USA nach der Wahl Wer kommt ins Obama-Team?

Obama-Team of Rivals (Foto)
Wird Hillary Clinton Obamas Außenministerin? Bild: ap

Zwei Monate vor dem Regierungswechsel in Washington hat der künftige Präsident Barack Obama weitere Personalentscheidungen getroffen. Als Beauftragten für die Beziehungen zum Kongress berief er Philip Schiliro, der auf mehr als 25 Jahre Parlamentserfahrung zurückblicken kann.

Die Entscheidung wurde als Indiz dafür gewertet, dass Obama Wert auf gute Beziehungen zu Senat und Repräsentantenhaus legt. Auch sein designierter Stabschef Rahm Emanuel verfügt über langjährige Beziehungen zum Kapitol. Das Team Obamas gab auch bekannt, dass Valerie Jarrett dem künftigen Präsidenten als Beraterin und Assistentin für Beziehungen zu anderen Regierungen dienen wird. Der ehemalige Stabschef des früheren Vizepräsidenten Al Gore, Ron Klain, wird auch Stabschef des neuen Vizepräsidenten Joe Biden.

Bei den anhaltenden Spekulationen um das Amt des nächsten Außenministers wurden am Wochenende die Namen von Hillary Clinton und Bill Richardson genannt. Beide traten im Vorwahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten gegen Obama an. Jetzt traf sich der Wahlsieger mit ihnen zu getrennten Gesprächen, um dem Vernehmen nach deren Interesse für das Amt auszuloten. Eine Entscheidung ist aber offenbar noch nicht gefallen.

Richardson verfügt über größere außenpolitische Erfahrung als die Senatorin von New York, Hillary Clinton. Er war unter Präsident Bill Clinton US-Botschafter bei den Vereinten Nationen und verhandelte unter anderem mit Nordkorea und dem Sudan. Als weitere mögliche Kandidaten für die Leitung des Außenministeriums sind der republikanische Senator Chuck Hagel und der frühere demokratische Präsidentschaftskandidat John Kerry im Gespräch.

Der unterlegene Kandidat bei der Präsidentschaftswahl, John McCain, wird bislang nicht für ein Regierungsamt unter Obama genannt. Doch will der künftige Präsident den Republikaner offenbar zur Zusammenarbeit bei Themen wie Klimaschutz, Einwanderung oder Folterverbot gewinnen.

Obama und Clinton hatten sich bis zuletzt ein erbittertes Vorwahlrennen geliefert. Die Ex-First-Lady akzeptierte zunächst nur widerwillig ihre Niederlage. Dann stellte sie sich aber vorbehaltlos hinter Obama und machte aktiv Wahlkampf für ihn. Entgegen Forderungen enttäuschter Clinton-Anhänger entschied sich Obama jedoch nicht für Clinton als Vizekandidatin, sondern für den erfahrenen Außenpolitiker Joe Biden.

mac

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