Kabinett nimmt Form an Obama will Job-Motor anwerfen

Obama will Job-Motor anwerfen - Team nimmt Form an (Foto)
Neue Programme. neue Gesichter: Barack Obama schreitet zur Tat. Bild: dpa

Barack Obama stemmt sich gegen die Finanzkrise: Der kommende US-Präsident verspricht den Amerikanern 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze. Das könnte für Schwung an den Börsen sorgen - ebenso wie sein neues Kabinett.

Er habe seine Berater angewiesen, einen Plan auszuarbeiten, wie bis Anfang 2011 etwa 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden können, sagte Obama in einer Rundfunkansprache.

Positive Auswirkungen auf die Finanzmärkte dürften laut US-Medien auch die für morgen erwarteten Nominierungen des Chefs der Notenbank New Yorks, Timothy Geithner, zum künftigen Finanzminister und des Gouverneurs von New Mexico, Bill Richardson, zum Handelsminister haben.

Nach Obamas Vorstellungen sollen die Jobs unter anderem durch Projekte im Straßen- und Brückenbau, die Modernisierung von Schulen und die Entwicklung von alternativen Energien gewonnen werden.

Es seien aber nicht nur Maßnahmen, um der Nation aus der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zu helfen, sondern es handele sich zugleich um eine «langfristige Investition in unsere wirtschaftliche Zukunft, die viel zu lange vernachlässigt worden ist», sagte Obama. Die Pläne sollen möglichst rasch nach seinem Amtsantritt am 20. Januar durch den Kongress gebracht werden.

Unterdessen geht die Bildung der Regierungsmannschaft des designierten Präsidenten weiter: Am Freitag hatten bereits Berichte über die Nominierung Geithners zum Finanzminister die Kurse an der Wall Street beflügelt. Morgen will Obama nach Berichten mehrerer US-Medien die Berufung des 47-jährigen Chefs der Notenbank in New York und die von Gouverneur Richardson (61) zum Handelsminister offiziell bekanntgeben, um eine weitere Beruhigung der Märkte zu erreichen.

Dass Obamas Rivalin im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten, Hillary Clinton, Außenministerin wird, gilt in Washington als sicher. Laut New York Times hat sich die frühere First Lady entschieden, den Posten zu übernehmen.

Als zunehmend wahrscheinlich gilt auch, dass der ehemalige Nato-Oberbefehlshaber Jim Jones (64) nationaler Sicherheitsberater wird. Medienberichten zufolge ist mit einer offiziellen Bekanntgabe der Nominierungen im Bereich Sicherheit und Äußeres nach Thanksgiving am kommenden Donnerstag zu rechnen.

Bereits am Samstag ernannte Obama seinen langjährigen Spitzenmitarbeiter Robert Gibbs (37) zum Sprecher des Weißen Hauses. Zudem soll Ellen Moran, die bei den Vorwahlen Hillary Clinton unterstützt hatte, Kommunikationsdirektorin und damit Leiterin für Öffentlichkeitsarbeit im Weißen Haus werden. Während die Ernennung Gibbs' allgemein erwartet worden war, sorgte die Wahl Morans für Überraschung. Die 42-Jährige war bisher Leiterin von «Emily's List», einer Washingtoner Gruppe, die bei Wahlen demokratische Kandidatinnen unterstützt, die für das Recht auf Abtreibung eintreten.

mik

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