McCain gesteht Niederlage Barack Obama wird neuer US-Präsident

Obama 2008 (Foto)
Jubel in Chicago: Obama ist neuer Präsident. Bild: ap

Barack Obama hat die Präsidentschaftswahl in den USA gewonnen. Der 47-Jährige wird damit der erste Staats- und Regierungschef der USA mit dunkler Hautfarbe. Der republikanische Kandidat John McCain rief Obama an und gestand seine Niederlage ein.

«Das Versagen liegt auf meiner Seite», sagte McCain, der sich bei seinen Anhängern bedankte. Er habe Obama gratuliert, erklärte McCain. Die Hartnäckigkeit Obamas sei beeindruckend gewesen. Für die Afro-Amerikaner in den USA sei es ein historisches Ergebnis. «Senator Obama hat etwas Großes erreicht. Für sich selbst und für sein Land», sagte McCain. Obama wird sich um 6 Uhr an die Öffentlichkeit wenden.

Der Hoffnungsträger der Demokraten sicherte sich die erforderliche Mehrheit der mindestens 270 Wahlmännerstimmen mit Siegen in Florida, Kalifornien, Ohio und Virginia. Eine riesige Menschenmenge im Grant Park in Chicago brach bei der Entscheidung in Jubel aus.

Obama und der designierte Vizepräsident Joe Biden werden am 20. Januar 2009 in Washington den Amtseid ablegen. Dann endet auch die achtjährige Regierungszeit des Republikaners George W. Bush.

Obama sicherte sich zunächst die erwarteten Siege im Nordosten, einer traditionell liberalen Region, und im Mittleren Westen. Der Senator von Illinois gewann in seinem Heimatstaat und war auch in dem heftig umkämpften Pennsylvania erfolgreich. Dort hatte McCain einen besonders intensiven Wahlkampf geführt, um die erwarteten Verluste in anderen Staaten auszugleichen. Obama siegte auch in Ohio und Iowa, wo vor vier Jahren noch der Republikaner George W. Bush die Wahlmännersteimmen holte.

McCain war vor allem im konservativen Süden der USA erfolgreich. Er gewann wie erwartet in Staaten wie Utah, Arkansas, Kansas, Kentucky und Tennessee. Der 72-Jährige verfolgte die Auszählung in seinem Heimatstaat Arizona.

Vermutlich haben noch nie so viele Amerikaner an einer Präsidentschaftswahl teilgenommen wie diesmal. Allein in Virginia schätzten die Behörden die Wahlbeteiligung auf 75 Prozent. Bei der letzten Präsidentschaftswahl 2004 betrug die Beteiligung 60,7 Prozent - das war der höchste Wert seit 1968.

mik

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