11.11.2019, 08.06 Uhr

Bluttat in Moers in NRW : Nach tödlicher Messerattacke in Moers: 4 Verdächtige in Haft

In Moers eskaliert ein Streit zwischen zwei Personengruppen. Ein Mann stirbt, es gibt auch Verletzte. Die Hintergründe sind unklar, eine Mordkommission ermittelt - und Verdächtige sitzen in Haft.

Die Spurensicherung am Tatort in Moers. Bild: dpa

Nach der tödlichen Messerattacke in Moers nahe Duisburg sind vier Tatverdächtige in Untersuchungshaft. Das teilte die Polizei Duisburg am Sonntagabend mit. Es handele sich um Männer aus Duisburg und Moers. Die Ermittlungen zu den Umständen des Todes des Opfers dauerten zunächst noch an, wie es weiter hieß.

Ein Streit zwischen zwei Personengruppen am Samstagabend war auf offener Straße aus zunächst ungeklärter Ursache eskaliert. Es gab mindestens zwei Verletzte, bei denen laut Polizei keine Lebensgefahr besteht. Noch am Samstagabend hatte die Polizei mehrere Verdächtige festgenommen. Eine Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Horror-Tat in Moers in NRW: Mann nach Streit getötet

Die "Rheinische Post" berichtete, dass sich die Tat vor einem Kiosk ereignet haben soll. Zwei Autos seien vor dem Lokal vorgefahren, mehrere Männer seien daraufhin ausgestiegen und hätten mehrere Menschen mit Messern und Baseballschlägern attackiert. Unmittelbar darauf seien sie geflohen. Der Schwerverletzte sei dann noch an Ort und Stelle von Ersthelfern versorgt worden, jedoch kurze Zeit später im Krankenhaus gestorben. Bei der Fahndung nach den Tätern sei ein Großaufgebot der Polizei im Einsatz gewesen, im Bereich der Innenstadt habe auch ein Hubschrauber gekreist.

Kioskmitarbeiter versuchte Opfer zu retten -Mann stirbt im Krankenhaus

Rettungskräfte versuchten vergeblich den Schwerverletzten zu retten. Ein Mitarbeiter des Kiosk, vor dem sich die Horror-Tat ereignet haben soll, erklärte im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung, wie er noch versucht hatte, dem Opfer das Leben zu retten.

"Das Opfer kam gegen 18.30 Uhr in den Kiosk und hat bei mir eine Flasche Wodka gekauft. Er war ein bisschen angetrunken, aber nicht betrunken. Mit der Flasche ging er nach draußen, er war nicht allein unterwegs", so der Kiosk-Mitarbeiter gegenüber der "Bild". "Er hatte Stichwunden am Oberkörper, an der Seite und in der Mitte. Er rief 'Hilfe, Hilfe'. Ich zog mein Hemd aus, drückte es auf die Wunde, damit er nicht verblutet. Ich hielt ihn in meinen Armen, er war bewusstlos."Im Krankenhaus erlag das Opfer schließlich seinen schweren Verletzungen.

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fka/news.de/dpa

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