Europäische Union Die Schweiz wird Schengen-Land

Reisen in die Schweiz werden einfacher. Die Innenminister der 27 EU-Staaten beschlossen heute in Brüssel, die Schweiz in die Schengenzone aufzunehmen. Vom 12. Dezember an entfallen damit die systematischen Personenkontrollen an den Grenzen der Alpenrepublik.

EU nimmt Schweiz in Schengenzone auf (Foto)
An dieser Grenze gehören Personenkontrollen nun der Vergangenheit an - jedenfalls meistens. Bild: dpa

Nach schweizerischen Regierungsangaben überqueren täglich 700.000 Menschen, 300.000 Personenwagen und 20.000 Lastwagen die Grenzen des Landes. Der Warenverkehr soll auch weiter kontrolliert werden, weil die Schweiz nicht dem europäischen Binnenmarkt angehört. Die Reisenden, deren Identität bisher zumindest theoretisch überprüft wurde, können sich jedoch auf Erleichterungen einstellen.

Die Kontrollen im Luftverkehr zwischen den Schengenstaaten und der Schweiz sollen mit der Umstellung des Flugplans am 28. März 2009 fallen. Im Schengener Abkommen vereinbarten 1985 zunächst fünf europäische Staaten, auf Kontrollen des Personenverkehrs an ihren gemeinsamen Grenzen zu verzichten. Benannt ist es nach dem luxemburgischen Winzerort Schengen, wo es während einer Schiffahrt auf der Mosel unterzeichnet wurde.

Das Abkommen wird mittlerweile in 25 Ländern Europas angewandt - neben 22 EU-Mitgliedsländern zusätzlich Island, Norwegen und nun die Schweiz. Nur eingeschränkt nehmen daran Großbritannien und Irland teil. Bulgarien, Rumänien und Zypern werden das Abkommen zu einem späteren Zeitpunkt anwenden. Entgegen den ursprünglichen Plänen tritt Liechtenstein nicht gleichzeitig mit der Schweiz dem Schengenraum bei.

mac

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