08.11.2019, 14.08 Uhr

Axt-Attacke in Limburg: Frau (31) auf offener Straße getötet! Hatte der Verdächtige ein Kontaktverbot?

Mitten in Limburg soll ein Mann seine Ehefrau auf offener Straße getötet haben. Der mutmaßliche Täter sitzt derzeit in Untersuchungshaft - schweigt jedoch zu den Vorwürfen. 

In Limburg wurde eine Frau auf offener Straße getötet. Bild: dpa

Vor zwei Wochen hatte ein Mann seine Ehefrau im hessischen Limburg mit einem Auto angefahren und danach auf offener Straße mit einem Schlachterbeil und einer Axt auf sie eingeschlagen. Die 31-Jährige starb.

Nach Axt-Attacke in Limburg: Verstieß der Tatverdächtige gegen ein Kontaktverbot?

Jetzt kam heraus: Der Tatverdächtige soll in der Vergangenheit gegen ein Verbot verstoßen haben, sich der Frau zu nähern. Gegen den Mann laufe deswegen ein Ermittlungsverfahren, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Zum Tatzeitpunkt hatte das 31 Jahre alte Opfer in einem Frauenhaus in Limburg gelebt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Bluttat und den Familienverhältnissen dauerten an, sagte der Sprecher.

Frau starb bei Kollision mit Auto

Nach dem nun vorliegenden schriftlichen Obduktionsergebnis erlitt die Frau bereits bei der Kollision mit dem Auto tödliche Verletzungen. Der Verdächtige schlug demnach nach dem Unfall zunächst mit dem Schlachterbeil und schließlich mit der Axt auf den Kopf- und Halsbereich seines Opfers ein. Der deutsche Staatsangehörige sitzt unter Mordverdacht in Untersuchungshaft. Er schweigt bislang zu den Vorwürfen. Das Paar hatte mit zwei Kindern in Rheinland-Pfalz gelebt.

Auch die Ermittlungen zu einem im Internet verbreiteten Video von der Attacke laufen weiter. Dabei könnte es um einen Verstoß gegen den Paragrafen 131 des Strafgesetzbuches gehen, der die Veröffentlichung bestimmter Darstellungsweisen zum Beispiel von Gewalttaten ahndet. Es seien diverse Anzeigen in diesem Zusammenhang eingegangen, die geprüft würden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft.

+++ Die ursprüngliche Nachricht vom 25.10.2019 +++

Ein 34-Jähriger soll am Freitag im hessischen Limburg seine Ehefrau erst mit einem Auto angefahren und anschließend mit einer Axt und einem Schlachtermesser getötet haben. Der Mann ließ sich laut Polizei am Tatort widerstandslos festnehmen. Die Ermittler gehen nach derzeitigem Stand von einer "Beziehungstat" aus, wie ein Sprecher sagte.

Bluttat in Limburg: Mann erschlägt Frau mit Axt auf offener Straße

Ein Haftrichter erließ am Abend Haftbefehl wegen Mordes gegen den Tatverdächtigen. Er wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Laut Polizei hatten Zeugen am Morgen gemeldet, dass ein Mann eine Frau angefahren habe. Die 31 Jahre alte Frau demnach zu Fuß auf einem Gehweg in der Nähe des Limburger Busbahnhofs unterwegs, als sie der mutmaßliche Täter mit einem Auto anfuhr. Der 34 Jahre alte deutsche Staatsangehörige stieg dann aus dem Auto und schlug mit einer Axt auf die am Boden liegende Frau ein. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte, verwendete der mutmaßliche Täter auch ein Schlachtermesser. Die Frau starb noch am Tatort an ihren schweren Verletzungen.

Frau (31) mit Axt und Schlachtermesser in Limburg angegriffen

Laut Staatsanwaltschaft sollte der mutmaßliche Täter noch am Freitagabend dem Haftrichter vorgeführt werden. Bisher mache der Mann von seinem Schweigerecht Gebrauch, sagte ein Sprecher. Der mutmaßliche Täter und das Opfer haben der Staatsanwaltschaft zufolge zwei Kinder. Beide seien in Obhut des Jugendamtes.

Der Tatort wurde weiträumig mit Sichtschutz abgesperrt. Die Kriminalpolizei habe die Spurensicherung aufgenommen, heißt es. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft waren Sachverständige vor Ort, um den genauen Tathergang zu rekonstruieren.

Filme der Frauenmörder von Limburg seine Bluttat?

Der Polizei lagen nach eigenen Angaben Hinweise vor, dass Zeugen den Angriff gefilmt oder fotografiert haben. Es gebe "Erkenntnisse, dass Videos der Tatausführung im Netz kursieren". Sie forderte Zeugen auf, ihre Aufnahmen nicht im Internet zu veröffentlichen, und kündigte eine strafrechtliche Verfolgung bei der Weiterverbreitung an.

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bua/news.de/dpa

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