100 Tonnen Sprengstoff als Vergeltung
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In der arabischen Welt sind neben dem Aufschrei über der Härte der israelischen Vergeltung zunehmend auch Vorwürfe gegenüber der Hamas vernehmbar. Der palästinensische Präsident Machmud Abbas hielt auf einer Pressekonferenz in Kairo die Hamas dazu an, einem Waffenstillstand mit Israel zuzustimmen. Die Islamisten hätten das Massaker verhindern können, wenn sie den Raketenbeschuss Israels unterlassen hätte, sagte Abbas. Der ägyptische Außenminister Achmed Abul Gheit warf der Hamas vor, Verletzte nicht aus dem Gazastreifen zu lassen. Zahlreiche Ambulanzen stünden in Rafah bereit, um Verwundete nach Ägypten zu bringen, doch die Hamas halte den Grenzübergang geschlossen.
Israel ließ indessen trotz der Kämpfe und des anhaltenden Beschusses aus Gaza einen Konvoi mit 106 Tonnen Medikamenten und Nahrungsmitteln in den Landstrich. Das Verteidigungsministerium in Tel Aviv erklärte sich grundsätzlich bereit, palästinensische Verletzte nach Israel zu überführen und dort zu behandeln. «Unser Krieg ist nicht gegen die Bevölkerung, sondern die Hamas», beteuerte eine hochrangiger israelischer Militär im Gespräch mit news.de.
Unterdessen nahmen im Libanon die Spannungen weiter zu. Nachdem dort vor wenigen Tagen acht Raketen kurz vor ihrem Abschuss auf Israel entschärft wurden, durchbrachen israelische Kampfflugzeuge gestern dort mehrmals die Schallmauer. Israel will diese Manöver als Warnung an Extremisten verstanden wissen.
Lesen Sie auf Seite 3, warum der palästinensische Präsident Abbas einen Waffenstillstand fordert
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