13.10.2019, 11.25 Uhr

Japan im Ausnahmezustand : Mindestens 26 Tote durch Taifun - Viele Überschwemmungen

Es war einer der gefährlichsten Taifune seit Jahrzehnten: Während am Tag danach in Tokio und Umgebung wieder die Sonne scheint, laufen in den Überschwemmungsgebieten die Rettungs- und Aufräumarbeiten.

Das Hochwasser eines Flusses überschwemmt den Ort. In Japan hat der heftige Taifun "Hagibis" erste Schäden angerichtet. Bild: dpa

Einer der heftigsten Taifune seit Jahrzehnten hat in Japan viele Überschwemmungen verursacht und mindestens 26 Menschen in den Tod gerissen. Mehr als 120 Menschen erlitten Verletzungen, wie japanische Medien am Sonntag meldeten. Rund ein Dutzend Menschen galten als vermisst.

Alle aktuellen Entwicklungen zu Taifun "Hagibis" im News-Ticker

  • Taifun "Hagibis" trifft auf Land
  • Bislang 26 Tote durch Monster-Sturm in Japan
  • Bewohner sollen sich in Sicherheit bringen
  • Erdbeben erschüttert Tokio

+++ 13.10.2019: Zahl der Taifun-Opfer in Japan steigt auf 26 +++

Die Zahl der Todesopfer in Folge des Taifuns in Japan hat sich weiter erhöht. Wie der japanische Fernsehsender NHK am Sonntag berichtete, stieg die Zahl der Toten auf mindestens 26. Es würden 16 Menschen weiterhin vermisst. Durch den Wirbelsturm, der am Vortag Tokio und andere Gebiete des Landes heimgesucht hatte, wurden mehr als 160 Bewohner in weiten Teilen des Inselreiches verletzt.

Der Taifun "Hagibis" (Philippinisch für "schnell"), der sich inzwischen im Nordosten über dem Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächte, hatte mit rekordstarken Regenfällen Flüsse über die Ufer treten lassen und schwere Überschwemmungen verursacht.

Das Leben der Menschen sei weiter durch Ausfall von Strom- und Wasserleitungen sowie durch Verkehrsbehinderungen beeinträchtigt, sagte ein Regierungssprecher in Tokio, wo am Sonntag wieder die Sonne schien. Die staatlichen Behörden täten alles, um die Ausfälle zu beheben. Es war einer der heftigsten Taifune seit Jahrzehnten.

+++ 13.10.2019: Mindestens 14 Tote durch Taifun in Japan +++

Die Zahl der Todesopfer in Japan in Folge eines heftigen Taifuns ist weiter gestiegen. Wie örtliche Medien am Sonntag unter Berufung auf die Einsatzkräfte meldeten, riss der Wirbelsturm, der am Vortag Tokio und andere Gebiete des Landes heimgesucht hatte, mindestens 19 Menschen in den Tod. 16 Menschen galten noch als vermisst. Rund 100 Bewohner in weiten Teilen des Inselreiches erlitten Verletzungen. Der Wirbelsturm Hagibis (Philippinisch für "schnell"), der sich inzwischen im Nordosten über dem Meer zu einer Tiefdruckzone abschwächte, hatte mit rekordstarken Regenfällen Flüsse über die Ufer treten lassen und massive Überschwemmungen verursacht.

Das Militär schickte rund 27.000 Soldaten zur Verstärkung der Rettungs- und Bergungstrupps in die betroffenen Gebiete des Landes. Mit Militärhubschraubern und Schlauchbooten wurden Menschen aus Häusern gerettet. Während die Evakuierungsanweisungen am Sonntag in Tokio und den meisten Teilen Zentral- und Ostjapans wieder aufgehoben wurden, warnten die Behörden weiter vor der Gefahr durch Erdrutsche. Demnach gingen in 12 Provinzen mindestens 48 Erdrutsche und Schlammlawinen ab. Neun Flüsse waren durch die Uferdämme gebrochen.

+++ 12.10.2019: Höchste Warnstufe! Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert Tokio +++

Kurz zuvor wurde der Großraum Tokio am Abend dann auch noch von einem starken Erdbeben heimgesucht. Gefahr eines Tsunamis bestand jedoch nicht, wie die Meteorologische Behörde bekanntgab. Auch gab es keine Berichte über Verletzte in Folge der Erschütterung der Stärke 5,7. Wegen der Gefahr durch den Regen in Folge des Taifuns hatten die Behörden für Tokio sowie sechs weitere Regionen erstmals die höchste Warnstufe ausgegeben. Am Abend (Ortszeit) wurde die Intensität des Wirbelsturms allerdings von "sehr stark" auf "stark" herabgestuft.

