliche sollen im Internet aufpassen, welche persönlichen Daten sie preisgeben. Dazu rät EU-Justizkommissar Jacques Barrot. Auch in Deutschland mahnen Politiker zu mehr Sensibilität.
Gerade die Gruppe der 15- bis 24-Jährigen nutze bevorzugt moderne Technologien und soziale Netzwerke, um Kontakte zu pflegen oder neue Freunde zu finden. Doch nur ein Drittel der jungen Leute wisse um seine Rechte in Sachen Datenschutz, betonte Barrot in einer Erklärung zum heutigen internationalen Datenschutztag.
In Netzwerken wie Facebook, StudiVZ oder MySpace breiteten die Jugendlichen «ihr Alltagsleben online aus, ohne sich der Risiken bewusst zu sein, die Online-Aktivitäten jetzt und in der Zukunft für ihre Privatsphäre nach sich ziehen können», erklärte Barrot.
Abhilfe soll auch der europäische Datenschutztag schaffen, den es seit 2007 gibt. Der Tag soll das Bewusstsein für den Datenschutz schärfen, etwa durch Veranstaltungen an Schulen und Universitäten. In Berlin treffen sich heute die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern, um über das Ausspähen und die Rechte von Arbeitnehmern zu sprechen.
Die Grünen fordern anlässlich des Datenschutztages bessere Regelungen auf europäischer Ebene. Die EU gebe Milliarden aus, um Daten zu sammeln. «Für den Schutz vor Missbrauch unserer Daten wird dagegen nichts getan», sagte Silke Stokar, innenpolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion.
Deutschland sei dabei, seine Vorreiterrolle in Europa zu verspielen. Das zeige sich auch an den zahlreichen Skandalen in den vergangenen Monaten. Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) betreibe «international den Ausverkauf der Daten der Bürger. Mit der Vorratsdatenspeicherung und der Preisgabe der Fluggastdaten in die USA ist hier die Bundesregierung auf der Überholspur.»
Auch der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Bleser, sieht beim Datenschutz «erheblichen Handlungsbedarf». Datenschutz müsse ein Verbraucherrecht werden, Unternehmen sollten strenger bestraft werden, wenn sie Daten missbrauchen. Auch er plädiert zudem für mehr Aufklärung. Verbraucher wüssten oft «zu wenig darüber, was mit ihren Daten passiert und gehen oft zu gedankenlos mit ihnen um».
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Es war doch voraus zu sehen, dass das Internet Probleme mit sich bringen wird. Es war schon früher die Rede vom "Gläsernen Menschen" aber nichts wurde dagegen getan. Politiker aller Staaten haben das Internet abgesegnet und nun ist es an ihnen den Nutzern den optimalen Schutz gegen Missbrauch zu bieten. Unser Herr Schäuble, "der Spezialist für Abwehrfrage", versucht sich durch immer wieder neue Idden zu profilieren und ich finde, dass dies eine dankbare Aufgabe währe, zumal die Hoffnung besteht, in dem Zusammenhang ein paar ersthafte Schädiger unseres Systems zu entlarven.
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