07.10.2019, 15.52 Uhr

Fleischfressende Bakterien: Frau stirbt beinahe nach Not-Kaiserschnitt

Eine Frau aus Manhatten kam mit großen Schmerzen ins Krankenhaus, nachdem sie wenige Tage zuvor ihr Kind via Kaiserschnitt auf die Welt brachte. Als die Ärzte erkannten was es war, musste sie sofort notoperiert werden.

Rettung in letzter Sekunde durch OP nach Befall von fleischfressenden Bakterien (Symbolbild) Bild: adobestock/totojang1977

Krista Parise ist gerade noch einmal dem Tod von der Schippe gesprungen. Die junge Mutter hatte erst wenige Tage zuvor ihr Kind mit einem Not-Kaiserschnitt zur Welt gebracht und sich dabei anscheinend mit einem gefährlichen Erreger angesteckt. Da sie sich sehr unter Druck gesetzt fühlte, wollte sie nicht umgehend zurück in Krankenhaus zur Nachuntersuchung, sondern entschied sich, die Zeit in Ruhe mit ihrem Kind zu verbringen.

Fleischfressende Bakterien im Bauch der Mutter

Doch ihr Zustand verschlechterte sich immer weiter. Was als kleines Fieber begann, entwickelte sich sich zu entzündeter Haut rund um den genähten Kaiserschnitt. Einen Tag später hatte sie schon Schwierigkeiten zu laufen, konnte sich aber trotzdem nicht dazu durchringen den Arzt aufzusuchen. Noch einen Tag später wurde Laufen für sie vor Schmerz zur Unmöglichkeit. Ihre Mutter sah, dass der untere Bauch rot und heiß war.

Eine Verwandte spekulierte, dass sie auf das medizinische Klebeband allergisch reagieren könnte. Auf ihr Anraten sollte sie ihren Bauch auf Ausschlag oder Beulen untersuchen. Was sie entdeckte verstörte die junge Mutter sehr. Große Blasen waren entlang der Kaiserschnitt-Wunde und über den ganzen Bauch verteilt. Als sie zum Telefon griff entdeckte sie auch die Blasen, an ihrem Körper die mit gelber Flüssigkeit gefüllt waren.

Rettung vor den fleischfressenden Bakterien in letzter Sekunde

In der Notaufnahme angekommen bemerkteKrista Parise einen fauligen Geruch. Diesen verortete sie zuerst bei den vielen Obdachlosen, die ebenfalls in der Klinik warteten. Als sie aber an sich herabsah stellte sie fest, dass sie und besonders ihre Wunde diesen Gestank verströmten, sagt die 32-Jährige gegenüber dem "Daily Star". Sie kam umgehend in einen Isolationsraum, wo die Schwestern und Ärzte mit ihrer Arbeit begannen.

Abstriche von den Blasen wurden untersucht und so festgestellt, worum es sich handelt. Nekrotisierende Fasziitis ist eine Infektionskrankheit die in meistens von antibiotikaresistenten Staphylokokken ausgelöst wird. Die wenigen Fälle die auftreten verlaufen jedoch meist dramatisch, da die Krankheit schnell voranschreitet und den Erkrankten tötet. Auch Schwangere sind gefährdet, da sich während der Schwangerschaft auch eine Form der Diabetes einstellen kann.

Mutter muss lebensnotwendigen Eingriff teuer bezahlen

Krista Parise konnte gerettet werden, muss den Wunsch nach ruhiger Zeit mit ihrem Kind aber teuer bezahlen. Während sie im Krankenhaus lag, konnten sie nicht zusammen sein, da das Immunsystem des Kleinkindes den Herausforderungen eines normalen Krankenhauses noch nicht gewachsen ist. Außerdem sagt sie, dass ihr Kind Probleme habe Gewicht zu gewinnen, da sie es wegen der Medikamente nicht stillen kann.

Nun hat auch die Krankenversicherung der US-Amerikanerin mitgeteilt, dass sie viele der Krankenhausrechnungen nicht übernehmen wird. Darüber hinaus wurde Krista klar, dass sie eine medizinische Haushaltshilfe braucht, die ihr mit dem Kind hilft. Sie selbst konnte es nach der Operation nicht einmal anheben, weil große Teile des infizierten Gewebes entfernt werden mussten. Um das alles zu finanzieren, hat sie eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Inzwischen rät sie andere Mütter dringend, sich nach der Geburt schnell wieder untersuchen zu lassen.

luj/kum/news.de

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