+++ 12.10.2019: 2 Menschen sterben durch Super-Taifun +++

Stellenweise gingen Erdrutsche nieder. Ein Mann in der Provinz Gumma starb, als sein Haus verschüttet wurde. Ein anderer wurde in Tokios Nachbarprovinz Chiba, wo bereits im September ein Taifun gewütet und zu massiven Stromausfällen geführt hatte, von einem umgestürzten Laster getötet.

+++ 12.10.2019: Bahn- und Flugverkehr in Japan wegen Wirbelsturm eingeschränkt

Viele Kaufhäuser und Läden in Tokio und Umgebung blieben am Samstag geschlossen. In manchen Geschäften der Hauptstadt waren Regale wie leergefegt, da sich viele Bewohner vorsichtshalber mit Wasser und Lebensmitteln eindeckten. Straßen und Bahnhöfe waren verwaist. Bahnbetreiber hatten rechtzeitig Einschränkungen des Verkehrs für das Wochenende im Westen und Osten einschließlich Tokio angekündigt.

Die Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA) strich für Samstag sämtliche Inlandsflüge sowie die meisten internationalen Flüge von und zu den beiden Tokioter Flughäfen Haneda und Narita. Auch Japan Airlines (JAL) entschied, die meisten Flüge am Samstag zu streichen. Der Wirbelsturm mit Windgeschwindigkeiten bis zu 216 Kilometern pro Stunde drohte, die Hauptstadt Tokio und andere Gebiete im Osten des Landes mit den schlimmsten Regenfällen seit jenem Taifun überziehen, der 1958 mehr als 1200 Menschen in der Region das Leben kostete.

+++ 12.10.2019: Behörden warnen vor straken Sturmböen: Häuser könnten einstürzen +++

Die Behörden warnten früh, dass Häuser in den starken Sturmböen einstürzen könnten. Einige Bewohner deckten die Dächer ihrer oft in Leichtbauweise errichteten Häuser vorsorglich mit blauen Plastikplanen ab. Manche klebten ihre Fenster ab aus Sorge, dass sie in dem Sturm zerbersten. Andere verbarrikadierten sie mit Brettern. Wie gewaltig der Sturm aktuell in Japan wütet, machen zahlreiche bei Twitter veröffentlichte Bilder und Videos deutlich.

+++ 12.10.2019: Wassermassen überfluten Straßen und Häuser in Tokio +++

Der Wirbelsturm ließ Flüsse im Großraum Tokio bedrohlich anschwellen. Rettungseinsätze wurden nach Einbruch der Dunkelheit deutlich erschwert. Das japanische Fernsehen zeigte Szenen aus der Tokioter Nachbarstadt Kawasaki, wo ein Mann aus einem überfluteten Wohnhaus gerettet wurde. Die Feuermänner arbeiteten sich dabei bis zur Hüfte im Wasser stehend vor.

Fahrzeuge stehen in einem überfluteten Wohngebiet der Präfektur Mie.  Bild: dpa

+++ 12.10.2019: Erster Toter durch Taifun "Hagibis" +++

In Tokios Nachbarprovinz Chiba, wo bereits im September ein Taifun gewütet und zu massiven Stromausfällen geführt hatte, kam mindestens ein Mensch ums Leben, als ein Lastwagen in den Sturmböen umstürzte. Mehrere Menschen erlitten leichte Verletzungen.

Einsatzkräfte agieren in einer verwüsteten Region. Bild: dpa

+++ 12.10.2019: Hunderttausende in Japan ohne Strom +++

Hunderttausende waren zwischenzeitlich von der Stromversorgung abgeschnitten. Unternehmen wie die beiden großen Autobauer Toyota und Honda ließen die Bänder in einigen ihrer Fabriken an dem Tag ruhen. Die Regierung in Tokio wies alle zuständigen Ministerien an, notwendige Maßnahmen im Umgang mit den Folgen des Taifuns zu treffen.

+++ 12.10.2019: Formel-1-Qualifikation zum Grand Prix von Japan verschoben

Aus Sorge vor den drohenden Auswirkungen des Taifuns findet die Formel-1-Qualifikation zum Grand Prix von Japan erst am Rennsonntag statt. Alle für den Samstag auf dem Suzuka International Racing Course geplanten Aktivitäten wurden abgeblasen. Auch zwei Spiele bei der laufenden Rugby-Weltmeisterschaft in Japan mussten abgesagt werden. Der Wirbelsturm sollte sich laut der Vorhersagen der Behörden in der Nacht weiter Richtung Norden bewegen und am Sonntag abziehen.

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sba/news.de/dpa

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